Notebooks

Toshiba Satellite U500-Test - Sub mit Knautschzone

Die neue Subnotebook Serie von Toshiba besticht durch ein robustes Gehäuse in dunkelbraun - mit Amboss-Muster. Genau wie das Werkzeug zeigt sich auch der 13-Zöller üppig und schwer.

Die neue Subnotebook Serie von Toshiba besticht durch ein robustes Gehäuse in dunkelbraun - mit Amboss-Muster. Genau wie das Werkzeug zeigt sich auch der 13-Zöller üppig und schwer.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com
Nachdem der Hardware-Markt lange Zeit auf kleine Netbooks schaute, treten jetzt wieder vermehrt die "alten" Kompakt-Laptops in Augenschein: die sogenannten Subnotebooks. Auch Toshiba hat in diesem Bereich ein neues Modell herausgebracht. Die auf den Namen Satellite U500 getaufte Serie mit 13,3-Zoll-Display hat erst Ende August drei neue Mitglieder erhalten. Sie sind deutlich günstiger als die ersten U500-Exemplare, die einen Monat zuvor in den Verkauf gingen. Wir haben eines der neuen Modelle für 799 Euro getestet: das Satellite U500-121.

Inhalt:

1. Satellite U500: Stabil wie ein Amboss
2. Hardware und Display
3. Akku-Leistung, Fazit und Fakten-Tabelle

Gehäuse und Innenverkleidung sind aus dem selben Holz geschnitzt, genauer gesagt: aus dem gleichen, festen Material. Der solide Panzer des Satellite U500 in dunkelbraun ist gemustert und erreicht dadurch nicht nur einen bessere Griff, sondern trotzt auch Abdrücken der Fingerkuppen. Als Motiv hat Toshiba - man wird es nicht erraten können - eine Ansammlung unzähliger Ambosse gewählt. Warum das japanische Unternehmen solch derbes Werkzeug mit einem Notebook verbindet, hat Toshiba zwar nicht an die große Glocke gehangen, es passt aber zum stabilen Gesamteindruck des Satellite U500-121. Damit das dunkle, matte Material nicht allzu wuchtig aussieht, umrahmen silberfarbene Zierleisten den Rechner außen und innen.

Abschaltbare Beleuchtung

Diese begrenzen auch die beiden Lautsprecher. Schaltet man das Notebook ein, leuchten oberhalb der Tastatur die Multimedia-Sondertasten auf. Auch die Leiste über dem Touchpad sowie das Satellite-Logo schmücken sich mit dem kühlen Weiß-Ton. Einmal oben auf den passenden Button gedrückt und schon lässt sich die Beleuchtung auf Wunsch abstellen. Trotz allem wirkt das Satellite U500 für ein Subnotebook ziemlich kräftig. An der dicksten Stelle misst der etwa 32x23 Zentimeter (cm) große Laptop immerhin 3,8 cm. Die gleiche Höhe hat auch der 16-Zöller Toshiba Satellite A350D (Test), das 14 Zoll große MSI GX400 (Test) ist zum Beispiel nur drei cm hoch.

Tastatur: Glatte Ausnahme

Auch das Gewicht von 2,3 Kilogramm macht das Subnotebook nicht mobiler. Die schwarze Tastatur ist als einziges Element glänzend, daher muss ab und zu geputzt werden, um den schönen Look zu erhalten. Das Tippen geht gut und leise von der Hand, allerdings muss man sich kurz an die flachen und glatten Tasten gewöhnen. Die Sensorleiste wird insbesondere Multimedia-Nutzern gefallen. Das Touchpad akzeptiert Gesten mit zwei Fingern und kann daher auch zum einfachen Zoomen und Blättern genutzt werden. Oberhalb hat der Hersteller einen Button angebracht, der das Pad auf Knopfdruck deaktiviert. Nach dem ersten Start fällt der schon ganz gut befüllte Desktop auf. Toshiba beehrt seine Kunden oftmals mit diverser Gratis-Software wie Google Desktop, die Google Toolbar und Picasa. Verknüpfungen zu eBay und Amazon sind ebenfalls vorhanden. Wer sich davon gestört fühlt, muss also erstmal einmal großzügig löschen.

