Testbericht

Vielseitig: Toshiba Satellite A300D-167 im Test

Die Redaktion von onlinekosten.de hat wieder ein Toshiba Notebook getestet – diesmal ein Exemplar mit AMD-Prozessor, ATI Radeon HD 3470 und Login per Gesicht statt Passwort oder Finger.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com
Vor kurzem stellte Toshiba mit dem Satellite A300D-167 ein neues Allround-Notebook mit Gesichtserkennungssoftware vor. Mit der Mittelklasse-Grafik, einem kraftvollen Lautsprechersystem und dem gelungenen Design eignet sich der 2,7 Kilogramm schwere Rechner auch für Multimedia-Anwender. Aber wie sieht es mit der Akkulaufzeit aus? Die Redaktion von onlinekosten.de hat das hübsche Gerät mit AMD-Prozessor getestet.

Schwarzes Glanzstück

Der Neuzugang aus der Satellite A300D-Reihe zielt auf Heim-Anwender ab und kommt im weitverbreiteten 15,4-Zoll-Format. Das Design ist ein wenig außergewöhnlich. Außen fällt der Blick auf die anthrazitfarbene, gestreifte Oberfläche, die sich auch in der Innenausstattung wiederfindet. Ein besonderes Glanzstück ist die glatte Tastatur in Lackoptik. Darüber liegen sechs kühl beleuchtete Multimedia-Tasten und zwei optisch hübsch zurechtgemachte Lautsprecher von harman/kardon, unten links strahlt dem Besitzer ein leuchtendes Satellite-Logo entgegen. Ebenso modern hat Toshiba das Mauspad gestaltet: oben mit einem LED-Streifen und auf der Unterseite mit silberglänzenden Klicktasten.

Glatte Sache

Dies alles sieht ohne Zweifel gut aus, der Bedienkomfort leidet aber ein bisschen unter dem Glanz-Design. Da die Oberfläche der Tastatur sehr glatt ist, rutschen die Finger schon einmal ab. Außerdem ist es minimal schwieriger, die einzelnen Tasten zu treffen, obwohl sie absichtlich kantig gestaltet wurden. Dennoch ist das Tippgefühl insgesamt angenehm, sodass auch längere Texte bequem geschrieben werden können. Hierfür sorgen die großzügigen Abmessungen und die geringen Geräusche beim Tippen. Auch die Verarbeitung gibt keinen Grund zur Beanstandung. Ebenso gut lassen sich das Touchpad und die großen Maustasten bedienen, wobei die Finger hier nicht über eine Vertiefung, sondern über eine griffige Fläche gleiten.

Das Innenleben

Unter der Lackhaube arbeitet ein Athlon 64 X2 Dual-Core-Prozessor Prozessor Typ TK-57 mit 1,9 Gigahertz von AMD, was Toshiba in den Modellnamen der Notebooks durch ein "D" kennzeichnet. Die Grafikkarte stammt ebenfalls von AMD. Zum Einsatz kommt eine ATI Radeon HD 3470 mit 256 Megabyte eigenem Speicher. Die Karte ist der unteren Mittelklasse zuzuordnen und demnach eher für Multimedia-Zwecke als für anspruchsvolle 3D-Games mit DirectX-10 gedacht. So wurden im Test beim Benchmark-Programm von Call of Juarez bei einer Auflösung von 1.024x768 Pixel und niedrigen Details im Schnitt nur 11,7 Frames pro Sekunde (fps) erreicht, der Devil May Cry 4 Benchmark lief mit rund 22 fps schon deutlich flotter. Eine Runde World in Conflict lässt sich mit 1.280x800 Bildpunkten flüssig spielen – mit niedrigen Details. Was der Grafikchip leider nicht bietet, ist ein HDMI-Ausgang. Ein externer Monitor kann stattdessen über den DVI-Port angeschlossen werden. Toshiba spendiert dem Rechner drei Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, ein Aufrüsten ist auf bis zu vier GB möglich. Die Festplatte speichert 250 GB und liefert somit ausreichend Platz für Fotos und Videos. Wie üblich ist ein 8-fach DVD-Brenner dabei, der auch CDs und Double Layer-Rohlinge beschreiben kann. Als Betriebssystem ist Windows Vista Home Premium vorinstalliert. Ein nettes Extra ist die 1,3-Megapixel-Kamera, die zusammen mit einer speziellen Software die Anmeldung per Gesichtserkennung ermöglicht. So muss der Nutzer sich kein Passwort merken und nur sein Antlitz vor die Linse halten – praktisch, wenn das Notebook von mehreren Familienmitgliedern genutzt wird. Durch das Setup leitet ein Assistent, der ein paar Runden Kopfnicken und seitliche Aufnahmen verlangt. In der Praxis zeigte sich der elektronische Türsteher bei der Einrichtung etwas zickig, funktionierte aber nach wenigen Versuchen tadellos.

