Testbericht

Samsung Serie 7 Ultrabook im Test: Das Überdurchschnittliche

Wir haben das 730U3E S04 aus der Samsung Serie 7 Ultra getestet: Für das Ultrabook sprechen schlagende Argumente wie eine Top-Verarbeitung, ein Spitzen-Display und JBL-Sound, dagegen die neuen "Haswell"-Geräte.

Wir haben das 730U3E S04 aus der Samsung Serie 7 Ultra getestet: Für das Ultrabook sprechen schlagende Argumente wie eine Top-Verarbeitung, ein Spitzen-Display und JBL-Sound, dagegen die neuen "Haswell"-Geräte.

Samsung

Samsung hat im Bereich schlanker und leichter Premium-Notebooks langjährige Erfahrung: Mit dem Samsung X360 von 2008 oder dem Samsung 900X3A von 2011 setzte der südkoreanische Elektronikkonzern dem Apple MacBook Air bereits Windows-Konkurrenten entgegen, noch bevor es die Laptop-Klasse "Ultrabook" gab. Seit Einführung der Intel-Marke hat sich Samsungs Angebot an Leichtgewichten weiter vergrößert und die teure Luxuslinie Serie 9 wird mittlerweile durch die Ultrabook-Reihen Serie 5 und Serie 7 ergänzt. Die Samsung Serie 7 Ultra steht dabei für leistungsstarke Geräte mit 13,3 Zoll großem Full-HD-Display und separatem Grafikchip. Wir haben das Modell 730U3E-S04 getestet.

Samsung Serie 7 Ultra 730U3E S04 Test – Inhalt

  • Seite 1: Optik, Schnittstellen und
    Eingabegeräte der Serie 7 Ultra
  • Seite 2: Ausstattung der Serie 7 Ultra - Display,
    Hardware-Optionen, Leistung und Akkulaufzeit
  • Seite 3: Software, Fazit, Bewertung und
    technische Daten zum Samsung Serie 7 Ultra 730U3E

Leicht, aber es gibt noch leichtere Ultrabooks

"Dünn und leicht" soll das Serie 7 Ultrabook sein - und mit Abmessungen von etwa 324 x 224 x 17,5 Millimetern ist das Notebook in der Tat schön schlank geraten. Auch das Gewicht von 1,46 Kilogramm fällt angesichts der Tatsache, dass es sich um ein Subnotebook mit Grafikkarte handelt, erfreulich niedrig aus. Dennoch muss angemerkt werden, dass es leichtere 13,3-Zoll-Ultrabooks gibt, und zwar diejenigen mit integrierter Grafik: Nicht nur das neue Apple MacBook Air (Test) bringt 100 Gramm weniger auf die Waage, sondern auch die Fliegengewichte Acer Aspire S7, Asus Zenbook Prime und Sony Vaio Duo 13. Letzteres ist sogar mit einem Touchscreen bestückt. Auch das Samsung-Gerät ist mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm erhältlich, dann steigt das Gewicht auf 1,65 Kilogramm.

Eine Verarbeitung, die sich sehen lassen kann

Optik und Verarbeitung sind mehr als gelungen: Das silbergraue Gehäuse ist zurückhaltend hübsch, ohne nach einem mausgrauen Bürorechner auszusehen. Schließlich handelt es sich nicht um Kunststoff, sondern Aluminium und Fiberglas, was hochwertig aussieht und sich auch entsprechend wertig anfühlt. Obwohl der Displaydeckel im geschlossenen Zustand in der Mitte nachgibt, hinterlässt das sauber verarbeitete Gehäuse der  Serie 7 Ultra 730U3E einen stabilen, widerstandsfähigen Eindruck. Der Deckel lässt sich leicht mit nur einer Hand öffnen, wippelt aber trotzdem kaum nach, wenn jemand gegen den Tisch stößt.