Technische Daten

Als Basis hat Toshiba einen Intel Core 2 Duo T6500 Prozessor mit 2,1 Gigahertz versenkt, der Arbeitsspeicher ist vier Gigabyte (GB) groß. Er lässt sich noch auf bis zu acht GB erweitern und kann auch voll ausgenutzt werden: Im Lieferumfang ist Windows Vista Home Premium sowohl als 32- als auch als 64-bit Version enthalten. Auf unserem Satellite U500-121 Testgerät war aber nur die 32-bit-Variante installiert. Die CPU packe im Test 96 JPG-Fotos (235 Megabyte) mit 7-Zip in etwa 13 Sekunden, das Toshiba Tecra S10 (Test) mit T9550 mit 2,66 GHz benötigte elf Sekunden. Die Festplatte speichert 250 GB und wird durch den Toshiba HDD-Schutz bei Erschütterungen vor einem Datenverlust und Schäden bewahrt.

Um die Grafik kümmert sich ein Intel GMA 4500MHD, der mit auf den RAM zugreift und daher für Spielefans weniger attraktiv ist. Filme in High Definition kann er aber schultern. Im Test ließ sich eine 1080p-Datei (WMV) problemlos abspielen, eine Übertragung auf den Fernseher ist per HDMI, auf einen Monitor per D-Sub möglich. Für 720p-Videos genügt auch die Displayauflösung: 1.280x800 Pixel sind mit an Bord. Wer die Leistung des U500-121 lieber in Zahlen ausgedrückt vergleicht, findet auf Seite 3 Benchmark-Ergebnisse und Zugriffszeiten der Festplatte.

Display und Anschlüsse

Der Bildschirm ist spiegelnd, was in Fensternähe die Aussicht auf Filme, Fotos oder das Internet verschlechtern kann - extrem ist der Effekt aber nicht. Die Blickwinkel fallen nicht aus der Reihe und auch die Farbwiedergabe liegt im üblichen Bereich. Ebenso unauffällig sind die Lautsprecher, die nach typischem Notebook-Sound klingen: etwas blechern.


Über dem Display befindet sich die obligatorische Webcam, die sich auch mit der Gesichtserkennungssoftware nutzen lässt. Was nicht jedes Subnotebook bietet, ist ein Laufwerk. Das Satellite U500 hat aber genug Platz für einen 8-fach DVD-Brenner. Des Weiteren wurden ein 5-in-1 Kartenleser, SPDIF, drei USB-Ports (davon 1x gleichzeitig eSATA), ein ExpressCard-Schacht sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer in den Rahmen eingelassen. Unter dem Stichwort Kommunikation versammeln sich Gigabit LAN, WLAN 802.11 a/b/g/Draft-n und Bluetooth. Genau wie das Gewicht macht auch die Akkulaufzeit nicht gerade einen Subnotebook-Eindruck. Als kürzeste Laufzeit ermittelte der Battery Eater bei mittlerer Displayhelligkeit lediglich 85 Minuten, in der Praxis dürfte aber eine längere Laufzeit drin sein. Als längsten Zeitraum beim Lesen von Text-Dokumenten ließ sich die Energie auf 235 Minuten strecken. Auch hier war das Display permanent an, der WLAN-Empfang aber abgeschaltet. Die Beleuchtung war bei beiden Messungen aus. Ein Bonbon ist der Ökomodus (Eco Utility), der mit einer eigenen, grün-beleuchteten Taste gestartet wird. In diesem Zustand fährt die Beleuchtung herunter und die Festplatte schaltet sich ab – alles, um Strom zu sparen. Währenddessen kann der Nutzer den aktuellen Verbrauch im Auge behalten: In der Stromspar-Einstellung zeigte der Ticker zum Teil nur 15 Watt, ohne Stromsparmodus und bei der Videowiedergabe von der Festplatte im Schnitt 30 Watt.

