Testbericht

Handy im Test: Das LG U8290

Schickes Design, intuitive Menüführung, umfangreiche Ausstattung. Das neue UMTS-Handy des südkoreanischen Herstellers macht rundum glücklich.

LG U8290
UMTS-Handys sind groß im Kommen: das hat auch der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics erkannt und bietet neuerdings in Zusammenarbeit mit T-Mobile ein neues Handy für die dritte Mobilfunkgeneration an: das U8290. onlinekosten.de hatte die Möglichkeit, das neue Gerät genau unter die Lupe zu nehmen.

Nur für T-Mobile-Netz

Gleich vorweg das größte Manko: das U8290 ist exklusiv bei T-Mobile erhältlich und mit einem SIM-Lock ausgestattet. Das heißt, es kann zunächst einmal nur mit einer Mobilfunkkarte von T-Mobile genutzt werden. Erst nach 24 Monaten ist das Handy auch mit einer SIM-Karte eines anderen Mobilfunkers nutzbar. Alternativ steht auch eine zweite Lösung zur Verfügung, die sich T-Mobile aber teuer bezahlen lässt: für 99,50 Euro kann ein mehrstelliger Entsperrcode angefordert werden, der die Nutzung des Handys auch in den Netzen von Vodafone, E-Plus und o2 erlaubt.

Ran an den Karton

Geliefert wird das Klapphandy, das außerhalb von UMTS-Netzen auch in GSM-Netzen mit 800, 1.800 und 1.900 Megahertz funkt, in einer schicken, schwarz glänzenden Verpackung. In der findet der Nutzer neben dem schwarz-silbernen Handy auch den Akku, ein USB-Datenkabel, ein Multifunktions-Headset inklusive Fernbedienung, eine Trageschlaufe sowie eine PC-Software und das 146 Seiten starke Handbuch.

Der Start ins neue Mobilfunkzeitalter ist unkompliziert. SIM-Karte und Akku lassen sich ohne Probleme einsetzen, mit einem Kurzen Druck auf die rote Gesprächsende-Taste wird das Handy eingeschaltet. Bis überhaupt die PIN-Nummer eingegeben werden kann, vergehen allerdings acht Sekunden. Erste Schritte im Menü

Wer das U8290 in der Hand halten darf, erhält zwar kein wirklich schlankes, aber ein verglichen mit anderen UMTS-Klötzen durchaus handliches Handy. Das schöne Design und die Handlichkeit werden ein wenig durch die externe Antenne getrübt. Ebenfalls nicht schön, leider heutzutage aber üblich: auf der Vorderseite prangert ein großes T-Mobile-Logo. Da ist das eingestanzte LG-Logo auf dem Akkudeckel der Rückseite deutlich dezenter. Für diese Design-Makel gibt es aber allenfalls leichte Abzüge in der B-Note.

Richtig erfreulich ist hingegen, dass insbesondere Nutzer, die bisher mit einem Nokia-Handy telefoniert haben, schnell mit der Menüführung des U8290 zurechtkommen dürften. Nicht nur die Navigation durch das Menü ähnelt stark der des finnischen Konkurrenten auch die Tastaturbelegung beim SMS-Schreiben ist nahezu identisch.

Durch das Menü wird über die kreisrunde Navigationstaste gesteuert. Insgesamt werden auf der Menü-Startseite neun Unterpunkte angezeigt. Der Nutzer kann hier zum Beispiel auf eingegangene SMS oder MMS, das Adressbuch, den integrierten Organizer mit Funktionen wie Wecker, Kalender und Aufgaben-Planer oder die ebenfalls eingebaute Digitalkamera zugreifen. Natürlich steht hier auch ein Menüpunkt rund um die Telefon- und Sicherheits-Einstellungen zur Verfügung. Der aktuell ausgewählte Menüpunkt ist allerdings leider nur sehr schlecht zu erkennen.

Praktisch: stehen in den einzelnen Menüpunkten weitere Unterpunkte zur Verfügung, können diese entweder direkt über die Navigationstaste oder direkt per Tastaturbefehl angesteuert werden. Jedem Unterpunkt ist nämlich eine Ziffer zugeordnet. Wird zum Beispiel im "Organizer" die Zifferntaste 7 gedrückt, landet der Nutzer direkt in der Taschenrechner-Funktion.