Soundgewaltig

Das Display mit einer Auflösung von 1.280x800 Bildpunkten im Widescreen-Format ist mal wieder spiegelnd, so wie man es bei Multimedia-Laptops häufig vorfindet. Dies hat eine schönere Optik mit kräftigen Farben zum Vorteil, aber leider – je nach Lichteinfall – störende Spiegeleffekte als Nachteil. Bezüglich der Blickwinkel liefert das Satellite A300D-167 ein schon oft gesehenes Bild: Bei seitlichem Blick bleibt die Darstellung stabil, der vertikale Einfallswinkel fällt kleiner aus. Zusammen mit den hochwertigen Lautsprechern ist jedenfalls Filmspaß für unterwegs garantiert. Der klare und satte Sound klingt wesentlich besser als aus Durchschnitts-Boxen und lässt sich auch laut genug aufdrehen. Zur bequemen Steuerung können die sechs berührungsempfindlichen Tasten genutzt werden, die zum Beispiel den Windows Media Player aufrufen oder das Video vorspulen.

Kontakt nach außen

Eine Verbindung zum Internet kann per LAN, 56K-Modem oder WLAN nach den Funkstandards 802.11 b/g aufgebaut werden, der schnellere N-Standard wird noch nicht unterstützt. Zu den weiteren Schnittstellen zählen ein ExpressCard Steckplatz, ein 5-in-1 Kartenleser, S-Video, FireWire, SPDIF für ein Lautsprechersystem sowie vier USB-Ports, die sich auf beide Seiten aufteilen. Wer hierüber seinen MP3-Player aufladen möchte, kann dies auch dann tun, wenn das Notebook ausgeschaltet ist – Toshiba nennt dies Sleep n´Charge. An der Vorderseite finden Kopfhörer und Mikrofon Anschluss, außerdem liegen hier der WLAN-Schalter und ein Rädchen zum Verstellen der Lautstärke. Bluetooth ist nicht dabei.
Im normalen Betrieb gibt das Notebook so gut wie keine Geräusche von sich. Ist der Prozessor mit Arbeit ausgelastet, ist der Lüfter hörbar aber nicht störend. Zudem erwärmt sich der Rechner relativ schnell. Für Einsteiger vielleicht ganz nett, für fortgeschrittene Computernutzer wahrscheinlich eher weniger erfreulich sind die vielen Programme, die beim ersten Start ihren Dienst antreten wollen, wie zum Beispiel Googles Bilderdienst Picasa, Google Earth und die Google Toolbar. Wer sie nicht möchte, bricht die Installation einfach ab.

Fazit: Allrounder mit Akkuschwäche

Wer ein Notebook für verschiedene Zwecke, wie zum Surfen, Videos ansehen und zum Arbeiten sucht, ist mit dem Satellite A300D-167 gut bedient. Beim Multimedia-Einsatz sind außerdem die hochwertigen Marken-Lautsprecher und die Touch-Tasten positiv hervorzuheben. Mit der Akkulaufzeit platziert sich der Laptop allerdings eher auf den hinteren Rängen. Als kürzeste Laufzeit unter Vollast wurden mit dem Programm Battery Eater rund 95 Minuten ermittelt. Beim Lesen von Word-Dokumenten schafft das Lithium-Ionen-Exemplar etwa 140 Minuten. Der Bildschirm war bei beiden Messungen permanent eingeschaltet und auf mittlerer Helligkeitsstufe eingestellt.

Name: Satellite A300D-167
Hersteller: Toshiba
Internet: www.toshiba.de
Preis: UVP 699 Euro
Technische Daten
Prozessor: AMD Athlon 64 X2 Dual-Core Prozessor TK-57 mit 1,9 GHz
Grafikkarte: ATI Mobility Radeon HD 3470 mit 256 MB
Bildschirm: 15,4 Zoll WXGA (1.280x800 Pixel)
Batterie: Lithium-Ion-Akku: Laufzeit: 95 Minuten unter Vollast / 140 Minuten maximal (WLAN aus)
Speicher: 3 GB (2 + 1 GB DDR2 mit 667 MHz)
Festplatte: 1x 250 GB
Laufwerk: DVD-SuperMulti
Soundkarte: Conexant High Definition
Kommunikation: LAN, WLAN (802.11b/g), Modem
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium
Abmessungen: BxTxH in cm: 36,3x26,7x3,5 (Vorderseite) / 3,9 (Rückseite), ca. 2,7 Kilogramm
Anschlüsse: 4x USB, DVI, S-Video, SPDIF, FireWire, Kartenleser, Mikrofon, Kopfhörer, ExpressCard
Benchmarks: Vista Leistungsindex: CPU: 4,7 / RAM: 5,0 / 2D: 4,0 / 3D: 4,1 / HDD: 5,2
3DMark06: 1.914
PCMark05: 3.758
Garantie: zwei Jahre
Pro & Contra
außergewöhnliches Design
komfortable Tastatur
gute Sound- und Bildwiedergabe
viele Anschlüsse
geringes Gewicht
recht kurze Akkulaufzeit
kein Bluetooth, kein HDMI
spiegelndes Display
Bewertung:
Geschwindigkeit (25%): gut
Ausstattung (25%): gut
Ergonomie (20%): gut
Akkulaufzeit (20%): ausreichend
Verarbeitung (10%): gut
Gesamt: gut (2,4)
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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