Für ein Ultrabook eine breite Schnittstellenauswahl

Ein Laufwerk fehlt - wie auch bei anderen schlanken Subnotebooks. Die Schnittstellen bringt Samsung an den Seiten unter: Zweimal USB 2.0, einmal USB 3.0, HDMI, eine Kopfhörer-/Mikrofonbuchse, eine Vorrichtung für eine Kensington-Sicherung, ein ausklappbarer LAN-Anschluss, ein Kartenleser und ein Monitorausgang zum Anschluss eines VGA-Bildschirms oder -Beamers. Dieser ist allerdings nur per Adapter nutzbar, ein solcher liegt aber nicht bei. Insgesamt ist die Serie 7 Ultra für die Ultrabook-Kategorie, in der gerne mal Anschlüsse aus Design-Gründen zusammengestrichen werden, überdurchschnittlich kontaktfreudig. Besser wäre es aber gewesen, wenn Samsung einen Monitor-Adapter spendiert hätte und das Verhältnis der USB-Ports vertauscht hätte, um zwei der schnelleren Peripherieanschlüsse bereitzustellen. Drahtlos kann der Laptop via Bluetooth 4.0, Intel Wireless Display und (Dual-Band-)WLAN über die Funkstandards 802.11 a/b/g/n kommunizieren. Der WLAN-Empfang erwies sich in unserem Test als schwächer als bei manch anderem Notebook. An Orten mit generell schwachem Signal, brach die Verbindung am Laptop immer wieder ab, während andere Geräte erfahrungsgemäß - wenn auch mit entsprechend mageren Empfangsbalken - online bleiben.

Beleuchtete Tastatur, großes Touchpad

Wer das Ultrabook zum ersten mal aufklappt, dem wird zusätzlich zur aufgeräumten, da nahtlosen, Innenraumgestaltung direkt das große Touchpad auffallen. Eine Fläche von etwa 7 x 10 Zentimetern steht dem Anwender zum Scrollen, Zoomen mit zwei Fingern und Aufrufen bestimmter Windows-8-spezifischer Funktionen wie der seitlichen Charm-Leiste zur Verfügung. Nicht minder gut geraten ist die Chiclet-Tastatur, von Samsung "Inseltastatur" genannt, auf der auch Vielschreiber angenehm und lange tippen können. Sondertasten gibt es unter anderem zum Aufrufen der Windows-Energiesparmodi und der Einstellungen sowie Regeln der Tastaturbeleuchtung, Display-Helligkeit und Lautstärke, nicht aber zur Steuerung eines Mediaplayers. Das heißt nicht, dass sich das Gerät nicht gut als Multimediamodell macht, im Gegenteil: Die eingebauten JBL-Lautsprecher sind überraschend kräftig und ordentlich laut. Auf der höchsten Stufe erreicht der Laptop fast Party-Lautstärke und klingt dabei immer noch klar.

Zum guten Sound passt auch das Display. Das 13,3-Zoll-Exemplar bietet eine Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten, von der nicht nur Videos profitieren. Verglichen mit einem HD-Bildschirm mit 1.366 x 768 Pixeln punktet Samsungs Full-HD-Display mit scharfen Bildern, Symbolen und Texten.

Samsung Serie 7 Ultra 730U3E S04 Test – Inhalt

  • Seite 1: Optik, Schnittstellen und
    Eingabegeräte der Serie 7 Ultra
  • Seite 2: Ausstattung der Serie 7 Ultra - Display,
    Hardware-Optionen, Leistung und Akkulaufzeit
  • Seite 3: Software, Fazit, Bewertung und
    technische Daten zum Samsung Serie 7 Ultra 730U3E

Der Bildschirm: Matt, Full-HD, blickwinkelstabil

Mitunter kann Schrift zum Teil aber auch zu klein dargestellt werden, je nach Browser oder anderer Software. Dann sind gute Augen gefragt. Im Windows-System steht der Regler bereits auf 125 Prozent, womit sich im Desktop-Modus angenehm arbeiten lässt. Die Beschriftung der Kacheln ist dagegen winzig. Zu den Vorzügen des 730U3E-Displays zählen eine satte Farbwiedergabe und große Blickwinkel. Zudem ist die Oberfläche entspiegelt, was diejenigen freuen dürfte, die auch mal unterwegs im Zug, im Café oder Park arbeiten. Gänzlich spiegelfrei ist das Display zwar nicht, so finden sich unter freiem Himmel zum Beispiel Umrisse wieder, die die Sicht behindern, schlussendlich erreicht Samsung aber einen guten Kompromiss aus möglichst hoher Blendfreiheit und guter Optik. In puncto Helligkeit hätte es noch etwas mehr sein können: Bei den von Samsung angegebenen 350 Candela pro Quadratmeter hätten wir eine höhere maximale Leuchtkraft erwartet.

