Solar-Powerbank fürs Smartphone

Powerbank: Solar PowerBack 3000 von Sandberg im Test - nur im Prinzip gut

Wir haben das Solar PowerBack 3000 des dänischen Herstellers Sandberg getestet. Ob sich das Smartphone auch mit Sonnenenergie betreiben lässt, klärt unser Testbericht der Powerbank.

Sandberg Solar Powerback 3000 Akku© Sandberg A/S

Linden - Das dänische Unternehmen Sandberg hat eine Powerbank namens Solar PowerBack 3000 auf den Markt gebracht, der an der Rückseite des Smartphones befestigt werden kann. Der Clou: Über Solarzellen kann das Handy unterwegs mit der Kraft der Sonne praktisch überall aufgeladen werden. Ob das auch in der Praxis klappt, zeigt unser Test.

Kompatibel mit vielen Smartphones

Der Zusatzakku fasst bis zu 3.000 mAh. Sandberg bietet das PowerBack in zwei Varianten an. Das Modell mit MicroUSB-Anschluss eignet sich für die meisten Mobiltelefone, insofern der Ladeanschluss zentral an der Unterseite gelegen ist. Wir haben das Modell für Androiden getestet, als Test-Smartphone diente das Honor 7 mit einer Akku-Kapazität von 3.100 mAh.

Der PowerBack-Akku passt für Smartphones mit einer maximalen Höhe von 16,5 Zentimeter. Der Akku wird über den MicroUSB-Port angekoppelt und anschließend mit einem gummierten Halter an der Oberseite fixiert, der von einer Feder gespannt wird. Die Rückseite des PowerBack ist ebenfalls gummiert, Kratzer sind also nicht zu befürchten. Auf der anderen Seite befinden sich insgesamt zehn Solarpanels mit einer maximalen Leistung von bis zu 0,8 Watt/160mA. Rund 110 Gramm bringt das Ladegerät auf die Waage.

Sorge um den MicroUSB-Port

Der Ladezustand wird über vier weiße LED-Anzeigen signalisiert. Eine zusätzliche grüne LED zeigt an, ob der Akku gerade per Sonnenlicht aufgetankt wird. Der Ladevorgang beginnt nach einem Knopfdruck auf der Unterseite.

Problematisch wird es allerdings, wenn die Kameralinse aus der Rückseite herausragt und der Akku nicht plan aufliegt. Auf Dauer sind hier Schäden an der doch eher fragilen MicroUSB-Buchse zu befürchten. Damit sind wir auch beim nächsten Problem, was natürlich konstruktionsbedingt ist: Die Hauptkamera oder ein Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Smartphones können im "Huckepack"-Modus nicht mehr genutzt werden.

Ladedauer & Ladezeiten

Ein Schnellader ist der PowerBack 3000 nicht. Bis zur vollen Kapazität vergehen rund 5 Stunden bei Aufladung per USB. Mit dem mitgelieferten USB-Kabel lassen sich auch andere Geräte mit einem USB-Port aufladen, ein MicroUSB-zu-MicroUSB-Kabel fehlt allerdings.

Im Ladetest haben wir das PowerBack bei voller Kapazität bei 26 Prozent Akkuleistung des Handys angekoppelt, nach rund 2 Stunden war der Zusatzakku erschöpft. Auf 94 Prozent konnten wir den Energiespeicher des Smartphones wieder aufladen, dabei liefen gängige Apps wie WhatsApp und Facebook im Hintergrund.

Fazit & Preis

Sandberg Solar Powerback 3000 Test

In der Praxis hat sich die Aufladung per Sonneneinstrahlung nicht bewährt, dafür fällt die Fläche der Sonnenspeicher zu klein aus. Auch wenn die Ladeanzeige nach mehreren Stunden auftanken in der Sonne eine weiße LED der Akkuanzeige leuchten lässt, reicht die Ladung nur für wenige Prozentpunkte. Mehr als ein kurzer Anruf oder ein paar SMS sind nicht drin - vielleicht praktisch auf der einsamen Insel, aber nicht im Alltag. Während unseres Tests konnten wir das PowerPack per Sonnenenergie jedenfalls nicht komplett aufladen. Zudem ist die Erwärmung des Akkus besonders bei starker Sonneneinstrahlung naturgemäß nicht förderlich für die Lebensdauer.

Mit MicroUSB kostet das Solar PowerBack 3000 44,99 Euro (UVP). Für das iPhone 5, 6 und SE steht eine Variante mit Apples Lightning-Anschluss für 51,99 Euro zur Verfügung.

Das MicroUSB-Modell gibt es online ab 36 Euro. Eine "herkömmliche" Powerbank ohne Solar-Funktion mit mehr Leistung (5.000 mAh) kostet hingegen rund 9 Euro und bietet somit ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Marcel Petritz

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