Besitzer von Computern neueren Baujahres verfügen heute über so viel Rechenleistung, dass sie in der Lage sind, ein System im System auszuführen – in der Fachsprache nennt man das "Virtualisieren".
Für den Anwender ergeben sich dadurch viele neue Möglichkeiten: Die Virtualisierungssoftware wird auf dem so genannten Host-System, dem physischen Computer, installiert. Sie nutzt die vorhandenen Ressourcen und emuliert einen zweiten Computer, das sogenannte Gast-System.
Auf diesem Gast-System kann nun ein beliebiges Betriebssystem installiert werden. Die Bedienung und Handhabung unterscheidet sich dabei kaum von einem realen System.
Windows Vista virtualisieren
In dieser Anleitung wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie mittels der Testversion von "VMware Workstation 5" ein Windows Vista Gast-System erzeugen und nach Herzenslust testen können.
An dieser Stelle sei erwähnt, dass es auch andere Virtualisierungsprogramme gibt, welche zum Teil sogar kostenfrei sind:
VMware besorgen
Auf der Internetseite http://www.vmware.com/de/download/ws/eval.html können Sie die aktuelle Testversion herunterladen und einen Seriennummer anfordern.
Speichern Sie die Setupdatei auf Ihrem Desktop.
Nach Erhalt der Seriennummer starten Sie die Installationsdatei.
Die Installation sollte kein großes Problem darstellen. Sie sollten allerdings bei dem Dialogfenster "Configure Product" genauer hinschauen: Standardmäßig schaltet VMware die Autostartfunktion für optische Laufwerke ab. Wenn Sie dies nicht wünschen, deaktivieren Sie diese Option.
Einen Computer emulieren
Nach der erfolgreichen Installation können Sie VMware über das Startmenü starten.
Im Programm klicken Sie dann einfach auf New Virtual Machine (alternativ gehen sie über das Menü File).
Klicken Sie auf weiter und wählen Typical aus.
Als Guest operating system wählen Sie Microsoft Windows und schließlich Windows Vista (experimental) aus.
Jetzt möchte VMware von Ihnen wissen, wie Ihre virtuelle Maschine heißen soll und wo Sie sie speichern möchten.
Sollte Ihr Computer an einem DSL-Router angeschlossen sein, empfiehlt es sich, Use bridged networking zu wählen. Dadurch wird der virtuelle Computer zu einem Teil Ihres Netzwerks.
Als letztes müssen Sie nur noch eine Festplatte erstellen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass mindestens 15 Gigabyte (GB) gewählt werden.
Rufen Sie abschließend die Eigenschaften der soeben erstellten VM auf und wählen das CD-Rom-Laufwerk aus. Geben Sie unter Use physical drive Ihr Laufwerk an, in dem der Vista-Installationsdatenträger liegt. Ihr virtueller Computer ist nun fertig konfiguriert.
Die VM starten
Um die virtuelle Maschine zu starten, klicken Sie einfach die gleichnamige Schaltfläche an.
Das Gast-System fährt nun hoch und sollte von Ihrem DVD-Laufwerk das Windows Vista Setup starten. Gegebenenfalls müssen Sie beim BIOS die ESC-Taste drücken und das DVD-Laufwerk als Startgerät auswählen.
Von hier an läuft alles wie bei einer normalen Neuinstallation ab. Lesen Sie dazu unsere Anleitungen "Neuinstallation von Windows Vista".
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