Sturzsicheres Mobiltelefon

Motorola Moto X Force im Test: Android-Smartphone mit "unzerstörbarem" Display

Es klingt fast unglaublich: Das mit starkem Prozessor, großem Akku und 21-Megapixel-Kamera ausgestattete Motorola Moto X Force soll über einen nahezu unzerstörbaren Bildschirm verfügen. Ob das Smartphone unseren Falltest überlebt hat und wie sich das Motorola Moto X Force in der Praxis bewährt, zeigt unser Testbericht.

Motorola Moto X ForceDas Motorola Moto X Force leistet sich im Test nur kleine Schwächen, ist dafür aber ordentlich teuer.© Motorola Mobility

Wenden wir uns zuerst dem Punkt des größten Interesses zu, dem 5,43 Zoll großen AMOLED-Bildschirm des Motorola Moto X Force. Dessen Deckglas soll unkaputtbar sein, verspricht der Hersteller. In unserem Test lassen wir das Moto X Force aus 1,80 Meter auf massiven Marmor fallen. Und tatsächlich, egal aus welchem Winkel das Moto fällt und selbst wenn es direkt auf dem Deckglas aufschlägt: Alles bleibt ganz. Wir finden noch nicht mal einen Kratzer.

Moto X Force mit energiesparender AMOLED-Technik

Auch ansonsten kann sich das Display sehen lassen: 544 ppi und 349 Candela pro Quadratmeter sind für das kontrastreiche AMOLED-Panel alles andere als schlecht. Das Schöne an AMOLED ist, dass schwarze Bildelemente keinen Strom benötigen, so bietet sich beim Motorola Moto X Force die Nutzung der sogenannten Moto-Infos an. Hier werden wichtige Informationen wie die Uhrzeit oder entgangene Anrufe auch auf dem Standby-Display angezeigt.

Mit dem Moto Maker individuell gestalten

Das Display des Motorola Moto X Force ist in ein Gehäuse gepackt, welches im Test ebensowenig Schaden bei den Stürzen nahm. 78 x 150 x 9,2 Millimeter misst das Smartphone und bringt 169 Gramm auf die Waage. Durch den aufgewölbten Rücken liegt es gut in der Hand, wer mag, kann sich im Moto-Maker sein eigenes Design aussuchen und die Rückseite beispielsweise in Leder gestalten lassen.

Auch beim Prozessor hat Motorola nicht gespart: Eine Octa-Core-CPU verbirgt sich im Gehäuse, welche mit vier Hochleistungs- und vier Energiespar-Kernen arbeitet. In den Benchmarks führt das in Kombination mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher zu Ergebnissen von 53 Prozent über dem Mittelwert.

Motorola Moto X Force

Motorola Moto X Force

  • Betriebssystem Android 6.0 Marshmallow
  • 21 Megapixel-Kamera mit Autofokus, Bildstabilisator und Fotolicht
  • 5,4 Zoll AMOLED Touchscreen, 1440 x 2560 Pixel
  • bis zu 64 GB Speicher
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Marathonläufer mit schneller Regenerationsphase

Nicht nur der Prozessor, sondern auch die Leistung des Akkus spielen beim Moto X Force in der oberen Liga mit. Zwar fest verbaut, dafür jedoch 3.760 Milliamperestunden fassend, schafft das Motorola Moto X Force es auf 544 Minuten Videowiedergabe im Flugmodus bei heruntergeregelter Bildschirmhelligkeit. 15 Prozent länger also als der Durchschnitt. Ganze 75 Prozent schneller als der Schnitt dauert dafür das Laden des Moto X Force. Nach nur 84 Minuten ist der Akku voll aufgeladen. Wer mag, kann den Test-Kandidaten auch drahtlos laden, das dauert jedoch länger.

Motorola Moto X Force: Funktechniken und Kamera

Bei der restlichen Ausstattung dürften die wenigsten etwas vermissen: LTE mit bis zu 300 Megabit die Sekunde, DC-HSPA, WLAN ac, Bluetooth 4.1 und NFC sind vorhanden. Was den internen Speicher betrifft, welcher via Micro-SD-Karte erweiterbar ist, kann man zwischen 32 und 64 Gigabyte wählen. Von der kleineren Version bleiben netto schließlich 19,4 Prozent zur Nutzung übrig.

Fotos werden mit bis zu 21 Megapixeln aufgenommen. Die Schärfe und Detailwiedergabe ist hoch, aufgrund eines fehlenden optischen Bildstabilisators verwackeln die Bilder bei schlechtem Licht jedoch schneller als von Smartphones mit optischem Stabilisator gewohnt und rauschen deutlich.

Gute Qualität bei Video und Musik

Die 4K-Videos des Moto X Force sind angenehm scharf und auch Details werden gut wiedergegeben. Hin und wieder schleicht sich ein leichtes Grieseln ein, dafür arbeitet der Autofokus jedoch zuverlässig. Der Musikplayer sollte die meisten ebenfalls zufriedenstellen, auch wenn Besitzer von sehr guten Kopfhörern die leicht übersteuerten Höhen bemerken dürften.

Natives Android lässt auf schnell Updates hoffen

Als Betriebssystem kommt auf dem Motorola Moto X Force natives Android 5.1.1 zum Einsatz, welches zusätzlich eine umfangreiche Sprachsteuerung erhalten hat. Warum man hier noch nicht auf die neuere Androidversion umgestiegen ist, bleibt offen. Ein Update dürfte jedoch zeitnah zu erwarten sein. Wie von nativem Android bereits bekannt, muss man auf die eine oder andere Komfortfunktion verzichten.

Test-Fazit zum Motorola Moto X Force

Scheinbar unzerstörbar sind das hochauflösende 5,43-Zoll-Display und auch das Gehäuse, da wird sich der ein oder andere vielleicht fragen, warum man dem Motorola Moto X Force nicht auch noch einen Wasser- und Staubschutz spendieren konnte. Ansonsten hat es Motorola mit dem Gerät recht gut gemeint und es ordentlich ausgestattet: Der verbaute Prozessor liefert beste Leistung, der Akku gehört zu den Marathon-Läufern und Schnelltankern und neben LTE, DC-HSPA, WLAN ac und NFC dürfte man kaum etwas vermissen. Auch die Wahl zwischen zwei 32 oder 64 Gigabyte internem, aber erweiterbaren, Speicher dürfte einige freuen.

Bilder, Videos und Musikwiedergabe ernten allesamt ein "gut", da jeweils die eine oder andere Schwäche vorliegt. So vermisst man bei den Fotos besonders einen optischen Bildstabilisator, welcher bei neuen Top-Modellen mittlerweile fast immer anzutreffen ist. Zu Marktstart kostet das Motorola Moto X Force satte 699 beziehungsweise 744 Euro, was ein Preis-Leistungs-Verhältnis von 46 Prozent unter dem Schnitt macht. Fairer würde das Preis-Leistungs-Verhältnis bei etwa 300 Euro weniger werden und so muss sich nun jeder selbst für oder gegen das Moto-Modell entscheiden.

Weiterführende Infos zum Thema:

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