Testbericht

Organisch gut: Trekstor i.Beat organix

Acht unabhängige Tests können nicht täuschen, oder? Der mehrfache Sieger von Trekstor bietet ziemlich viel für einen angemessenen Preis.

Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com
CD war gestern, Kassetten gibt es schon fast gar nicht mehr und selbst Mini-Discs kommen als portables Medium langsam aus der Mode. Wer heute Musik zum Mitnehmen will, kauft sich einen MP3-Player. Die neuen Geräte sind klein, handlich und bieten mit Flash-Speicher inzwischen Patz für bis zu 1.000 Minuten Musikgenuss (bei einem Gigabyte). Trekstor hat mit seinem i.Beat organix einen achtfachen Testsieger auf dem Markt: In Schwarz, Rot oder Silber, mit 256, 512 oder 1.000 MB.

Ein robustes kleines Kerlchen

Doch der i.Beat organix ist nicht nur in Farbe und Speicher vielseitig. Das Erste, was an Trekstors i.beat organix auffällt, ist die einwandfreie Verarbeitung und das robuste Design. Das 32 mm x 75 mm kleine Gehäuse ist aus Hartplastik gefertigt. Dabei gibt es keine wackelnden Teile oder druckempfindlichen Stellen. Auf der Oberseite befinden sich kreisförmig angeordnet die Tasten für Trackskip, Lautstärke und Verzeichniswechsel.

Seitlich befinden sich Play-, Menü- und A-B-Wiederholungstasten - außerdem das integrierte Mikrofon und die Tastensperre. Erste Besonderheit beim i.Beat organix: die Line-In-Buchse funktioniert auch als zweiter Kopfhörerausgang - damit ist der kleine Musikmacher durchaus partnertauglich, vorausgesetzt die Frage des Musikgeschmacks ist geklärt.

Da der Player von Trekstor kein USB-Stick ist, befindet sich außerdem noch der USB 2.0-Anschluss am langen Ende des Gehäuses. Darüber werden nicht nur Daten mit bis zu 2,6 MB/s auf den Player geladen, die universelle Schnittstelle dient auch als Aufladekontakt. Der i.Beat wird nämlich nicht mit Batterien gefüttert, sondern ist mit einem fest integrierten Lithium-Polymer-Akku ausgestattet. Dieser beschert dem Kleinen zwar mit 43,6 Gramm nur einen mittleren Platz in der Gewichtsklasse, verwöhnt den Musikfreund aber auch mit fast 24 Stunden Sound nonstop. Etwas nevig ist es dann aber schon, immer den PC anschmeißen zu müssen, um den Player via USB wieder einsatzbereit zu machen. Alternativ kann jedoch ein USB-Netzteil für den i.Beat erworben werden. Dieses ist für ca. 13 Euro im Handel erhältlich.

Der Namenszusatz "organix" kommt nicht von ungefähr. Das Display des i.Beat ist mit 23 mm x 11,8 mm und 4 Zeilen zwar kein Riese, aber dank zweifarbiger OLED-Technik gestochen scharf und gut zu lesen.

Die Funktionsvielfalt des i.Beat organix ist für seine Preisklasse außergewöhnlich groß. Wer was hören will, hat's leicht: der organix liest die Formate mp3 (cbr/vbr, 32-320 kbit/s), wav, wma, asf und sogar das selten von Playern unterstützte Ogg-Format. Mit dem Kopierschutz DRM9 codierte Musikdateien sind für den i.Beat dabei auch kein Problem.

Darf's ein bisschen mehr sein?

Aufnahmen über Mikro, Line-In oder Radio, mit dem der Player optional ausgestattet ist, werden automatisch im Mp3-Format aufgenommen. Das Übertragen der Daten selbst gestaltet sich gottseidank einfach, denn nach Treibern sucht man auf der mitgelieferten CD vergeblich. Das Gerät wird ohne Weiteres als Massenspeicher unter Windows XP erkannt und ist sofort aufnahmefähig. Hier stört bloß wieder das Verbindungskabel, das immer dabei sein muss, um Daten zu übertragen.



Ansonsten besitzt der Trekstor-Player einen benutzerdefinierbaren Equalizer mit 10 Voreinstellungen, die sich vom Klang durchaus unterscheiden. Dazu kommt die Unterstützung von drei verschiedenen SRS WOW-Programmen, die besonders auf kleinen Kopfhörern, wie den mitgelieferten Sennheiser MX300, für einen satten Sound sorgen. Der schöne Klang und die vielfältigen Soundeinstellungen machen den Trekstor i.Beat organix auch salonfähig. Angeschlossen an eine Stereoanlage bietet der kleine Musiker eine durchaus zufriedenstellende Beschallung.

