Mit der Einführung von Windows Vista kommt ein neues Betriebssystem auf den Markt, das sich technisch stark vom Vorgänger unterscheidet.
Neben den neuen Treibermodellen, die keine direkten Hardwarezugriffe mehr unterstützen und den restriktiven Sicherheitseinstellungen, die endlich Einzug gehalten haben, wurde auch eine veränderte Benutzeroberfläche namens Aero eingeführt.
Es ist daher zu erwarten, dass gerade zur Markteinführung nicht alle Programme und Geräte mit Windows Vista zusammen arbeiten werden, wie Sie es derzeit von Windows XP gewöhnt sind.
Gerade wenn Sie beispielsweise beruflich auf bestimmte Anwendungen und Geräte angewiesen sind, kann dies zu Problemen und eingeschränkter Produktivität führen. Daher empfiehlt es sich, Windows Vista parallel zu einem bestehenden System zu installieren.
So können Sie sicher sein, dass Ihre bisher genutzten Programme weiterhin auf Ihren Einsatz warten und der Drucker druckt, wenn Sie es wollen. Als netten Nebeneffekt können Sie das neue Betriebssystem ohne Sorge testen.
Vorkehrungen
Wie bei allen Systemen, auf denen kritische Daten liegen, gilt: Sichern! Gehen Sie immer davon aus, dass irgendetwas schief laufen kann.
Wenn Ihr System grundsätzlich Windows Vista kompatibel ist - wie Sie dies überprüfen, verraten Ihnen unsere FAQ - benötigen Sie lediglich eine freie Partition mit 15 Gigabyte (GB) Speicherplatz.
Sollten Sie zwar 15 GB freie Festplattenkapazität übrig haben, jedoch nicht als Partition, stellt dies mit Windows Vista auch keine Hürde mehr dar. Lesen Sie einfach unsere Anleitung zum Thema "Festplatte mit Windows Vista nachträglich partitionieren".
Los geht's
Die Installation gestaltet sich spielend einfach. Legen Sie einfach Ihre Installations-DVD ins Laufwerk und booten Sie von diesem Laufwerk (Tipp: Lesen Sie, wie Sie die Bootreihenfolge verändern).
Nachdem Sie die Regionaleinstellungen vorgenommen haben, wählen Sie den Punkt "Jetzt installieren", um die Installation zu starten.
Zuerst müssen Sie die Seriennummer eintragen, die Sie mit dem Erwerb Ihrer Lizenz erhalten haben. Sollten Sie die Nummer zum Zeitpunkt der Installation nicht parat haben, können Sie Windows Vista auch ohne Eingabe dieser Nummer installieren, lesen Sie hierzu "Windows Vista ohne Seriennummer installieren".
Aufpassen!
Jetzt erwartet die Installationsroutine, dass Sie den Lizenzvertrag annehmen. Ansonsten wird die Installation verweigert.
Im nächsten Fenster können Sie lediglich die benutzerdefinierte Installation auswählen. Möchten Sie ein Upgrade durchführen, müssen Sie den Vorgang aus einer bestehenden Windows-Installation heraus starten.
Nun wird es kritisch: Sie müssen den Datenträger auswählen, auf dem Sie Windows Vista installieren wollen. Achten Sie darauf, die freie 15 GB Partition auszuwählen und nicht die Ihres bestehenden Systems.
Dual-Boot konfigurieren
Sofern Sie zu einem bestehenden Windows XP Betriebssystem, das einen funktionierenden Original-Bootloader nutzt, Windows Vista installieren, erkennt Vista die Installation automatisch und bindet Sie in den neuen Bootloader ein. Sie müssen sich also um nichts kümmern.
Nach abgeschlossener Installation, sehen Sie fortan bei jedem Systemstart einen Auswahlbildschirm, über den Sie Ihre vorherige Windows-Version starten können.
Sonderfälle
Sobald Sie einen Bootloader verwenden, der nicht von Microsoft stammt, wird er von der Installationsroutine ersetzt. Aus diesem Grund sollten Sie vor der Installation ein Notfallmedium Ihres Betriebssystems haben, um es wieder startfähig machen zu können.
Selbstverständlich können Sie Ihre Systeme im Windows Vista Bootloader bekannt machen, wie auch umgekehrt – allerdings nicht mehr über editieren der boot.ini.
Hierfür ist nun das BCD-Utility ("Boot Configuration Data Store") zuständig. Lesen Sie hierzu unsere Anleitung "Bootloader bearbeiten".
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