High-End-Smartphone

Moto Z im Test: Android-Smartphone mit Modulen erweiterbar

Lenovo hat mit dem Moto Z ein modulares Android-Smartphone mit knapp 5,5 Zoll großem Display auf den Markt gebracht. Der Clou: Zusatzmodule lassen sich mit Magneten am Smartphone befestigen. Wie schlägt sich das Moto Z in der Praxis?

Lenovo Moto ZAm Moto Z kann man diverse Module per Magnet anbringen.© Lenovo GmbH

Das Smartphone individuell mit Modulen erweitern - die Idee gibt es schon länger, bloß hat sie bisher kein Smartphone-Hersteller praktikabel umsetzen können. Lenovo ändert das mit seinem Moto Z. An das ultradünne Smartphone mit lediglich 5,2 Millimetern Dicke lassen sich wahlweise ein zusätzlicher 2200-Milliamperestunden-Akku, ein Beamer, ein Stereo-Lautsprecher oder eine Kamera mit zehnfachem Zoom anschließen. Das funktioniert spielend leicht mittels Magneten, wodurch die Klickmodule fast automatisch korrekt an den 17 kleinen Kontaktpunkten landen. Man muss ich auch keine Sorgen machen, die Zusatzmodule zu verlieren, die Magnete halten bombenfest.

Stabiles Knäckebrot mit nativem Android

Ebenso stabil ist das eigentliche Smartphone trotz seines Knäckebrot-Designs – dem Verwindungstest widersteht das Moto Z dank Metallrahmen unbeeindruckt. Die restlichen Maße betragen 75 x 15 x 5 Millimeter und 138 Gramm – Knäckebrot trifft es somit sehr genau.

Das Display des Moto Z misst 5,46 Zoll und bietet scharfe 538 ppi sowie helle 526 Candela pro Quadratmeter. Die Farben sind kontrastreich und an der Blickwinkelstabilität lässt sich nichts aussetzen – alles in allem ein sehr hochwertiges Display.

Als Betriebssystem läuft auf dem Moto Z natives Android 6.0.1 inklusive einiger Zusatzfunktionen wie einer umfangreichen Sprachsteuerung oder einer Sperrbildschirmanzeige mit Datum, Uhrzeit und verpassten Ereignissen.

Lenovo Moto Z

Lenovo Moto Z

  • Betriebssystem Android 6.0.1 Marshmallow
  • 13 Megapixel-Kamera mit Autofokus, Bildstabilisator und Fotolicht
  • 5,5 Zoll Touchscreen, 1440 x 2560 Pixel
  • bis zu 64 GB Speicher
  • ab 0,00 € mit Vertrag
Lenovo Moto ZLenovo Moto ZLenovo Moto Z

Moto Z läuft gut warm

Unter der Haube finden sich vier Hochleistungskerne zu je 1,8 Gigahertz von Snapdragon. In Kombination mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher landet das Moto Z 64 Prozent über dem Durchschnitt aller im letzten Jahr getesteten Smartphones. Eine Leistung, die selbst anspruchsvollen Nutzern ausreichen dürfte.

Bei Arbeiten unter Volldampf wird das Smartphone recht warm – an die 40 Grad ließen sich im Test auf der Rückseite messen. Bei dem flachen Design konnte man vermutlich keine dickeren Kühleinheiten einbauen, die eine effektivere Kühlung des Prozessors sichergestellt und eine höhere Taktung der Kerne ermöglicht hätten.

Alles an Bord des Moto Z

Bezüglich der restlichen Ausstattung bleiben kaum Wünsche offen: Der interne Speicher fasst 32 Gigabyte, von welchen netto 21,1 Gigabyte übrig bleiben. Diese lassen sich via MicroSD-Karte erweitern. Alternativ lässt sich dieser Steckplatz für eine zweite SIM-Karte nutzen. USB-on-the-Go, LTE, WLAN ac, Bluetooth 4.1, NFC und Infrarotsender finden sich ebenfalls im Moto Z. Ein Fingerabdrucksensor auf der Front entsperrt das Smartphone.

Solide Akkulaufzeit, turboschnelles Laden

Der Akku des Moto Z fasst 2.600 Milliamperestunden und hat in unserem Test eine Laufzeit von 532 Minuten. Getestet wurde die Laufzeit mittels einer Videowiedergabe im Flugmodus bei gedimmtem Bildschirm. Voll geladen ist der Moto Z dank 3-Ampere-Ladegerät innerhalb von 70 Minuten. Hierbei sollte man jedoch bedenken, dass laut aktuellen Studien das Schnellladeverfahren der Akkukapazität deutlich schneller schadet als langsame Ladevorgänge.

Moto Z schießt schöne Bilder für den Hobby-Fotografen

Die Hauptkamera des Moto Z bietet 12,98 Megapixel und einen zweifarbigen LED-Blitz, der den Nahbereich gut ausleuchtet. Die Schärfe ist in Ordnung, lässt zu den Rändern hin jedoch etwas nach. Details gingen in unserem Test leider vermehrt verloren. Bei mittleren Lichtbedingungen profitiert man vom optischen Bildstabilisator, welcher das Bildrauschen erfreulich niedrig hält. Selbst bei schlechten Lichtbedingungen erzielt man noch recht gute Resultate. Die Front-Kamera nimmt Bilder mit fünf Megapixeln auf und bietet ebenfalls einen kleinen LED-Blitz.

Gute Videoaufnahmen, top Audio

Videos lassen sich mit dem Moto Z wahlweise in Full HD oder 4K aufzeichnen. Bei den Bewegtbildern sind Schärfe und Detailwiedergabe erfreulich gut, besser als bei den Fotos des Moto Z. Allerdings schafft es der Autofokus nicht immer, das Motiv scharfzustellen, wenn er auch selten nachzieht und schön ruhig bleibt. Die Musikwiedergabe ist erstklassig, allerdings verfügt das Moto Z über keinen Audio-Anschluss mehr, weswegen der mitgelieferte USB-Adapter benötigt wird.

Fazit zum Lenovo Moto Z: Runde Sache

Unter Strich ist Lenovos Moto Z ein grundsolides Smartphone, das sich zu Recht in die Oberklasse eingliedert. Mit einer Prozessorleistung von 64 Prozent über dem Schnitt, einem hervorragenden Bildschirm, seiner guten 13-Megapixel-Kamera und einer soliden Akkulaufzeit weiß das Moto Z besonders Intensivnutzer und anspruchsvolle Normalnutzer zu überzeugen. Vermissen könnte der ein oder andere einen Wasser und Staubschutz oder ein UKW-Radio. Dafür bietet das Moto Z als Besonderheit die Möglichkeit, Zusatzmodule via Magnet anzubringen.

Zum Marktstart muss man für das gute Stück satte 699 Euro hinblättern, was ein Preis-Leistungs-Verhältnis von 49 Prozent unter dem Schnitt macht. Für brandneue Platzhirsche ist ein Einstiegspreis von 40 bis 60 Prozent unter dem Durchschnitt jedoch gängig.

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