Auch wichtig bei Mp3-Playern mit viel Speicher sind die Wiederholfunktionen. Wer auf seinem Player, wie in unserem Fall, 512 MB Musik geladen hat, möchte diese nicht immer in der gleichen Reihenfolge hören. Hier ist die Randomplay-Funktion nützlich, die leider immer noch nicht auf allen Mp3-Spielern vorhanden ist. Dem i.Beat fehlt es in dem Bereich höchstens an einer Preview-Funktion, mit der sich die Titel anspielen lassen.

Sound, der sich hören lassen kann

Wer sich in die Menüführung und die einzelnen Funktionen des i.Beat etwas eingearbeitet hat, bekommt am Ende die Belohnung. Der Sound, den der Player von Trekstor über die mitgelieferten Kopfhörer ins Ohr pustet ist satt und glasklar. Mit Hilfe des Equalizers und SRS WOW ist ein wirklich ausgewogenes Klangbild erstellbar, dem es - selbst auf den kleinen Sennheiser MX300 - auch nicht an Bässen und Tiefe fehlt. Auch in den oberen Lautstärkeregionen verzieht man höchstens das Gesicht, weil das Trommelfell doch ziemlich bearbeitet wird.

Im Praxistest erweist sich der i.Beat organix als gut. Durch seine relativ kleine Größe passt der Player in jede Hosentasche und fällt da auch nicht unangenehm auf. Die Tasten sind so angeordnet, dass man sie auch nach einiger Zeit blind in der Tasche bedienen kann.

Unterwegs mit dem i.Beat...

Mit der langen Akkulaufzeit kann man sich schon so einige langweilige Bahnfahrten vertreiben - dank der als zweiter Kopfhöreranschluss nutzbaren Line-In-Buchse auch mit Freund oder Freundin. Der Nachteil des Akkubetriebs: Wenn einem der Saft mitten auf der Strecke ausgeht, gibt es keinen schnellen Batteriewechsel. Ein PC oder eine Steckdose (bei zusätzlichem Netzteil) muss her, um das Gerät wieder zum Laufen zu bringen.

Die Kopfhörer bieten vom Tragekomfort nichts Besonderes. Zwar geben sie einen guten Sound ins Mittelohr, jedoch hätte das Kabel etwas länger ausfallen können. Bei größeren Personen, die den i.Beat in der Hosentasche tragen, kann bei Bewegungen schon mal Zug auf die Ohrstöpsel kommen. Die kleine Öse am Gerät kann dafür genutzt werden, sich den Player um den Hals zu hängen.

Unser Testmodell, die 512 Megabyte Variante, ist im Handel für rund 110 Euro erhältlich. Die 256 Megabyte und die 1 Gigabyte Versionen liegen bei etwa 90 Euro bzw. 180 Euro, wobei die 256 Megabyte Variante nicht mehr produziert wird, sondern nur noch im Ausverkauf ist.

Fazit: Preisleistung stimmt!

Der i.Beat organix überzeugt durch viele Features und einen guten Klang. Die saubere Verarbeitung und das organische Display hinterlassen auch äußerlich einen guten Eindruck. Einzig die etwas nervige Aufladevariante per USB ohne zusätzliches Netzteil und das inzwischen nur mittelmäßige Gewicht trüben das gute Gesamtergebnis.



Wertung
zwei Kopfhöreranschlüsse
viele Funktionen
guter Klang
lange Akkulaufzeit
gute Verarbeitung
kein Netzteil mitgeliefert
Datentransfer nur mit Kabel
Gewicht/Maße: befriedigend
Laufzeit: gut
Funktionen: gut
Bedienung: gut
Klang: gut
Kopfhörer: befriedigend
Formatunterstützung: sehr gut
Gesamturteil: "gut"
Preis/Leistung: "gut"




Trekstor i.Beat organix
Lieferumfang: Player, Kopfhörer, USB-Kabel, Software, Bedienungsanleitung
Gewicht: 43,6 Gramm
Maße: 16,3 (H) x 32,1(B) x 75,3(T) mm
Display: vierzeiliges OLED-Display
Formate / DRM: MP3, WMA - bis 320 KBit/s, WAV, ASF, OGG / ja
Energieversorgung: interner Li-Polymer Akku
Laufzeit: ca. 24 Stunden
Speicher/Erweiterung: 256, 512, 1024 MB / nein
Preis: 256 MB: 90 Euro, 512 MB: 110 Euro, 1024 MB: 170 Euro
Zubehör: -
Ausstattung: Mikrofon, FM-Radio optional

(Philip Meyer-Bothling)

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