Testbericht

Toshiba Satellite A350D im Test: Allround-Notebook

Die Satellite A350D-Serie von Toshiba soll elegant designte Allround-Notebooks bieten. Das von der Redaktion getestete A350D-10O mit 16-Zoll-Display ist im Internet ab rund 650 Euro erhältlich und auch für ein Spielchen zu haben.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com
Die Toshiba Satellite A350D-Serie soll Allround-Funktionen und elegantes Design miteinander verbinden. Optisch lässt sich – zumindest auf den zweiten Blick – klar die Verwandtschaft zum Satellite A300D Notebook erkennen, wobei die Japaner bei dem größeren Modell den Fokus auf den Bildschirm gelegt haben. Die Redaktion von onlinekosten.de hat das 16-Zoll-Notebook mit 16:9-Display getestet.

Inhalt:

1. Aussehen und Tastatur
2. CPU, Grafik und Display
3. Schnittstellen, Akku und Fazit

Glanz, wohin das Auge reicht

Aus dem Karton holt der Nutzer ein etwa 38x27 Zentimeter (cm) großes und an der dicksten Stelle rund 3,9 cm hohes Notebook hervor, das knapp drei Kilogramm wiegt. Das Design lässt sich aufgrund der schwarzen Hochglanz-Lackierung als edel bezeichnen. Der Nachteil dieser im Multimedia-Bereich beliebten Gestaltung ist, dass man den Laptop am besten nur an den nötigsten Stellen berühren beziehungsweise ständig ein Putztuch zum Abwischen von Fingerabdrücken griffbereit halten sollte. Ein solches hat Toshiba gleich dazugepackt, ansonsten noch das übliche Handbuch, eine Kurzanleitung und ein recht sperriges Netzteil.

Bekannter Eindruck

Nach dem Aufklappen, was nur mit zwei Händen gelingen möchte, offenbart sich ein bekannter Look: Auf die anthrazitfarbene, gestreifte Oberfläche mit der schwarzen Hochglanz-Tastatur wurde auch schon beim Satellite A300D gesetzt, das unsere Redaktion in der Variante A300D-167 getestet hat. Die Vor- und Nachteile entsprechen sich daher: Zwar kann man mit der Tastatur insgesamt gut tippen, dennoch sind die glatten Tasten gewöhnungsbedürftig. Auch die Sensor-Buttons, die hübsch designten harman/kardon-Lautsprecher und die silbernen Klicktasten unterscheiden sich nicht. Diese wollen allerdings mit etwas mehr Kraft heruntergedrückt werden – ein Antippen reicht hier nicht. Das beleuchtete Logo zeigt den Toshiba Schriftzug.

Der Desktop ist ab Werk etwas zu üppig bestückt und versammelt zum Beispiel Picasa, Google Desktop sowie Links zu Amazon und eBay. Groß ist auch der Arbeitsspeicher mit vier Gigabyte (GB) ausgefallen. Da Windows Vista Home Premium aber nur in der 32-Bit Version installiert ist, wird der Besitzer nur drei GB nutzen können. Um auf das volle Potential zuzugreifen, wäre die 64-Bit Variante notwendig – immerhin verträgt das Mainboard bis zu acht GB RAM. Das Satellite A350D wurde in der Konfiguration A350D-10O geliefert, wobei das D immer die CPU als AMD-Exemplar kennzeichnet. Im Innern hat sich ein AMD Turion X2 Dual Core Prozessor RM-70 mit 2,0 Gigahertz eingenistet. Um einen Ausblick auf die Leistung zu geben, hat onlinekosten.de wie üblich mit dem Programm 7-Zip 96 JPG-Fotos (235 Megabyte) gepackt. Dies erledigte die CPU innerhalb von etwa 20 Sekunden und war damit eher langsam. Schneller war zum Beispiel der Intel Core 2 Duo P7350 im MSI GX400 – bei gleicher Taktfrequenz.

Gute Mittelklasse-Grafik

Damit es beim Anlegen der Film-, Musik- oder Datensammlung nicht zu Engpässen kommt, hat Toshiba gleich zwei Festplatten mit je 250 GB eingeschraubt. Das 16:9 Display löst mit 1.366x768 Pixeln auf und richtet sich nach den Befehlen einer ATI Radeon HD 3650, die auf 512 Megabyte (MB) eigenen Speicher zugreifen kann. Die Grafikkarte siedelt sich in der Mittelklasse an und stellt daher auch Computerspiele in Aussicht, wenn an den Details geschraubt wird. Die Benchmark-Ergebnisse von PCMark05, 3DMark06 sowie Call of Juarez und Devil May Cry 4 liefert die Tabelle auf Seite 3.

