Testbericht

Toshiba Dynadock U3.0 im Test: Universal-Dock

Das Dynadock U3.0 mit USB-Ports, HDMI, DVI und 5.1-Audioausgängen passt nicht nur perfekt zum Z830 Ultrabook von Toshiba, sondern versteht sich mit sämtlichen Windows-Notebooks. Einfach per USB-3.0-Kabel verbinden und bis zu drei weitere Displays ansteuern – wir haben es getestet.

Das Dynadock U3.0 mit USB-Ports, HDMI, DVI und 5.1-Audioausgängen passt nicht nur perfekt zum Z830 Ultrabook von Toshiba, sondern versteht sich mit sämtlichen Windows-Notebooks. Einfach per USB-3.0-Kabel verbinden und bis zu drei weitere Displays ansteuern – wir haben es getestet.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Nicht jedes Notebook ist mit unzähligen Schnittstellen für Peripherie aller Art gesegnet. Unterwegs ist die sparsame Bestückung mancher Subnotebooks oder auch größerer Geräte weniger dramatisch, soll der Rechner aber am Schreibtisch einen Desktop-PC ersetzen, ist es deutlich komfortabler, wenn weitere Ports zur Verfügung stehen. Die Lösung: Eine Docking-Station – insbesondere im Business-Umfeld zu finden. Im Zuge der Ultrabooks und ihrer in der Regel kleinen Anschlussauswahl werden die Erweiterungen auch für Privatanwender interessanter. Toshiba hat eine neue Docking-Station, die Dynadock U3.0, im Programm, die nicht nur mit den Laptops des japanischen Herstellers, sondern mit sämtlichen Notebooks verwendbar ist, die auf Windows basieren und über einen USB-Anschluss verfügen. Wir haben die Dynadock-Station getestet.

Docking-Station in zwei Farbvarianten

Das Dynadock U3.0 ist in zwei baugleichen Versionen verfügbar, die sich lediglich in ihrer Optik unterscheiden. Passend zu den Ultrabook-Serien Toshiba Portégé Z830 und Satellite Z830 gibt es das Dynadock in der Farbe Stahlgrau Metallic für 189 Euro, günstiger ist die Variante im Klavierlack-Look für 179 Euro. Die Docking-Station wiegt etwa 350 Gramm und misst rund 23x7,7x3,2 bis 4,5 Zentimeter (cm) ohne Standfuß. Dieser bringt knapp 200 Gramm auf die Waage und ist dadurch in der Lage, dem Dock eine solide Basis zu bieten: Es wird senkrecht aufgestellt. Die beiden Teile lassen sich einfach zusammenstecken und sind nach dem Einrasten fest genug verbunden. Beim Lösen ist Achtsamkeit gefragt, sonst klemmt man sich schnell die Finger. An der Vorderseite ist der 12,5 cm tiefe Standfuß mit etwa 5 cm zwar recht schmal, läuft aber an der breitesten Stelle auf etwas mehr als 11 cm auseinander. Die dreieckige Form lässt sich nicht so schnell umwerfen, auch ein kräftiger Stoß gegen den Schreibtisch sollte das Dock nicht zu Fall bringen. Vorsicht sollten Nutzer aber dennoch walten lassen, bei einem versehentlichen Rempler an die Oberseite könnte die Station umkippen. Das gilt insbesondere dann, wenn viele Stecker mit dicken Kabeln angeschlossen sind.

Rutschfester Stand

Durchdacht: Unter der Basis sind vier Gummifüße angebracht. Wir haben die Station auf verschiedenen Oberflächen – Kunststoff, Holz, einer Tischdecke, Metall und Glas – ausprobiert und sie blieb in ihrer Position. Verrutschen lässt sie sich nur, wenn sie direkt am Fuß beziehungsweise im unteren Bereich bewusst verschoben wird.

