3. Telefonieren mit VoIP
3.1 Wie telefoniert man über VoIP?
3.2 Ist man per VoIP immer erreichbar?
3.3 Kann ich mein normales Telefon weiter verwenden?
3.4 Können mehrere Telefone bei VoIP angeschlossen werden?
3.5 Gibt es wie bei ISDN eine Mailbox, Anklopfen, usw.?
3.6 Kann die bisherige Festnetznummer portiert werden?
3.7 Können Notrufnummern gewählt werden?
3.8 Können Sonderrufnummern gewählt werden?
3.9 Zu welchen Teilnehmern kann kostenlos telefoniert werden?
3.1 Wie telefoniert man über VoIP?
Auch hier muss zwischen der Software- und der Hardware-Lösung unterschieden werden. Während das Telefonieren im ersten Fall nur per PC und Headset möglich ist, telefoniert es sich mit der Hardware-basierten Variante so wie eh und je. Meist kann hier sogar das bisherige Telefon weiter verwendet werden, dass dann allerdings mit dem Router verbunden ist und nicht mehr mit der Anschlussbuchse direkt. Davon abgesehen bleibt aber alles beim Alten.
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3.2 Ist man per VoIP immer erreichbar?
Bei der Software-Lösung ist der Kunde nur solange erreichbar, wie er seinen Rechner eingeschaltet hat. Mit einem eigenen Router mit
VoIP-Funktion oder einem speziellen IP-Telefon hingegen kann man jederzeit anrufen und angerufen werden.
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3.3 Kann ich mein normales Telefon weiter verwenden?
Es gibt mittlerweile viele Provider, die entsprechende Hardware anbieten, über die das bisherige Telefon weiter verwendet werden kann. Dabei wird das Analog- oder ISDN-Gerät am Router angeschlossen und kann so für Internettelefonie genutzt werden.
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3.4 Können mehrere Telefone bei VoIP angeschlossen werden?
Je nach Angebot ist es möglich, auch ganze Telefonanlagen an VoIP anzuschließen. Auch die Verwaltung mehrerer Nummern ist bei vielen Providern möglich. Meist handelt es sich dabei aber um Geschäftskundenprodukte, die sich von den Kosten her eher für Vieltelefonierer lohnen.
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3.5 Gibt es wie bei ISDN eine Mailbox, Anklopfen, usw.?
Viele
VoIP-Anbieter unterstützen inzwischen die klassischen ISDN-Services. Netzbasierte Mailboxen gehören ebenso mittlerweile zum Standard, wie Makeln, Halten, Anklopfen oder Dreier-Konferenzen.
3.6 Kann die bisherige Festnetznummer portiert werden?
Ja, seit Kurzem ist es bei einigen Anbietern möglich, seine bestehende Festnetznummer zu portieren. Natürlich geht das nur, wenn der dazu gehörige Festnetzanschluss gekündigt wird. Die Rufnummer ist aber immer noch ein allgemeines Problem bei VoIP. Anbieter müssen bisher Nummernblöcke bei der Regulierungsbehörde buchen - und zwar für jedes Netz, in dem sie ihr Produkt anbieten wollen. Eine Vergabe beispielsweise einer Hamburger Nummer in München ist nicht möglich. Angesichts der zunehmenden Kundenzahlen bei VoIP und der steigenden Nachfrage nach Telefonnummern hat die Regulierungsbehörde nun eine eigene Internet-Telefonnummer eingeführt (032). Die sind allerdings noch nicht aus dem Festnetz erreichbar.
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3.7 Können Notrufnummern gewählt werden?
Mittlerweile gibt es Anbieter, bei denen die Notrufnummern 110 und 112 per VoIP erreichbar sind. So ordnen die Anbieter der Telefonnummer den Kundenstandort zu und finden so die nächstgelegene Dienststelle. Problematisch ist der Service noch, wenn der Kunde unterwegs ist. Zwar ist er weltweit unter seiner VoIP-Nummer erreichbar, aber eine Standortlokalisierung ist damit noch nicht verknüpft. Bis die Anbieter also jederzeit Notrufe aus dem VoIP-Netz weitervermitteln können, ist ein Festnetzanschluss oder Handy noch unverzichtbar.
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3.8 Können Sonderrufnummern gewählt werden?
Aufgrund der unterschiedlichen Tarifierungen bei Sonderrufnummern, gestaltet sich die Erreichbarkeit über VoIP oft schwierig. So bietet bisher nur einige Anbieter wie freenet die Erreichbarkeit von 0180/0800-Nummern. Bei 0190/0900-Anrufen ist der Minutenpreis anbieterabhängig, was VoIP-Verbindungen dorthin bisher unmöglich machte. Dagegen sind die persönlichen 0700-Rufnummern auch aus dem Internet erreichbar.
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3.9 Zu welchen Teilnehmern kann kostenlos telefoniert werden?
Netzinterne Anrufe, also zwischen Kunden des gleichen Anbieters, sind meist kostenlos. Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch Servicevereinbarung zwischen einzelnen Providern, auch untereinander die Telefonate kostenlos zu vermitteln.