Typisch: Spiegel-Display

Ansonsten lädt der Grafikchip auch zum High Definition Genuss oder generell zur Videowiedergabe ein. Zwar hat Toshiba wieder kein Blu-ray-Laufwerk, sondern einen DVD-Brenner eingebaut, hochauflösende Dateien lassen sich aber auch von der Festplatte abspielen und unterwegs auf dem breiten Bildschirm anzeigen. Das Satellite A350D gehört zur Hochglanz-Riege und hat daher im Freien oder in Fensternähe mit Spiegel-Effekten zu kämpfen. Die Blickwinkel könnten etwas größer ausfallen, die Anzeige noch ein wenig heller. Passend zum großen Display zeigt sich auch der Sound stolz: Wie schon im Toshiba Satellite A300D-167 bringen die Lautsprecher für ein Notebook einen satten und lauten Klang. Oberhalb ist eine 1,3-Megapixel-Webcam angebracht, die zusammen mit der Gesichtserkennungssoftware ein Log-In per Blickkontakt ermöglicht. Dies konnte unsere Redaktion bereits beim kleineren Modell ausprobieren.

Alternativ lassen sich die Filme per HDMI auf den Flachbildfernseher oder über D-Sub an einen Monitor senden. Zu den weiteren Schnittstellen zählen vier USB-Ports, von denen einer gleichzeitig als eSATA-Anschluss dient, SPDIF, FireWire, S-Video, Mikrofon und Kopfhörer. Kommuniziert wird per LAN (aber nur mit 100 Megabit pro Sekunde) oder WLAN 802.11 b/g/n, ein Kartenleser und ein ExpressCard-Schacht sind ebenso vorhanden – Bluetooth hingegen nicht.

Fazit: Multimedia-Notebook mit Faible für Fingerabdrücke

Das Toshiba Satellite A350D ist etwas größer und schwerer als das A300D, kann dafür jedoch auch mit einem 16:9 Display und einem HDMI-Anschluss punkten, den der kleinere Bruder vermissen ließ. Für den Multimedia-Einsatz ist das Notebook mit der guten Grafikkarte und den zahlreichen Schnittstellen gut gerüstet, ein Spielchen zwischendurch ist auch drin. Die vom Hersteller empfohlenen 899 Euro sind mittlerweile zu happig, in Onlineshops ist es ab rund 650 Euro zu haben.

An Software ist nur Microsoft Works dabei. A propos arbeiten: Fordert man das Notebook nur wenig heraus, ist es sehr leise. Wachsen die Anforderungen an die Hardware, legt sich der Lüfter ins Zeug. Nicht herausragend ist die Akkulaufzeit: Bei voller Auslastung hielt der Akku weniger als eine Stunde durch, im Energiesparmodus befeuerte er das Notebook etwa zwei Stunden und 15 Minuten. Gemessen wurde dies mit der Software Battery Eater, die in etwa die kürzeste und längst-mögliche Zeitspanne misst.

Weitere Toshiba Notebooks im Test gibt es auf der Notebook Unterseite.

Name: Satellite A350D-10O
Hersteller: Toshiba
Internet: www.toshiba.de
Preis: UVP 899 Euro
Technische Daten
Prozessor: AMD Turion X2 Dual Core Prozessor RM-70 mit 2,0 GHz
Grafikkarte: ATI Mobility Radeon HD 3650 mit 512 MB
Bildschirm: 16 Zoll (1.366x768 Pixel)
Batterie: Lithium-Ion-Akku: Laufzeit: 55 Minuten unter Vollast / 135 Minuten maximal (WLAN ein)
Speicher: 4 GB (2x2 GB) DDR2 mit 800 MHz
Festplatte: 2x 250 GB mit 5.400 U/Min
Laufwerk: DVD-SuperMulti
Soundkarte: Realtek High Definition Audio
Kommunikation: LAN, WLAN (802.11b/g/n), 56K-Modem
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium
Abmessungen: BxTxH in mm: 383 x 267 x 34,5 (Vorderseite) / 38,5 (Rückseite)
ab 2,94 Kilogramm
Sonstiges: Webcam mit Gesichtserkennung
Anschlüsse: 3x USB + 1x eSATA/USB, FireWire, D-Sub, HDMI, SPDIF, S-Video, Kartenleser (SDCards, Memory Stick, Memory Stick Pro, MultiMedia Card, xD-Picture Card), Mikrofon, Kopfhörer, ExpressCard
Benchmarks: Vista Leistungsindex: CPU: 3,6 / RAM: 4,0 / 2D: 2,9 / 3D: 5,1 / HDD: 5,3
3DMark06: 3.741
PCMark05: 4.183

Frames pro Sekunde (fps), jeweils Mittelwerte:
DirectX-10-Benchmark Devil May Cry 4: 47 fps (1.280x720 Pixel, Details low)
23 fps (hohe Detail-Stufe, Vsync aktiviert, 2x Anti-Aliasing).
DirectX-10-Benchmark Call of Juarez:
20,6 fps (1.280x720 Pixel, Details low).
11,4 fps (1.920x1.080 Pixel)
Garantie: zwei Jahre
Pro & Contra
schönes Design
gute Grafikkarte
viele Schnittstellen
Gesichtserkennung
guter Sound
zu kurze Akkulaufzeit
überall Hochglanz-Look
kein Bluetooth
Bewertung:
Geschwindigkeit (25%): gut
Ausstattung (25%): gut
Ergonomie (20%): gut
Akkulaufzeit (20%): ausreichend
Verarbeitung (10%): gut
Gesamt: gut (2,4)
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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