Das Design ist jedenfalls gelungen. Das Dynadock erinnert mit seiner aufrechten Form auf den ersten Blick eher an einen Router als an eine Erweiterungsstation und sieht daher auch abgedockt nicht nach üblicher Büro-Peripherie aus. Der schwarze Hochglanz-Kunststoff ist aber sicher nicht Jedermanns Geschmack. Sowohl Staub als auch Fingerabdrücke lassen die Station schnell zum Fall für das Putztuch werden. Wer es unkomplizierter mag, ist mit der grauen Ausführung besser beraten. Ob die Station gerade an der Steckdose hängt, ist anhand einer blauen Leuchte zu erkennen. Einen Ein-/Ausschalter gibt es nicht. Nutzer, die ihre Stromrechnung im Blick haben und alle unnötigen Energiekonsumenten auf Diät setzen, sollten bei Nichtgebrauch den Netzstecker ziehen. Sobald das Netzteil angeschlossen wird, nimmt das Dock rund 3,4 Watt auf. Im Betrieb stellt sich hingegen keine großartige Steigerung der Leistungsaufnahme ein. Mit einem Notebook und zwei Displays verknüpft, zeigte unser Messgerät 6,1 Watt an.

Ein Kabel, zwölf Anschlussmöglichkeiten

Mitgeliefert werden beim Dynadock U3.0 ein Netzteil, ein Stecker-Adapter für die USA, ein DVI-auf-VGA-Adapter, ein USB-3.0-Kabel und eine CD mit einem Handbuch und Treibern für die Display-Einrichtung.

An Ports stehen auf der Vorderseite Anschlüsse für ein Mikrofon und Kopfhörer sowie zwei USB-3.0-Schnittstellen zur Verfügung. Beide sind Sleep-and-Charge-fähig und lassen sich als Akku-Tankstelle für Smartphones, MP3/MP4-Player und Tablet-PCs nutzen. Das neue Apple iPad konnten wir allerdings nicht aufladen, dafür steht den Anschlüssen offenbar nicht genügend Leistung zur Verfügung. Rückwärtig finden sich zwei weitere USB-3.0-Ports, außerdem zwei USB-2.0-Anschlüsse, ein Gigabit-LAN-Port, HDMI und DVI. Für Besitzer eines Sound-Systems gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute zuerst: Da drei analoge Audio-Anschlüsse für 5.1-Sound vorhanden sind, lässt sich auch ein älterer Verstärker noch anschließen. Die schlechte: SPDIF fehlt. Sollte der jeweilige Laptop also nicht entsprechend gerüstet sein, springt auch die Docking-Station nicht dafür ein. Das frühere Dynadock-Modell von Toshiba kommt mit SPDIF, kann dafür aber nicht mit HDMI und USB 3.0 aufwarten.

Alle Geräte wie Maus, Tastatur, externe Festplatten, USB-Drucker und Monitore werden über ein einziges USB-Kabel versorgt. Das Dynadock U3.0 unterstützt dank eingebautem HD-Grafikcontroller eine Ausgabe auf bis zu drei externen Displays und über HDMI eine Auflösung von bis zu 2.048x1.152 Pixel. Das Notebook-Display eingerechnet, lassen sich also vier Bildschirme verwenden - praktisch für Grafiker oder andere Anwender mit erhöhtem Platzbedarf, deren Notebook-Grafik zu schwach ist, um mit mehreren Displays und einer so hohen Auflösung zu hantieren.

Praxistest über USB 2.0 und USB 3.0

Bei der ersten Nutzung wird die DisplayLink-Software samt Treibern auf dem Windows-Laptop initialisiert, was sich durch einen schwarzen Notebook-Bildschirm und Wechsel zwischen verschiedenen Auflösungen zeigt. Diese Prozedur ist nur einmal vonnöten, bei der nächsten Verwendung muss nur noch zum USB-Kabel gegriffen werden. Anschließend lassen sich die Displays über den typischen Windows-Dialog (Windows-Taste + P) einzeln ansteuern. Der Nutzer kann ihnen eine bestimmte Auflösung zuweisen, ihre Reihenfolge verändern, den Bildschirminhalt des Laptops auf einem zusätzlichen Bildschirm klonen oder die Displays im erweiterten Modus betreiben, um sie für separate Programme oder Browser-Fenster auszuwählen.