Fazit: Trotz des Subnotebook-Formats nicht wirklich mobil

Das Satellite U500-121 von Toshiba macht einen grundsoliden und stabilen Eindruck. Alltägliche Anwendungen meistert es ohne Abstriche, der Prozessor ist stark, das Design ausgefallen und auch der Festplatten-Schutz gefällt. Es ist ein hochwertiges Notebook - keine Frage. Unverständlich sind aber die sperrigen Maße und das hohe Gewicht. Ein Subnotebook sollte schließlich mobil sein, hierzu mag zwar auch robustes Auftreten gehören, so üppig muss ein 13,3-Zöller aber auch trotz DVD-Laufwerk nicht sein.

Daher werden Nutzer, die ein Notebook zum Mitnehmen suchen, sicher auf leichtere Laptops ausweichen. Wer noch ein paar Gramm mehr auf der Schulter verkraftet, könnte stattdessen einen 15-Zöller nehmen. In der gleichen Größenklasse sind für 700 bis 800 Euro auch schon Subnotebooks mit dedizierter Grafik oder längerer Akkulaufzeit - dann aber mit schwächerem Prozessor - zu finden. Die Entscheidung, ob ein sicherer Amboss-Panzer oder wirkliche Mobilität erwünscht ist, liegt beim Käufer.

Weitere Notebook Tests, News und Tipps zum Kauf von Laptops und Netbooks liefert die Notebook Unterseite.

Name: Satellite U500-121
Hersteller: Toshiba
Internet: toshiba-europe.com
Preis: UVP 799 Euro
Technische Daten
Prozessor: Intel Core 2 Duo T6500 mit 2,1GHz
Grafikkarte: Onboard: Intel GMA 4500MHD
Bildschirm: 13,3 Zoll (1.280x800 Pixel)
Batterie: Lithium-Ionen-Akku: Laufzeit: 85 Minuten unter Vollast / 235 Minuten maximal (WLAN aus)
Speicher: 4 GB (2x2 GB DDR2 800 MHZ
Festplatte: Fujitsu 1x 250 GB mit 5.400 U/Min
Laufwerk: DVD Super Multi
Soundkarte: Realtek HD Audio
Kommunikation: Gigabit LAN, WLAN (802.11 a/b/g/Draft-n), Bluetooth
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium 32- und 64-Bit
Abmessungen: BxTxH: 317 x 230,6 x 31,9 – 38,2 Millimeter; 2,3 Kilogramm
Anschlüsse: HDMI, D-Sub, 5-in-1 Kartenleser, SPDIF, drei USB-Ports (davon 1x eSATA), ExpressCard, Mikrofon, Kopfhörer
Benchmarks/Zahlen: Vista Leistungsindex: CPU: 5,1 / RAM: 4,9 / 2D: 4,1 / 3D: 3,8 / HDD: 5,9

PCMark05: 4.583
3DMark03: 2.475
3DMark06: 884

HDD: Transferrate ca. 69 MB/Sekunde
Zugriffszeit: 17,8 Millisekunden
Datendurchsatz: 97,4 MB/Sekunde
Garantie: zwei Jahre
Pro & Contra
robustes Gehäuse
gute Tastatur
Bluetooth und ExpressCard
Gesichtserkennung
hübsche Beleuchtung
Gesten-Touchpad
Strom-Verbrauchsanzeige
für ein Subnotebook zu kurze Akkulaufzeit
dick und schwer
Bewertung:
Geschwindigkeit (25%): gut
Ausstattung (25%): gut
Ergonomie (20%): befriedigend
Akkulaufzeit (20%): befriedigend
Verarbeitung (10%): gut
Gesamt: gut (2,4)
Preis-Leistung: befriedigend

(Saskia Brintrup)

Zum Seitenanfang