Testbericht

Transformer im Test: außen Maus, innen Gamepad

Genius hat eine Maus herausgebracht, die sich wie ein Klapp-Handy öffnen lässt. Von außen sieht sie aus wie ein herkömmlicher Nager, innen steckt allerdings ein vollwertiger Controller zum Zocken.

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Diese Maus reißt ihre Klappe ganz schön weit auf: Die neue Navigator 365 Laser von Genius sieht zwar auf den ersten Blick wie eine herkömmliche Computermaus aus, wie wir bereits berichteten, versteckt sich im Inneren allerdings ein Controller für Computerspiele samt 8-Wege-Steuerkreuz. Die Redaktion von onlinekosten.de hat den kleinen Nager im Klapphandy-Format getestet.

Mit "Schlafsack"

Die Lasermaus wurde für den Einsatz am Notebook entwickelt und ist dementsprechend kompakt. Mit ihren Maßen von 5,0 x 8,5 x 2,3 Zentimetern und dem Gewicht von 85 Gramm lässt sie sich bequem transportieren. Damit der Nager unterwegs in der Laptop-Tasche keinen Schaden nimmt, hat Genius eine passende Hülle beigelegt, die gut gepolstert ist. Ansonsten befinden sich noch eine Software-CD und ein Handbuch im Lieferumfang. Die Maus wird per USB-Kabel an den Rechner angeschlossen und dort automatisch vom Betriebssystem erkannt. Dabei ist sie kompatibel mit Windows 2000, 2003, XP, XP x64 und Vista und versteht sich auch mit Mac OS X ab Version 10.2.8. Die selbsterklärende Software muss nur installiert werden, wenn der Nutzer die Tastenbelegung ändern oder weitere Einstellungen vornehmen möchte.

Aufgeklappte Maus = Gamepad

Um nun den Controller nutzen zu können, muss man lediglich das schwarz-silberne Gehäuse wie ein Klapp-Handy öffnen. Die Maus schnappt dabei automatisch auf und zu. Das Gamepad bietet ein 8-Wege-Steuerkreuz, sechs Aktionsbuttons, zwei Schultertasten rechts und links sowie eine Turbo- und eine Clear-Taste. Analoge Sticks sind leider nicht dabei, dies wäre aufgrund mangelnden Platzes auch nicht möglich. Die Turbo-Taste legt eine Dauerfunktion für die einzelnen Aktionstasten an: Hält man sie gedrückt und wählt dann eine entsprechende Taste aus, ist die Funktion – zum Beispiel Dauerspringen oder -schießen – eingerichtet. Um sie später abzurufen, muss der Spieler die Aktionstaste gedrückt halten. Zum Löschen der Einstellung dient der Clear-Knopf.

Die verschiedenen Tasten können natürlich individuell belegt werden. Als Controller liegt die Transformer-Maus ganz gut in der Hand. Ein wenig unbequem ist allerdings der Winkel: Leider lässt sie sich nicht komplett im 180-Grad-Winkel umklappen. Ob dies nun wirklich stört oder nicht, ist sicherlich Geschmackssache. Die schwarze Oberfläche ist recht griffig, sodass die Finger beim Spielen nicht so leicht abrutschen können. Insgesamt funktioniert die Steuerung sehr gut, auch am Druckpunkt der Tasten kann man nichts bemängeln. Zugeklappt erhält man eine Notebook-Maus mit rechter und linker Maustaste sowie einem Scrollrad, das sich mit einer Funktion belegen lässt. Die Schultertasten des Gamepads dienen nun zum Scrollen nach rechts oder links, umprogrammieren kann man sie leider nicht. Dafür ist die Maus schnell unterwegs: Der Laser bietet eine Auflösung von 1.600 DPI und kann die Bewegungen des Nutzers somit genau umsetzen. Zum Surfen oder bei der Büroarbeit empfiehlt sich, die Auflösung auf 800 DPI zu drosseln. Dies lässt sich direkt an der Maus einstellen – einfach beide Maustasten und das Scrollrad drücken.

Für Links- und Rechtshänder

Insgesamt ist die Maus auf der Außenseite nicht so griffig wie innen. Die silbernen Tasten sind recht glatt, bieten jedoch einen guten Widerstand. Mit den vier Gleitpads auf der Unterseite huscht der kleine Nager außerdem leicht und gleichmäßig über das Mauspad, den Tisch oder den Oberschenkel. Mit ihren kompakten Maßen lässt sich die Maus zwar bequem in der Tasche verstauen, in puncto Komfort birgt dies allerdings Nachteile. Bei längerem Arbeiten kann sich dies in Form von Ermüdungen der Hand bemerkbar machen. Dies trifft wohl vor allem auf Nutzer mit größeren Händen zu. Beim Einsatz zwischendurch bereitet sie jedoch keine Probleme. Aufgrund der symmetrischen Form eignet sich das 2-in1-Gerät auch für Linkshänder.

Fazit: Die Navigator 365 Laser von Genius lässt sich durchweg als originelles Gadget bezeichnen. Die Steuerung ist sowohl im Mausbetrieb als auch beim Game-Controller präzise. Da beide Varianten automatisch vom Betriebssystem erkannt werden, kann man unterwegs schnell von der Tabellenkalkulation zum Computerspiel wechseln. Die Maus eignet sich für Nutzer, die eine kleine Maus fürs Notebook suchen und gerne mit einem richtigen Gamepad spielen möchten, aber keinen zusätzlichen Controller mitnehmen wollen. Genius gibt den Preis mit 39,90 Euro an – nicht gerade wenig für ein Eingabegerät. Der Straßenpreis liegt jedoch bei rund 25 Euro.

Name: Navigator 365 Laser
Hersteller: Genius
Internet: www.genius-europe.com
Preis: UVP 39,90 Euro
Technische Daten
Abmessungen: 5,0 x 8,5 x 2,3 cm
Gewicht: 85 Gramm
Auflösung: 1.600 DPI / 800 DPI (Laser)
Programmierbare Tasten: Maus: Scrolltaste, Gamepad: sechs Aktionstasten, zwei Schultertasten
Schnittstelle: USB
Betriebssysteme: Windows 2000, 2003, XP, XP x64, Vista, Mac OS X
Besonderheiten: Tasten zum Seitwärts-Scrollen, Joypad auf der Innenseite
Lieferumfang: Laser-Maus, Software-CD, Handbuch, Aufbewahrungstasche
Pro & Contra
1.600-DPI-Laser
800 DPI einstellbar
für Links- und Rechtshänder
praktisch und unkompliziert
präzise Steuerung
im Maus-Betrieb nur eine programmierbare Taste
als Maus recht unbequem, da zu klein und zu flach
Bewertung:
Ergonomie (30%) befriedigend
Ausstattung (30%): sehr gut
Software (20%): gut
Verarbeitung (20%): gut
Gesamt: gut (1,8)
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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