MP3-Player mit Kopfhörer-Fernbedienung

Praktisch zu bedienen ist der integrierte MP3-Player. Sofern Musikdateien auf das Handy geladen werden, kann dieser nämlich über das mitgelieferte Stereo-Headset und die daran angeschlossene Fernbedienung mit Lautstärkeregler bedient werden. Zwei Displays

Die Navigation durch das Menü möglich macht das große, helle TFT-Innendisplay, das auf 176 mal 220 Pixeln 262.144 Farben darstellen kann. Oben links wird recht klein die aktuelle Netzstärke angezeigt. Sollte ein UMTS-Netz verfügbar sein, wird dies über ein "3G" gekennzeichnet. Ebenso klein in der rechten oberen Displayecke kann der Nutzer einsehen, welche Kapazität der Akku noch liefert. Darunter, im eigentlichen Hauptfeld des Displays, werden Netz-Logo, Datum der aktuelle Wochentag und - besonders deutlich - die aktuelle Uhrzeit angezeigt.

Wie für ein hochwertiges Klapphandy üblich, ist das U8290 auch mit einem kleinen Außendisplay ausgestattet. Hier werden eingehende Anrufe, SMS und MMS ebenso signalisiert wie Datum, Uhrzeit Akkulaufzeit, Netzstärke und UMTS-Netzverfügbarkeit. Das Außendisplay mit einem edlen, silberfarbenen Rahmen ist 96 mal 96 Pixel groß und zeigt 65.536 Farben.

Kamera im Blickpunkt

Ein besonders prüfendes Auge haben wir auf die integrierte Kamera geworfen, die in geöffnetem Zustand unterhalb des Innendisplays zu finden ist und sich um circa 180 Grad drehen lässt. Auf diese Weise kann sie sowohl für die Aufnahme von Videos und Fotos genutzt werden, in UMTS-Netzen aber auch für die Videotelefonie, bei der man seinen Gesprächspartner nicht nur hören, sondern auch sehen kann.

Neben einer Linse mit 1,3 Megapixeln bietet die Kamera zahlreiche Extras. So können Fotos in Farbe oder Schwarz-Weiss aufgenommen werden. Verändert werden kann neben der Größe auch die Qualität der Fotos in drei Stufen. Serienbildaufnahmen sind nur bei einer Auflösung von 320 mal 240 Pixeln möglich, der neunfache Digitalzoom steht bei einer Auflösung von 1.280 mal 1.024 Pixeln leider nicht zur Verfügung. Dafür kann eine leistungsstarke Fotoleuchte genutzt werden, die akzeptable Fotos auch dann ermöglicht, wenn die Lichtverhältnisse weniger optimal sind.

Fazit: Viele Funktionen zum vergleichsweise kleinen Preis

Wer über kleine Makel hinwegsehen kann und im Netz von T-Mobile telefoniert, kann mit dem U8290 einen großen Wurf landen. Zwar gehört es mit seinen 126 Gramm sicher nicht zu den Leichtgewichten am Handymarkt, mit Abmessungen von 89 mal 48 mal 23 Millimetern bleibt es aber noch recht handlich.

Für ein Handy besonders wichtig - und beim neuen LG-Handy sehr gut gelöst - ist die Menüführung. Sie geht leicht von der Hand, ist intuitiv und jede Funktion des Handys lässt sich über nur wenige Stationen aufrufen.

Wer Sorgen hat, das Handy würde nicht genügend Speicher mitbringen, kann sich beruhigt zurücklehnen. 20 Megabyte stehen an internem Speicher zur Verfügung. Über einen Kartenslot kann zudem eine Speicherkarte zur Erweiterung des Speichers genutzt werden. Schade allerdings, dass LG dem ansonsten üppig ausgestatteten Lieferumfang keine Speicherkarte gegönnt hat. Zur Übertragung von Fotos auf den PC kann entweder das mitgelieferte USB-Kabel oder die Bluetooth-Funktion genutzt werden. Nicht zur Verfügung steht eine Infrarot-Schnittstelle.

Was kostet's?

In Verbindung mit einem Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit kostet das LG U8290 je nach gewähltem Tarif aktuell zwischen 29,95 Euro und 199,95 Euro. Ohne Vertrag bietet T-Mobile das Handy für 369,95 Euro an.

(Hayo Lücke)

Weiterführende Infos zum Thema:

Mehr aus dem Web

Zum Seitenanfang