Testbericht

Test: Gamer-Notebook Toshiba Satego X200-20O

Mit dem Satego X200-20O hat Toshiba ein leistungsstarkes Spieler-Notebook mit besonders auffälligem Design im Programm. Die Redaktion hat den 17-Zoll-Rechner getestet.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com
Toshiba hat mit der Satego X200-Serie leistungsstarke Gaming-Notebooks mit 17-Zoll-Display im Widescreen-Format und Intel Core 2 Duo Prozessoren im Programm. Was die Modelle außerdem auszeichnet, sind ein besonderes Design sowie gleich fünf soundgewaltige Lautsprecher von Harman Kardon. Die Redaktion von onlinekosten.de hat das X200-20O zu einem Test herausgefordert.

Exklusives Marmor-Design

Wie üblich für ein Spiele-Notebook punktet auch das Satego X200-20O mit einem aufwendigen und auffälligem Design: Der Deckel ist mit einem schwarz-roten Lack im Marmor-Style versehen – mittig prangt ein großes, silbernes Toshiba-Logo. So schön die Hochglanz-Fläche auch aussieht, sie sammelt Fingerabdrücke wie manche Leute Überraschungseier-Figuren. Nachdem man das recht wuchtige und stabile Gehäuse aufgeklappt hat, kommen die hübsch verpackten Lautsprecher, der Fingerabdruck-Sensor und die geräumige silberne Tastatur zum Vorschein. Wird das Notebook eingeschaltet, leuchtet am vorderen Rand das rote Satego-Logo auf und macht das Design-Konzept komplett.

Nvidia GeForce 8700M GT

Innen sieht es ähnlich gut aus wie außen: Das X200-20O arbeitet mit einem Intel Core 2 Duo T7300 Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2,0 Gigahertz (GHz). Verbaut sind zwei Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher – maximal lassen sich bis zu vier GB einsetzen. Außerdem gehören zwei Festplatten mit einer Kapazität von jeweils 120 GB, ein 8-fach DVD-Brenner und eine 1,3-Megapixel-Webcam samt passender Software zur Ausstattung. Während andere Notebooks die üblichen bassfreien Stereo-Lautsprecher integrieren, liefert das X200-20O satten Sound aus je zwei Bassreflex-Lautsprechern und Hochtönern sowie einem Subwoofer, die von Harman Kardon stammen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Grafikkarte: Toshiba setzt bei diesem Modell auf eine Nvidia GeForce 8700M GT mit 256 Megabyte (MB) Speicher, die das Display mit einer Auflösung von 1.440x900 Pixel ansteuert.
Die Display-Oberfläche ist spiegelglatt, was im ausgeschalteten Zustand zwar nett aussieht, im Videobetrieb und beim Spielen aber stört. Bei Sonnenschein und im Freien wird das Problem noch deutlicher. Das Display zeigt kräftige Farben, allerdings könnten der Kontrast und vor allem die Blickwinkel etwas höher sein: Bei vertikaler Sicht genügen schon ein paar Zentimeter Neigung und die Bildqualität verschlechtert sich.

Spielleistung

Bei der Demo von Call of Duty 4 lieferte das Satego ein ordentliches Ergebnis ab. Bei einer Auflösung von 1.440x900 Pixel wurden ohne Antialiasing im Schnitt 40 Bilder pro Sekunde (frames per second, fps) erreicht, mit vierfachem Antialiasing wurden rund 25 fps gemessen. Mit DirectX 10 ergab sich leider ein anderes Bild: Im Benchmarkprogramm von World in Conflict erreichte das Notebook bei der hohen Auflösung und mittleren Details nur 18 fps, mit 1.024x768 Pixel und niedriger Einstellung kam es auf durchschnittlich 50 fps. Die Demo des Egoshooters Crysis ließ sich ebenfalls nur bei einer Auflösung von 1.024x768 Pixel spielen und erreichte mit mittleren Grafikeinstellungen und ohne Antialiasing nur maximal 20 fps. Mit niedrigen Details waren rund 35 fps möglich. Auch bei der Demo von Call of Juarez ging der Grafikchip in die Knie und ließ bei niedrigsten Einstellungen und 1.440x900 Pixel im Schnitt lediglich zwölf fps zu, bei 1.024x768 Bildpunkten waren es 18 fps.

Mausersatz mit zwei Gesichtern

Im Office-Betrieb konnte das Toshiba-Notebook überzeugen. Die Tastatur ist sehr leichtgängig, bietet einen knackigen Druckpunkt und biegt sich beim Tippen so gut wie nicht durch. Zusammen mit dem separaten Nummernpad kann man ebenso bequem schreiben wie am heimischen Desktop-PC.

