Testbericht

Leicht, edel und schick - Der Max-IVY im Test

Vier Gigabyte Flash-Speicher, ein tolles Design und eine kratzfeste Oberfläche - Das alles bietet der Max-IVY aus dem Hause Maxfield. Wir haben den kleinen Alleskönner genauer unter die Lupe genommen.

Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com
Maxfield hat im vergangenen November einen neuen Flash-Player auf den Markt geworfen, der insbesondere durch sein Design und seine kratzfeste Oberfläche bestechen soll. Der "Max-IVY" ist ein kleiner Multimedia-Player, der neben Musik auch Videos abspielen und Fotos zeigen kann. Wir haben den neuen Winzling einmal genauer unter die Lupe genommen.

Sehr leicht und flach

"Der ist aber leicht", ist der erste Eindruck, den der "Max-IVY" nach dem Auspacken hinterlässt. Der Player liegt mit seinen 42 Gramm und Abmessungen von 108 mal 49 mal 8,5 Millimetern gut in der Hand und ist zudem sehr flach und kompakt. Die Verarbeitung erscheint auf den ersten Blick sehr hochwertig. Das Gehäuse ist aus Magnesium gefertigt, die Oberfläche glatt und ohne hervorstehende Tasten.

Eine runde Sache

Der "Max-IVY" ist frei von Ecken und Kanten. Durch das Magnesiumgehäuse soll der Player besonders gefeit gegen Kratzer sein - sicher vor Fingerabdrücken ist er allerdings nicht. Kaum liegt der Player in der Hand, hinterlassen die Finger ihre unliebsamen und äußerst sichtbaren Spuren. Die Oberfläche verschmiert dabei sehr schnell, da der "Max-IVY" über spezielle berührungsempfindliche Sensortasten bedient wird.

Unser Testgerät besitzt vier Gigabyte Flash-Speicher, es gibt den Player aber auch in zwei kleineren Varianten: mit einem und mit zwei Gigabyte Speicherplatz. Der Lieferumfang ist umfangreich. Nahezu alles, was ein frisch gebackener "Max-IVY"-Besitzer braucht, liegt auch mit im Karton: ein Netzteil mit zwei verschiedenen Adaptern, eine Schutzhülle, ein Tragebändchen, Kopfhörer, ein USB-Kabel, Kurzanleitung, Treiber-CD und zusätzlich eine CD mit der Software "MP3 Maker".

Die mitgelieferte Schutzhülle ist aus einem dunkelgrauen geschmeidigen Silikon gefertigt und umgibt die Rückseite und die abgerundeten Seiten des Players. Die Vorderseite bleibt frei, damit der Nutzer das Gerät auch in der Hülle bedienen kann. Eingeschaltet wird das Gerät über die einzige vorhandene Schiebetaste an der Rückseite des Gehäuses, die gleichzeitig auch als Tastensperre dient. Wir schalten den Player ein: Auf der unteren Hälfte der Vorderseite leuchten nach einigen Sekunden Startzeit die fünf berührungsempfindlichen Tasten in einem schicken Blau auf. Es gibt eine Taste für Abspiel- und Pausenfunktion, eine Vor- und eine Zurück-Taste, eine Menütaste und eine Taste, mit der die Auswahl bestätigt wird oder im Musikmodus zwischen verschiedenen Wiederholungsfunktionen gewechselt werden kann.

Streicheleinheiten

Zwischen den Tasten befindet sich ein berührungsempfindlicher Streifen, auf dem der Nutzer mit dem Finger herauf- und herabfahren kann. Der Streifen blitzt bei Berührung blau auf. Auf diesem Weg lässt sich unter anderem die Lautstärke regeln. Die Pause-Taste sitzt allerdings etwas unglücklich direkt über dem berührungsempfindlichen Streifen: Fährt der Nutzer mit dem Finger einen Tick zu hoch, etwa um die Lautstärke zu erhöhen, schaltet sich die Pausenfunktion ein. Die Sensortasten reagierten zudem etwas träge.

Alles auf einen Blick

Das 1,8-Zoll-Display nimmt den Großteil der oberen Hälfte ein. Das Display fällt nicht sonderlich groß aus, die genauen Abmessungen betragen 28 mal 36 Millimeter. 128 mal 160 Pixel und bis zu 65.000 Farben lassen sich auf dieser Fläche darstellen. Das Menü erinnert im ersten Moment ein wenig an das Menü eines Mobiltelefons. Auf der ersten Ebene kann der Nutzer zwischen den Menüpunkten Musik, Video, Aufnahme, Sprache, Foto, Einstellungen, Navigation und Info navigieren. Der jeweils angewählte Punkt wird hervorgehoben und ein passendes Symbol erscheint in der Mitte des Bildschirms. Das Menü ist in der ersten Ebene übersichtlich und verständlich.