Eine extra Grafikkarte macht noch kein Gaming-Notebook

In unserer Testkonfiguration Samsung Serie 7 Ultra 730U3E S04 übernimmt ein Intel Core i5- 3337U mit 1,8 Gigahertz (GHz) die Rechenleistung. Das Ultrabook-Modell verfügt über zwei Kerne, 4-Thread-Verarbeitung sowie Turbo Boost für bis zu 2,7 GHz und stammt aus der dritten Core-i-Generation alias Ivy Bridge. Als integrierte Grafikeinheit steht daher eine Intel HD 4000 zur Verfügung, die bereits für Full-HD-Videos genügt. Für eine höhere Grafikleistung montiert der Hersteller außerdem eine AMD Radeon HD 8570M. Mit 6 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher bringt der Laptop bereits einen ausreichend großen Puffer mit, der Grafikchip steuert 1 GB eigenen Speicher bei. Wunder dürfen trotz des zusätzlichen AMD-Grafikchips nicht erwartet werden. Die HD 8570M ist keine waschechte Gamer-Karte, sondern am unteren Ende der Mainstream-Klasse angesiedelt. Eine Demo von Dragon Age II ließ sich im Test in HD-Auflösung unter DirectX 11 noch gerade flüssig spielen, in Full-HD-Qualität begann sie zu ruckeln. Als wir auf DirectX 9 herunterregelten, klappte es auch in Full-HD. Nicht immer greift das Notebook übrigens auf die AMD-Lösung zu: Wenn die interne Grafikeinheit ausreicht, zum Beispiel beim Surfen, wird automatisch die Schwächere angezapft. Im umgekehrten Fall funktioniert es nicht immer so reibungslos. Wer das Gefühl hat, dass ein Spiel oder anderes Programm zu wenig Power liefert, der sollte die AMD-Einstellungen checken und der jeweiligen Anwendung gegebenenfalls explizit die Grafikkarte zuweisen.

Mit Intel Core i5 oder i7 - immer mit SSD

Alles in allem ist der Rechner als mobiles Arbeitstier und Multimediamaschine aber flott genug. Das zeigt sich auch beim SSD-Speicher. Das 256-GB-Exemplar erreicht im Test noch höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeiten als das ebenfalls zügige Modell im Dell XPS 12 Test. Windows 8 ist zudem binnen acht Sekunden einsatzbereit. In weiteren Konfigurationen bietet Samsung die Serie auch mit 128 GB Speicherplatz, einem schnelleren Intel Core i7-3537U, einer schwächeren AMD Radeon HD 8550M oder TPM für Business-Nutzer an.

Die von Samsung beworbenen bis zu 7,8 Stunden Akkulaufzeit sind in der Praxis auch dann zu erreichen, wenn das Display permanent eingeschaltet ist. So konnten wir etwa 7,5 Stunden lang HD-Videos von der Festplatte abspielen - im Energiesparmodus sowie ohne WLAN-Empfang. Als wir Windows auf "ausbalanciert" umstellten und somit dem System die Wahl des geeigneten Modus überließen, WLAN einschalteten und ununterbrochen im Internet surften, sank die Ausdauer auf etwa 6 Stunden. Beim Spielen unter Höchstleistung auf 3,5 Stunden. Wer das Display maximal beleuchtet, muss entsprechend mit einer kürzeren Laufzeit rechnen. Da Intels neue "Haswell"-Ultrabook-Prozessoren noch nicht auf dem Markt waren, als Samsung die Serie 7 Ultra herausbrachte, lässt sich deren Energiesparpotenzial leider noch nicht ausschöpfen.

Erwähnenswert: Auf der Kachel-Oberfläche von Windows 8 befinden sich im Auslieferungszustand bereits diverse Anwendungen, die Samsung vorinstalliert hat: Evernote, die Kindle-App von Amazon, Wetter.com, Zalando, News-Websites, Links zu Spielen und eine Rezepte-App. Wer damit nichts anfangen kann, wird sicher erst einmal aufräumen wollen. Bei Photoshop Elements 11 von Adobe handelt es sich leider nur um die Testversion . Zu den Samsung-eigenen Apps zählen S Note für Notizen, S Camera und S Gallery für Fotos und der Mediaplayer S Player.

Samsung Serie 7 Ultra 730U3E S04 Test – Inhalt

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    technische Daten zum Samsung Serie 7 Ultra 730U3E

Fazit: Sehr hochwertiges Gerät, aber Sinn und Zweck der Grafikkarte fraglich

Das Samsung Serie 7 Ultra 730U3E liegt zwischen besonders dünnen Unibody-Notebooks wie dem MacBook Air oder Asus Zenbook (Prime) und der Samsung Chronos-Reihe. Der Vorteil daran: Es ist trotz minimalen Zusatzgewichts noch leicht, verfügt aber über mehr Schnittstellen. Ein 14 Zoll großes Chronos bietet hingegen mehr Leistung für das gleiche Geld, zum Beispiel auch ein DVD-Laufwerk, ist aber etwa 50 Prozent schwerer.

