Vierte Generation des Hybriden

Surface Pro 4 im Test: Kann Microsofts neues 2-in-1-Tablet wieder überzeugen?

Mit der Surface-Reihe konnte Microsoft bislang Erfolge feiern. Mittlerweile ist mit dem Surface Pro 4 die vierte Generation des 2-in-1-Tablets mit Windows 10 Pro und andockbarer Tastatur erhältlich. Unsere Redaktion hat sich das Surface Pro 4 genauer angeschaut.

Mit der Surface-Reihe konnte Microsoft bislang Erfolge feiern. Mittlerweile ist mit dem Surface Pro 4 die vierte Generation des 2-in-1-Tablets mit Windows 10 Pro und andockbarer Tastatur erhältlich. Unsere Redaktion hat sich das Surface Pro 4 genauer angeschaut.

Microsoft Surface Pro 4© Microsoft Corporation

Das Surface findet trotz des recht hohen Preises Anklang bei der Kundschaft. Microsoft hat mit dem Surface Pro 4 bereits die vierte Auflage seines Hybrid-Tablets veröffentlicht. Unsere Redaktion hat dem Tablet mit Windows 10 Pro und andockbarer Tastatur auf den Zahn gefühlt.

Sechs Modelle stehen zur Auswahl

Das Surface Pro 4 bietet für seinen Preis allerdings auch reichlich Leistung. Microsoft verkauft das Surface Pro 4 in Deutschland in sechs Ausstattungsvarianten, die sich in der CPU- und Speicher-Bestückung unterscheiden. Die Preisspanne reicht von 999 Euro bis 2.449 Euro. Dazu dürften sich in den meisten Fällen auch die Kosten einer Type-Cover-Tastatur addieren, die mit weiteren 149,99 Euro zu Buche schlägt. Ein Eingabestift liegt dem Surface Pro 4 (Einzelpreis 64,99 Euro) standardmäßig bei.

Die sechs Ausstattungsvarianten des Surface Pro 4:

  • 128 GB SSD/Intel Core m3/ 4 GB RAM – 999 Euro
  • 128 GB SSD/Intel Core i5/ 4 GB RAM – 1.099 Euro
  • 256 GB SSD/Intel Core i5/ 8 GB RAM – 1.449 Euro
  • 256 GB SSD/Intel Core i7/ 8 GB RAM – 1.799 Euro
  • 256 GB SSD/Intel Core i7/ 16 GB RAM – 1.999 Euro
  • 512 GB SSD/Intel Core i7/ 16 GB RAM – 2.449 Euro

Ausstattung

Beim Gehäuse setzt Microsoft wieder auf Magnesium, die Abmessungen betragen 292,10 x 201,42 x 8,45 Millimeter. Die Geräte mit i5/i7-CPU bringen 786 Gramm auf die Waage, das Surface mit dem m3-Prozessor fällt mit 766 Gramm nur unwesentlich leichter aus. Ein echter Hingucker mit seinem hohen Kontrast und der guten Ausleuchtung ist das 12,3 Zoll große Display (Seitenverhältnis: 3:2) mit 2.736 x 1.824 Pixeln (267 ppi). Zum Vergleich: Der Vorgänger, das Surface Pro 3, bietet auf seinem 12-Zoll-Bildschirm 2.160 x 1.440 Pixel (216 ppi).

Das Surface kann mit USB 3.0, einem MicroSD-Kartenleser, einer Kopfhörerbuchse und einem Mini-DisplayPort aufwarten. WLAN steht nach dem Standard 802.11ac WLAN zur Verfügung, Bluetooth 4.0 ist ebenfalls mit an Bord. An Sensoren stehen ein Umgebungslicht-, ein Beschleunigungssensor, ein Gyroskop und ein Magnetometer bereit. Auch beim Surface dürfen eine Front- und Rückkamera nicht fehlen, die mit 5 MP respektive 8 MP auflösen. Um die Audio Ein- und Ausgabe kümmert sich ein Stereomikrofon sowie Stereolautsprecher mit Dolby-Audio.

Unser Testexemplar ist die Version für 1.449 Euro mit 8 GB RAM und einer 256 GB großen SSD, der Core i5 der sechsten Generation trägt die Bezeichnung Intel Core i5-6300U und bietet zwei Kerne mit 2,4 GHz, zusätzlich beherrscht die CPU auch Hyperthreading. Als Grafikeinheit kommt HD-Graphics 520 von Intel zum Einsatz.

Type Cover und Surface-Stift

Auch die Tastatur (292 Gramm) gibt sich keine Blöße und ermöglicht angenehmes Arbeiten am Surface. Das Type Cover bietet zudem eine Hintergrundbeleuchtung. Das Touchpad fällt allerdings sehr glatt aus, eine etwas rauere Oberfläche würde der Haptik dienlicher sein. Aber das könnte auch in die Kategorie "Geschmackssache" fallen.