Das Touchpad reagiert präzise auf die Bewegungen des Fingers und zeigt bei einem Klick auf das Symbol oben rechts sein zweites Gesicht: Drei der sechs berührungsempfindlichen Tasten lassen sich individuell belegen, mit den übrigen drei Symbolen kann man zum Beispiel das E-Mail-Programm starten. Ein Nachteil der ansonsten vorbildlichen Tastatur ist die Höhe: Bei aufgeklapptem Display misst das Gerät rund vier Zentimeter, was für eine gemütliche Handhaltung etwas zu hoch ist.
Auffällig ist, dass das Satego sehr leise arbeitet: Selbst bei voller Auslastung bleibt das Betriebsgeräusch im erträglichen Bereich und auch die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen. Herstellerangaben zur Akkulaufzeit gibt es nicht: Im Classic Test mit der Software Battery Eater hielt das Gerät unter Vollast ohne Energiesparoptionen eine Stunde und 17 Minuten durch. Dies entspricht der kürzesten Laufzeit – bei Spielen oder Videos könnten daher bessere Ergebnisse möglich sein. Als längste Laufzeit im Readers Test wurden zwei Stunden und 15 Minuten ermittelt, allerdings bei permanent eingeschaltetem Display.

Fazit: Schwer in Ordnung

Mit dem 17-Zoll-Display ist das übergewichtige Notebook nur eingeschränkt mobil und eignet sich daher eher als Ersatz für einen Desktop-PC: Schließlich bringt der Laptop knapp vier Kilogramm auf die Waage, hinzu kommt noch das rund ein Kilogramm schwere Netzteil. Damit der Nutzer seinen Desktop-Rechner nicht vermisst, bringt das Modell nicht nur eine sehr gute Tastatur, sondern auch genügend Anschlüsse mit: Insgesamt stehen sechs USB-Ports bereit. Leider befinden sich diese alle an den Seiten – ebenso wie der HDMI- und der D-Sub-Anschluss sowie Gigabit-LAN. Mit dem Verstecken der Kabel hinter dem Notebook wird es also nichts. Ansonsten kann das X200-20O mit einer guten Verarbeitung und ebenso guter Leistung – zumindest bei DirectX-9-Spielen – überzeugen. Die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) ist mit 1.799 Euro recht hoch, der Straßenpreis wird aber wie auch bei anderen Modellen der X200-Serie einige hundert Euro darunter liegen.

Name: Satego X200-20O
Hersteller: Toshiba
Internet: www.toshiba.de
Preis: UVP 1.799 Euro
Technische Daten
Prozessor: Intel Core 2 Duo T7300 mit 2,0 GHz
Grafikkarte: Nvidia GeForce 8700M GT mit 256 MB
Bildschirm: 17,1 Zoll WXGA+ (1.440 x 900 Pixel)
Batterie: Lithium-Ion Akku, Laufzeit: 77 Minuten unter Vollast, 135 Minuten maximal (Display eingeschaltet)
Speicher: 2 x 1.024 MB DDR2, 667 MHz
Festplatte: 2 x Hitachi 120 GB
Laufwerk: DVD Super Multi Double Layer Laufwerk
Soundkarte: Realtek High Definition
Kommunikation: Gigabit-LAN, WLAN (802.11a/b/g/n), Bluetooth, 56K-Modem
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium
Abmessungen: 39,9 x 28,8 x 3,6 (vorne) / 5,2 (hinten) cm, rund 3,9 Kilogramm
Anschlüsse: 6 x USB 2.0, FireWire, Kopfhörer, Mikrofon, SPDIF, Line-In, Modem, LAN, TV Out (S-Video), ExpressCard, D-Sub, HDMI, 6-in-1 Kartenleser (SDCard, Memory Stick/Pro, MMC, xD, SD IO)
Benchmarks: Vista Leistungsindex: CPU: 4,9 / RAM: 4,8 / 2D: 5,9 / 3D: 5,5 / HDD: 4,9
3DMark06: 4821
PCMark05: 5094
Garantie: zwei Jahre
Pro & Contra
gute Verarbeitung
leistungsstark
integrierte Webcam
viele Schnittstellen, auch HDMI
guter Sound
edles Design
schwer, wirkt etwas sperrig
spiegelndes Display mit kleinen Blickwinkeln
Bewertung:
Geschwindigkeit (25%): sehr gut
Ausstattung (25%): gut
Ergonomie (20%): befriedigend
Akkulaufzeit (20%): befriedigend
Verarbeitung (10%): gut
Gesamt: gut (2,15)
Preis-Leistung: befriedigend

(Saskia Brintrup)

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