Wir haben das Dock mit einem Toshiba Satellite Z830-10J über USB 3.0 sowie USB 2.0 und mit einem Acer Aspire 1825PTZ über USB 2.0 ausprobiert und daran einen Monitor (DVI) und einen Fernseher (HDMI) angeschlossen. Weil damit alle Grafikausgänge der Docking-Station belegt sind, wurde der dritte externe Monitor (VGA) jeweils am Laptop angeschlossen.

In beiden Fällen ließen sich alle vier Bildschirme problemlos ansteuern. Auch über die schmalere Datenspur des USB-2.0-Ports konnten wir ein 1080p-Video flüssig auf andere Bildschirme übertragen. Nichtsdestotrotz steht der Docking-Station via USB 3.0 mehr Bandbreite zur Verfügung. Der aktuelle Standard ist mit 5 Gigabit pro Sekunde in der Theorie zehnmal schneller als USB 2.0, das nur bis zu 480 Megabit pro Sekunde unterstützt. Je mehr Geräte ans Dock wandern, desto mehr Daten muss die Verbindung zwischen Laptop und Dock hin und her schaufeln. Für eine optimale Nutzung empfiehlt Toshiba daher, auf USB 3.0 zurückzugreifen.

Fazit: Erweiterung im Handumdrehen

Die Toshiba Universal-Docking-Station Dynadock U3.0 stellt eine unkomplizierte Möglichkeit dar, den begrenzten Schnittstellenumfang des eigenen Laptops zu erweitern. Durch den integrierten Grafik-Controller fügt sie außerdem ein Leistungsplus für weitere Bildschirme hinzu. Ist auf dem Schreibtisch erst einmal alles fest verbunden, müssen mobile Notebook-Nutzer nach ihrer Rückkehr nur noch USB-Kabel und Laptop zusammenführen und die gewohnte Desktop-Arbeitsumgebung mit großem Monitor, Maus, Tastatur und weiteren Geräten ist gleich einsatzbereit. Ein kleines, aber durchaus praktisches Detail ist der Sleep-and-Charge-Modus der vorderen USB-Ports. So lässt sich die Mobilgeräte-Mannschaft unabhängig von Netzteilen und PCs oder Notebooks aufladen. Vermisst haben wir digitalen Mehrkanalsound (nur über HDMI möglich), einen Kartenleser und einen Netzschalter.

Name: Dynadock U3.0
Hersteller: Toshiba
Internet: de.computers.toshiba-europe.com
Preis: ab 179 Euro (UVP)
Technische Daten:
Abmessungen: 113,8 x 77 x 235 mm mit Standfuß
Gewicht: < 550 Gramm
Kompatibilität: Windows Notebooks mit USB-Port, unterstützt Windows XP, Vista und Windows 7.
Mindestanforderungen: CPU mit 1,6 GHz, 1 GB RAM
Anschlussart: USB 3.0 (USB 2.0)
Schnittstellen: 4 x USB 3.0, 2 x USB 2.0, HDMI, DVI-I Video Out, Mikrofon, Kopfhörer, 5.1 Audio
Sonstiges: Sleep-and-Charge-Funktion
Lieferumfang: Dock, Standfuß, USB-3.0-Kabel, Netzteil, DVI-auf-VGA-Adapter, Handbuch, Treiber-CD
Pro & Contra:
einfache Handhabung
universell einsetzbar
viele Ports
Multi-Display-Ausgabe
Sleep-and-Charge
hübsche Optik
kein SPDIF, kein Kartenleser
Klavierlack-Version schmieranfällig
eventuell unsicherer Stand bei kompletter Verkabelung
kein physischer Aus-Schalter
Bewertung:
Bedienung (20%): gut
Ausstattung (60%): gut
Verarbeitung (20%): gut
Gesamtnote gut (2,0)
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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