Mit dem Surface-Stift lassen sich bequem handschriftliche Notizen aufzeichnen. Dank der 1.024 Druckstufen lässt sich mit dem Stift aber auch zeichnen. Zudem bietet der Stylus einen Druckknopf mit drei verschiedenen Funktionen: Ein Druck auf das Ende des Stifts öffnet die Notiz-App OneNote, zwei Klicks erstellen einen Screenshot. Wird der Knopf gehalten, bietet Microsofts Sprachassistentin Cortana ihre Dienste an – ein nettes Feature.

Verarbeitung und Lautstärke

Die Verarbeitung macht einen hervorragenden Eindruck, das Surface Pro 4 fühlt sich einfach hochwertig in der Hand an. Auch die praktischen magnetischen Anschlüsse für das Type Cover und den Netzstecker hat Microsoft beibehalten. Der Eingabestift findet seinen Platz auf der linken Geräteseite, auch hier sorgt ein Magnet für sicheren Halt.

Hörbar ist das Surface Pro 4 im normalen Betrieb nicht, das ändert sich aber unter Volllast deutlich. Um die Komponenten noch ausreichend zu kühlen, muss der Lüfter schließlich kräftig aufdrehen. Die Lautstärke nimmt dann rapide zu und endet schnell im unangenehmen Bereich – der Preis für die hohe Rechenleistung.

Benchmarks

PCMark 8 3DMark Cinebench
Home: 2.368 Punkte Fire Strike 1.1: 795 Punkte Ergebnis: 303 Punkte
Creative: 2.441 Punkte Sky Diver 1.0: 3.313 Punkte Open GL: 40,31 FPS
Work: 2.521 Punkte Cloudgate 1.1: 5.335 Punkte
Ice Storm 1.2: 44.121 Punkte

Akku-Laufzeit

Microsoft verspricht bis zu neun Stunden Videowiedergabe, in der Praxis sieht das jedoch ein wenig anders aus. Bei 50 Prozent Helligkeit bei der Wiedergabe eines YouTube-Videos (WLAN also an) hielt der Akku reproduzierbar 6,5 Stunden durch. Vollständig geladen ist der Akku nach rund zwei Stunden. Ein Hinweis: Microsoft hat eine neues Grafik-Treiber-Update (15.40.14.32.43.52) veröffentlicht, das den zu hohen Akku-Verbrauch im Standby-Modus behebt.

Fazit – Viel Licht, wenig Schatten

Im Test machte das Surface Pro 4 am Anfang kleinere Probleme, die sich teilweise auch in den Bewertungen im Microsoft Store wiederfinden lassen. So hat das Surface die Tastatur nach dem Aufwachen aus dem Standby-Modus mehrere Male nicht erkannt, obwohl die Hintergrundbeleuchtung aktiv war. Einmal ließ sich das Gerät gar nicht mehr aus dem Schlaf erwecken, ein Zwangsneustart (30 Sekunden den Power-Knopf gedrückt halten) brachte allerdings schnell Abhilfe. Die Symptome traten jedoch nur ganz zu Beginn des Tests auf, danach lief das Surface Pro 4 in der rund zweiwöchigen Testphase anstandslos.

Testlogo Microsoft Surface 4 Pro

Mit dem Surface Pro 4 ist Microsoft eine konsequente Weiterentwicklung seiner Surface-Reihe gelungen, das aktuelle Surface ist bei mehr Leistung gleichzeitig dünner und leichter als sein Vorgänger. Das Surface Pro 4 ist ein fast perfektes 2-in-1-Gerät, das wenig Raum zu Kritik bietet. Allerdings wäre noch eine LTE/4G-Option wünschenswert. Wer nicht soviel Leistung benötigt und es lieber leise mag, sollte einen Blick auf das "Einsteiger"-Modell für 999 Euro mit m3-Prozessor (Basistakt 900 MHz, Turbo-Taktfrequenz 2,2 GHz) werfen, das ohne Lüfter auskommt.

Unser Testfazit zum Microsoft Surface 4 Pro
Pro Contra
  • Tablet und Ultrabook in einem
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Leistungsstark
  • Lange Akkulaufzeit
  • Eingabestift liegt bei
  • Hochauflösendes Display
  • Kleine Probleme beim Aufwachen aus Standby
  • Keine LTE-Option
  • Geräte mit Core i5/i7 recht laut unter Last
Microsoft Surface Pro 4

Microsoft Surface Pro 4 (i5)

  • Betriebssystem Windows 10 Pro
  • 8 Megapixel-Kamera mit Autofokus
  • 12,3 Zoll Touchscreen, 1824 x 2736 Pixel
  • bis zu 512 GB Speicher
Microsoft Surface Pro 4Microsoft Surface Pro 4Microsoft Surface Pro 4

Marcel Petritz

Weiterführende Infos zum Thema:
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