4. Technik
4.1 Wie funktioniert VoIP im Vergleich zur Festnetztelefonie?
4.2 Was für ein Internetzugang ist empfehlenswert?
4.3 Welche Hardware wird für VoIP benötigt?
4.4 Welche Protokolle nutzt VoIP?
4.5 Was ist SIP?
4.6 Wieviel Traffic verursacht ein Telefonat über DSL?
4.7 Was ist das Problem mit den Notrufnummern?
4.1 Wie funktioniert VoIP im Vergleich zur Festnetztelefonie?
Bei der herkömmlichen Telefonie wird das Gespräch ohne Komprimierung über eine eigene Telefonleitung versandt. Bei VoIP dagegen wird der Anruf digitalisiert, in Datenpakete unterteilt und so versandt. Auf diese Weise kann eine Leitung für viele Daten gleichzeitig genutzt werden. Die einzelnen Datenpakete werden beim Empfänger wieder zusammengesetzt und so das Telefonat übertragen. Für dieses Verfahren nutzen die Provider meist zwei verschiedene Protokolle: das SIP-Protokoll oder alternativ H.323.
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4.2 Was für ein Internetzugang ist empfehlenswert?
Am besten geeignet für VoIP sind natürlich Flatrates, da hier volumen- und zeitunabhängig eine Pauschale für die Anbindung berechnet wird. Zudem bieten DSL und Kabel eine gute Bandbreite für die Realisierung. Theoretisch kann man VoIP aber von jedem Internetzugang, auch per Einwahl, nutzen. Allerdings werden dann nicht nur die jeweiligen Gesprächsgebühren berechnet, sondern auch die Internetverbindung. Eine solche Lösung ist höchstens individuell interessant, z.B. für Kunden mit einem hohen Aufkommen an Auslandsgesprächen oder die kein Call-by-Call nutzen können.
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4.3 Welche Hardware wird für VoIP benötigt?
Neben einer Internetleitung, benötigen VoIP-Kunden eigentlich nur den zur Verfügung gestellten Router. Für eine Software-basierte Lösung benötigt man zusätzlich auch einen PC, über den dann telefoniert wird. Viele Router verfügen mittlerweile über einen Anschluss für Analog- oder ISDN-Telefone. Daneben gibt es auch spezielle IP-Telefone, die ebenfalls vom Provider zur Verfügung gestellt werden.
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4.4 Welche Protokolle nutzt VoIP?
Das SIP-Protokoll (Session Initiation Protocol) wird von den meisten Providern in Deutschland eingesetzt. Ursprünglich wurde es von der IETF (Internet Engineering Task Force) entwickelt und hat sich inzwischen als Standard durchgesetzt- H.323 wurde in Konkurrenz zum SIP-Protokoll von der ITU entwickelt. Außerdem gibt es noch das Open-Source-Protokoll IAX.
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4.5 Was ist SIP?
Session Initiation Protocol, kurz SIP, ist ein weit verbreiteter Standard bei VoIP, kann aber auch beim Versand anderer Multimedia-Inhalte verwendet werden. SIP übernimmt bei der Übertragung die Kontrolle über Initiierung, Verlauf und Abbau der Verbindung. Das Protokoll unterstützt dabei alle von ISDN bekannten Merkmale.
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4.6 Wieviel Traffic verursacht ein Telefonat über DSL?
Je nach Komprimierungsverfahren nimmt ein VoIP-Telefonat etwa 1,2 bis 1,5 Megabyte Datenvolumen pro Minute in Anspruch. Für einen Gigabyte kann also ca. elf bis 13 Stunden telefoniert werden - ein Argument mehr gegen einen volumenbasierten Internettarif, da die Inklusiv-Megabyte schnell aufgebraucht wären.
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4.7 Was ist das Problem mit den Notrufnummern?
Beim Anwählen einer Notrufnummer wird der Teilnehmer direkt mit der nächstliegenden Dienststelle verbunden. Dafür ist es aber notwendig zu wissen, von wo der Anrufer sich meldet. Bei VoIP ist dies momentan noch nicht möglich. Zwar kann über die IP-Adresse der Nutzer ermittelt werden, aber nicht sein geographischer Aufenthaltsort. Theoretisch ist ein VoIP-Nutzer nämlich weltweit unter seiner Festnetznummer erreichbar.