AGEphone
Installation fordert den Neuling
Eins vorweg: Die Demoversion bietet nur 60-Sekunden-Gespräche. Das reicht nur für das Nötigste - Langtelefonierer suchen sich besser ein anderes Freeware Produkt.
Wen das nicht abschreckt, der fragt sich auf der Download-Seite verwirrt: Wo ist denn nun die Demoversion? Die Antwort: Es gibt sie nicht wirklich, denn die Vollversion ist die Demoversion,
wenn man bei Installieren keine Seriennummer eingibt. Hat man das einmal erkannt, läuft das Aufsielen zügig ab und informiert den Nutzer auch über den verwendeten Programmordner.
Mit der Konfiguration wird der Einsteiger weitgehend alleingelassen. Tipp: username@sipdomäne führt zum Erfolg.
Auch das AGEphone bemüht sich um einen guten Ersteindruck und geizt nicht mit Soundchecks vor der Erstverwendung.

Nach Installation und Konfiguration hat der Nutzer ein virtuelles Telefon vor sich, das sich auf dem Desktop nicht verschieben lässt.
Dafür nimmt eine unsichtbare Hand nach dem Wählvorgang den Hörer ab. Wer Buttons gewöhnt ist, sucht nach dem Gespräch eine Weile hilflos nach dem
roten Telefonsymbol. Kein Wunder, denn es gibt keins: Aufgelegt wird wie beim "echten" Fernsprecher durch Mausklick auf die Hörergabel.
Die Tonqualität ist recht gut wenn auch etwas leise. Wer daraufhin hoffnungsfroh an dem runden Lautstärkeregler kurbelt, der rechts unten auf dem Telefon prangt, wird leider enttäuscht:
Nur die Service- und Klingeltöne lassen sich hier einstellen.
Ein Softphone - drei Gesichter
Nette Idee: Das AEGphone kann wahlweise als Telefon, als Minipanel oder im Sidebar Style angezeigt werden. Variiert wird über die Einstellungen (rechte Maustaste auf dem Gerät).
Das Adressbuch importiert laut Beschreibung Outlook Dateien, csv-Dateien und das Windows Adressbuch (XP,2000). Manuell erfasste Adressen müssen komplett inklusive Notizen erfasst werden, sonst
lassen sie sich nicht abspeichern. Leider hinterließen die Kurzwahltasten keinen guten Eindruck: Beim Versuch, sie zu belegen, stürzte im Test der Computer ab.
Der Anrufbeantworter funktioniert in der Demoversion offenbar nicht. Die englische Hilfsdatei sagt dazu nicht viel aus. Immerhin lässt der Hersteller die Nutzer nicht ganz
im Regen stehen und bietet auf der Webseite ein Kontaktformular für Ratlose an.
VoIP auch unterwegs
Für unterwegs gibt es das AGEphone Mobile. Es funktioniert auf dem Handy, und zwar nach Herstellerangaben ohne Einsatz eines externen Lautsprechers oder Headsets. Mit AGEphone Mobile
2.5 sollen VoIP-Gespräche wie ganz normale Telefonate geführt werden können. Derzeit gilt das für die HTC-Modelle Trinity, Hermes (XDA
Trion), Elf (Touch) und Kaiser (MDA Vario III).
AGEphone
Freeware (Demoversion limitiert auf 60-Sekunden-Gespräche)
Sprache: Deutsch, japanisch (in den Einstellungen auch chinesisch, englisch möglich)
Windows 2000 / Windows XP / Windows Vista
3,6 MB
Download
- gute Sprachqualität
- zehn Kurzwahltasten
- minimale Verzögerung
- Gleichzeitige Nutzung mehrerer Anbieter
- Anrufbeantworter
- Gespächsaufzeichnung
- Click to Call Funktion
- Liste ein- und ausgegangener Anrufe
- Nummernvervollständigung
- Adressbuch, Outlook Unterstützung
- Rufmelodien
- Benachrichtigungen (Popups)
- Unterstützung von USB-Handsets