Testbericht

Test: Revoltec Fightmouse Advanced

Revoltec bietet erstmals eine eigene Gaming-Maus an und möchte im Kampf um die Gunst der Spieler mitmischen. Wir haben die neue Maus für Zocker getestet.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com
Egal ob Counter Strike Source, Half Life 2 oder Battlefield 2142: Wer bei den Ego-Shootern zu den besten gehören will, der braucht neben einem schnellen Rechner mindestens noch eine präzise Maus. Logitech und Razer sind in diesem Segment die Platzhirsche. Revoltec bringt nun eine eigene Gaming-Maus und möchte mit der Fightmouse Advanced Steel Grid im Kampf um die Gunst der Spieler mitmischen.

Laser-Optik mit 2.000 dpi

Das wichtigste bei einer Maus ist die Einheit für die optische Abtastung. Bei der Fightmouse Advanced kommt hier der ADNS-6010 Laser-Sensor von Agilent Technologies zum Einsatz, der über eine Auflösung von 2.000 dpi verfügt. Auf Software-Ebene kann diese durch Interpolation auf 2.400 dpi erhöht werden. In Kombination mit einer Bildverarbeitung von 6,4 Megapixel pro Sekunde und einer Beschleunigung von bis zu 20G ermöglicht die neue Revoltec Maus eine exakte Steuerung. In der Praxis reagiert die Fightmouse sehr schnell und extrem präzise auf Bewegungen. Selbst hektische Richtungswechsel werden korrekt weitergegeben und im Spiel umgesetzt.

Die drei großen PTFE-Füße aus Teflon erleichtern dabei das Gleiten über nahezu jede Oberfläche. Für die Enthusiasten unter den Spielern gibt es noch die Möglichkeit das Gamepad Precision Basic, Advanced oder Pro zu verwenden. Durch die speziellen Oberflächen, Strukturen und Materialen wird der Reibungswiderstand verringert. Damit beim Bewegen das Kabel nicht irgendwann zum limitierenden Faktor wird, spendiert Revoltec der Maus ein zwei Meter langes USB-Kabel.

Manuelle Umschaltung

Eine hohe Auflösung ist aber nicht immer von Vorteil. Bei einem Scharfschützengewehr ist es beispielsweise störend, wenn die Maus auf jede noch so kleine Bewegung der Hand reagiert. Aus diesem Grund verfügt die Fightmouse Advanced über eine vierstufige Umschaltung für die Auflösung. Dazu muss lediglich der dpi-Schalter gedruckt und anschließend das Scrollrad gedreht werden. Die vier Stufen lassen sich mit der mitgelieferten Software zwischen 400 und 2.400 dpi individuell einstellen. Damit der Spieler die jeweilige Stufe erkennen kann, leuchtet der dpi-Schalter in den Farben Rot, Cyan, Blau beziehungsweise ist bei der niedrigsten Einstellung ausgeschaltet. Diese Methode ist eher selten, da die Konkurrenz in der Regel eine direkte Umschaltung ermöglicht. Die Logitech G5 verfügt etwa über zwei kleine Schalter, mit denen rauf- und runtergeschaltet werden kann. Der Vorteil: Die Umschaltung ist schneller – Der Nachteil: Es gibt keine Sicherung für das versehentliche Betätigen der Taste. Eine technisch sehr präzise Maus bringt aber nicht viel, wenn sie schlecht in der Hand liegt. In dieser Hinsicht ist die Fightmouse Advanced gut, aber für den ein oder anderen Spieler nicht perfekt. Der Grund: Sie ist im Verhältnis zu anderen Mäusen sehr groß und wirkt dadurch etwas klobig.

Bestens für große Hände

Für Spieler mit mittleren bis großen Pranken ist die neue Revoltec Maus aber bestens geeignet. Sie liegt gut in der Hand und die beiden Daumentasten lassen sich einfach bedienen. Ähnliches gilt auch für die beiden Haupt-Tasten, den dpi-Schalter und das Scroll-Rad. Für mehr Komfort verfügt die Fightmouse Advanced zusätzlich noch über ein Weight-System, mit dem das Gewicht der Maus verändert werden kann. Öffnet man die obere Abdeckung, dann kommt eine Vertiefung zum Vorschein. Dort kann wahlweise ein 10 Gramm, 15 Gramm oder 20 Gramm schweres Gewicht Platz finden.

Keinen direkten Einfluss hat die Beleuchtung, dafür ist sie optisch sehr ansprechend. An der unteren Seite befinden sich eine Reihe blauer LEDs, die auch bei Tageslicht gut zu sehen sind. Auf LAN-Partys dürfte die Fightmouse Advanced sicherlich ein Blickfang sein.


Zusätzlich zur Maus wird auch ein Programm geliefert, mit der die beiden seitlichen Tasten und das Scroll-Rad programmiert werden können. Die Auflösungseinstellung für die vier Stufen erfolgt ebenfalls über die Software. Auf Wunsch kann darüber hinaus die Option "Keep shooting" für die linke oder rechte Maustaste aktiviert werden. Diese Funktion sorgt dafür, dass weiter geschossen wird, auch wenn die Taste nicht mehr gedrückt wird.

Fazit: Guter Einstieg von Revoltec

Die Fightmouse ist zwar noch nicht perfekt, aber sie kann sich durchaus sehen lassen. Revoltec ist der Start in den Gaming-Bereich gelungen, denn die Mouse ist präzise und liegt gut in der Hand. Lediglich für Jugendliche und Kinder mit kleinen Händen ist sie ein wenig zu klobig. Einziger Schwachpunkt: Die Verarbeitung wirkt an manchen Stellen nicht besonders hochwertig. Beispielsweise sind die Daumentasten recht schwammig und die Spalten teilweise etwas zu groß geraten. Alles in allem ist die Fightmouse Advanced Steel Grid gut und der Preis von knapp 40 Euro gerechtfertigt. Im Lieferumfang befindet sich neben der Maus und der Treiber-CD auch noch eine Transporttasche für die Fightmouse.



Wertung
sehr präzise
Gewichtssystem
dpi-Schalter
klobig
schlechte Verarbeitung
Ergonomie (30%): gut
Ausstattung (30%): sehr gut
Software (20%): gut
Verarbeitung (20%): ausreichend
Preis/Leistung: gut
Gesamturteil: gut (2,1)




Revoltec Fightmouse Advanced
Hersteller: Revoltec
Auflösung: 2000dpi (Hardware), 2400 dpi (Software)
DPI-Schalter: Stufe 1 (400-800 dpi)
Stufe 2 (800-1600 dpi)
Stufe 3 (1600-2400 dpi)
Stufe 4 (2000-2400 dpi)
Bildverarbeitung: 6.4 Megapixels/sec
Programmierbare Tasten: Drei Stück (Scrollrad und Seitentasten)
Schnittstelle: USB, zwei Meter langes Kabel

(Nam Kha Pham)

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