Kurzum eignet sich die Serie 7 Ultra für mobile Anwender, die etwas mehr erwarten. Diesem Anspruch wird das 730U3E dann auch mit dem überdurchschnittlich guten Display, überzeugendem Klang und der Top-Verarbeitung gerecht. Außerdem arbeitet es selbst unter Last angenehm leise, da kann ein typisches Multimedia-Notebook nicht mithalten. Dem Premium-Eindruck entgegen steht allerdings der magere Lieferumfang. Wer auf die AMD-Grafik verzichten kann und eher auf eine längere Laufzeit spekuliert, der sollte sich lieber nach einem "Haswell"-Ultrabook mit integrierter Grafikeinheit umsehen.

Weitere Testberichte und eine Kaufberatung zum Thema Notebook liefert unser Hintergrundbereich. Ultrabooks im Überblick gibt es in unserem Ultrabook Vergleich, zusätzlich Infos und Kauftipps im Ultrabook Ratgeber.

Name: Serie 7 Ultra 730U3E S04
Hersteller: Samsung
Internet: www.samsung.com/de
Preis: UVP: 1.349 Euro

bei Amazon:

ab 1.199 Euro
Technische Daten
Prozessor: Intel Core i5-3337U mit 1,8 GHz
Grafikkarte: Intel HD 4000 (integriert) +
AMD Radeon HD 8570M mit 1 GB GDDR3
Bildschirm: 13,3 Zoll (1.920 x 1.080 Pixel), entspiegelt
Batterie: Eingebauter 4-Zellen-Akku (57 Wh), Laufzeit:
Herstellerangaben: bis 7,8 Stunden;

gemessen:
450 Minuten Videowiedergabe
(Lautstärke + Display 50%, WLAN aus) /
370 Minuten WLAN-Surfen (ausbalanciert) /
200 Minuten Spielen (Höchstleistung, WLAN ein)
Speicher: 6 GB DDR3 mit 1.600 MHz
(davon 2 GB On-Board)
Festplatte: 256 GB SSD
Laufwerk: -
Kommunikation: WLAN 802.11 a/b/g/n (Dual-Band), Bluetooth 4.0, Gigabit LAN
Betriebssystem: Windows 8 64-Bit
Abmessungen: BxTxH: 324 x 224 x 17,5 Millimeter;
1,46 Kilogramm
Anschlüsse: USB 3.0, 2x USB 2.0, HDMI, Kopfhörer, VGA
(via Adapter), SD-Kartenleser
Sonstiges: 720p-Webcam, JBL Lautsprecher,
Wireless Display,
Tastaturbeleuchtung
Lieferumfang: Notebook, Netzteil, Kurzanleitung
Benchmarks/Zahlen: Windows Leistungsindex:
CPU: 6,9 / RAM: 7,4 / 2D: 4,9 / 3D: 6,3 / HDD: 8,1
7-Zip: 164 JPG-Fotos (400 MB) ins .zip-Format:
12 Sek.

CPU-Benchmark: Cinebench 11.5:
2.48
PCMark 7:
4.694

Grafikchip:
Grafik-Benchmark FurMark;
720p: 362; 1080p: 230
OpenGL: Cinebench 11.5:
20,91 BpS
3D Mark 11:
P1356

HDD-Benchmark von CrystalDiskMark: Sequentielles Lesen/Schreiben:
505/ 248,5 MB/s;
zufälliges Lesen/Schreiben 512K:
425,8 / 248,8 MB/s
Energieverbrauch: Ausgeschaltet am Netz:
ca. 0,3 Watt
Eingeschaltet (WLAN an):
ca. 9 Watt
Videowiedergabe (WLAN off):
ca. 11 Watt
CPU-Benchmark-Test unter Höchstleistung (Displayhelligkeit 100%, WLAN an): ca. 31 Watt
Garantie: 24 Monate Samsung Servier, aufrüstbar auf
36 bis 48 Monate.
Pro & Contra
stabiles Gehäuse und Top-Verarbeitung
mattes Full-HD-Display
gute Leistung
ausreichend Schnittstellen
leiser Betrieb
sehr gute Eingabegeräte, Beleuchtung
überdurchschnittliche Lautsprecher
schwacher WLAN-Empfang
nur 1x USB 3.0
kein Display-Adapter dabei
Bewertung:
Geschwindigkeit: 13/15
Ausstattung: 11/15
Display: 14/15
Bedienung/Komfort: 8/10
Maße/Gewicht: 15/15
Akkulaufzeit: 17/20
Verarbeitung: 10/10
Gesamt: 88/100 --- So testen wir Notebooks
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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