Der Musikmodus hingegen wirkt auf den ersten Blick sehr bunt und überladen. Auf dem dunkelblauen Hintergrund findet der Nutzer alle wichtigen Informationen, unter anderem Infos zum Interpreten, Titel, Lautstärke, Qualität der MP3-Datei, Fortschritt und gespielter Zeit. Am oberen Rand werden unter anderem Uhrzeit, Nummer des Musikstücks und Zahl der insgesamt gespeicherten Stücke, der gewählte Equalizer-Modus und der Akku-Ladestand angezeigt. Im unteren Drittel werden dem Anwender eine grafischer Equalizer und - wenn vorhanden - sogar der Songtext den passenden Stellen angezeigt. Alles aber in grafisch einfacher Darstellung.

An der abgerundeten Unterseite befinden sich USB-Anschluss und Kopfhörereingang. Auf der Rückseite gibt es außerdem noch einen Reset-Knopf, mit dem der Player etwa bei einem Absturz neu gestartet werden kann. Etwas unglücklich ist, dass das mitgelieferte USB-Kabel leicht wieder aus dem Anschluss am "Max-IVY" herausrutscht, da der Stecker durch die abgerundete Unterseite nicht komplett eingesteckt werden kann.

Maxfield bittet zum Diktat

Der "Max-IVY" besticht nicht nur mit seinem handlichen, leichten Format, sondern auch mit einigen nützlichen Zusatzfunktionen. Der Player kann unter anderem als Diktiergerät verwendet werden, eine Sleep-Funktion schaltet das Gerät nach einer vorgegebenen Zeit automatisch aus. Ein Radio vermissten wir aber.

Der integrierte Lithium-Ionen-Akku ist nicht austauschbar. Laut Hersteller soll der Akku den Player bis zu 14 Stunden mit Strom versorgen, bevor er wieder an die Steckdose angeschlossen werden muss. In unserem Test konnte der Akku bei Musikwiedergabe die angegebene Zeit bestätigen. Windows XP erkannte den "Max-IVY" ohne Probleme und der Nutzer kann das handliche Gerät auch ohne zusätzliche Software über den Windows-Explorer mit Daten füttern.

Kann auch Ogg Vorbis

Der "Max-IVY" unterstützt Digital Rights Management 10 und spielt MP3-, Ogg Vorbis- und WMA-Audiodateien ab. Bilddateien müssen im JPG-Format vorliegen, damit sie auf dem Player betrachtet werden können, Videos entweder als AVI- oder WMV-Datei. Für abendfüllende Kinoproduktionen ist der handliche Player aufgrund seines kleinen Displays aber nicht zu empfehlen, allenfalls für kurze Videoclips. Beim Hörtest schneidet der "Max-IVY" gut ab. Der Klang ist brillant und kann über den frei einstellbaren Equalizer beliebig verändert werden. Alternativ stehen auch sechs feste Equalizer-Einstellungen zur Verfügung.

Der Preis für den edlen, kleinen Flash-Player beträgt laut Hersteller in der Variante mit einem Gigabyte Speicher 139 Euro. Mit zwei Gigabyte kostet der "Max-IVY" 169 Euro, vier Gigabyte gibt es für 229 Euro. Maxfield lässt sich die kratzresistente Magnesium-Oberfläche und das schicke Design somit teuer bezahlen, denn wer noch rund 20 bis 70 Euro drauflegt, erhält statt dem "Max-IVY" mit vier Gigabyte Speicher auch bereits gute Festplatten-Player mit weitaus größerem Display und Speicher, wie den "Zen Vision:M" mit 30 Gigabyte von Creative. Wer Preise vergleicht kann den kleinen Maxfield-Player in diversen Internet-Shops derzeit um einiges günstiger erstehen: Die Preise für die kleinste Variante starten dort ab 89 Euro, zwei Gigabyte gibt es ab rund 112 und das vier-Gigabyte-Modell ab rund 190 Euro. Vergleichen lohnt sich also.

Wertung
Üppiger Lieferumfang
Kratzfeste Magnesium-Oberfläche
Gute Klangqualität
Extrem leicht und handlich
Schickes Design
Diktier- und Sleep-Funktion
Anfällig für Fingerabdrücke
Tastenanordnung
Sensortasten reagieren zu träge
Kleines Display
Vergleichsweise teuer
Akku nicht austauschbar
Gesamturteil: "gut"
Preis/Leistung: "ausreichend"




Maxfield Max-IVY (vier Gigabyte)
Lieferumfang: Player, Netzteil mit zwei Adaptern, Schutzhülle, Tragebändchen, Kopfhörer, USB-Kabel, Kurzanleitung, Treiber-CD, CD mit "MP3 Maker".
Gewicht 42 Gramm (inklusive Akku)
Abmessungen 108 x 49 x 8,5 Millimeter
Audio-Formate: WMA (mit DRM 10), MP3, Ogg Vorbis
Bild-Formate: JPEG
Video-Formate: MPEG 4 (.avi/.wmv)
Akku-Laufzeit Bis zu 14 Stunden (Musik)
Preis: 190 bis 239 Euro (vier Gigabyte)

(Denise Bergfeld)

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