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Handy im Test: Das LG F2300

Kompaktes Klapphandy der Mittelklasse kann insbesondere durch das handliche Design punkten.

LG F2300
Neben den bewährten Handy-Neuvorstellungen wird es im Mobilfunkbereich von onlinekosten.de in Zukunft eine weitere Neuerung geben: in regelmäßigen Abständen werden wir aktuelle Handy-Modelle von den großen Herstellern genauer unter die Lupe nehmen und unsere Eindrücke in Form eines Testberichtes für Sie zusammenstellen. Den Anfang macht das F2300 des südkoreanischen Herstellers LG: ein Mittelklassehandy, das aktuell zu einem Preis von 249 Euro ohne Vertrag im Handel erhältlich ist.

Handliche Verarbeitung

Wer das schicke LG-Handy in der Hand halten darf, wird sich schnell in die schlanken Formen verlieben. Abgerundete Kanten und die integrierte Antenne sorgen dafür, dass das Handy bequem in jeder Jacken- oder Hemdtasche verschwinden kann. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Farbe unseres Testgerätes: im Orangemetallic-Kleid dürfte das Handy nicht jeden Geschmacksnerv treffen. Alternativ steht es aber auch in Blaumetallic zur Verfügung. Überrascht dürften vor allem Nutzer sein, die bisher mit Handys im klassischen Design telefoniert haben. Nicht nur bei kurzen Telefonaten, sondern auch bei Dauergesprächen liegt das 88 Millimeter große, 46 Millimeter breite und 24 Millimeter dünne Handy richtig gut in der Hand. Mit einem Gewicht von 91 Gramm wird es im täglichen Gebrauch auch nicht als zusätzlicher Ballast empfunden.

Typische Mittelklasse

Bei einem Blick auf die technischen Grundfunktionen, wird schnell deutlich, dass das F2300 durchaus für Otto-Normal-Verbraucher geeignet ist, Business-Kunden aber einen großen Bogen um das neue LG-Handy machen sollten. So fehlt zum Beispiel eine Infrarotschnittstelle ebenso an Bord wie Bluetooth. Oben drauf wird das Gerät nur mit Dualband-Technik ausgeliefert, was zum Beispiel einen Gebrauch in den USA unmöglich macht.

Kamera mit vielen Extras

Völlig ausreichend ist die integrierte Kamera, die nicht nur über das Menü, sondern auch über eine seitliche Kamerataste gestartet werden kann. Sie nimmt zwar nur Fotos in VGA-Qualität auf, das heißt mit einer maximalen Auflösung von 640 mal 480 Pixeln. Für Fotoamateure und einfache Schnappschüsse ist das aber vollkommen ausreichend. Neben einem vierfachen Digitalzoom steht auch ein Fotolicht zur Verfügung, das aber selbst bei vollkommener Dunkelheit für nur gerade ausreichend erhellende Momente sorgt. Zusätzlich steht dem Nutzer die Möglichkeit zur Verfügung, statt Farbfotos auf den Schwarz-Weiss-Modus umzustellen. Ebenso stehen ein Selbstauslöser und eine Serienbildfunktion für sechs aufeinander folgende Bilder zur Verfügung. Last but not least können mit der Kamera aufgenommene Fotos Kontakten im Adressbuch zugeordnet werden. Diese erscheinen dann bei eingehenden Anrufen neben dem Anrufernamen im Display. Ansprechende Menüführung

Pluspunkte kann das F2300 bei der Menüführung sammeln. Sie ist durch animierte Icons nicht nur intuitiv, sondern auch schlüssig und leicht verständlich gegliedert. Insgesamt neun Menüpunkte, angefangen bei der Profilverwaltung, über die Einsicht von Anruflisten bis hin zu den Einstellungsfunktionen, stehen zur Verfügung und können über eine Vier-Wege-Navigationstaste angesteuert werden.

Der Navigationskey steht auch als Favoritentaste zur Verfügung. Mit nur einem Klick können Adressbuch, die vier individuell einstellbaren Profile, die SMS-, Termin- beziehungsweise Alarm-Verwaltung sowie – und das ist besonders praktisch – bis zu neun eigene Favoriten aus dem Handy-Menü aufgerufen werden. So geht die Navigation durch die wichtigsten Menüpunkte besonders einfach von der Hand. Außerdem stehen zwei weitere Menü-Tasten zur Verfügung, mit denen auf die eigenen Dateien wie geschossene Fotos oder Spiele beziehungsweise den integrierten Kalender zugegriffen werden kann.

Zwei Displays

All das wäre natürlich nicht möglich, wenn das Handy nicht mit einem passenden Display ausgestattet wäre. Das Hauptdisplay auf der Innenseite ist 128 mal 160 Pixel groß und kann 65.536 Farben darstellen. Auch das ist verglichen mit anderen Modellen nicht das Optimum, reicht aber vollkommen aus. Eingehende Anrufe, verpasste SMS oder Termine signalisiert ein 96 mal 96 Pixel kleines Außendisplay das ebenfalls 65.536 Farben darstellen kann. Hier werden auch Datum, Uhrzeit, Netz- und Akkukapazität angezeigt.

Abzüge muss man dem Handy erteilen, betrachtet man sich das Tastenfeld. Die Übergänge zwischen den einzelnen Tasten sind quasi fließend, wodurch statt der gewünschten Ziffer schon mal das benachbarte Ziffernfeld getroffen wird. Das ist nicht nur beim Wählen von Telefonnummern etwas nervig, auch beim Schreiben von SMS kann dies zu Problemen führen. Besonders nachts schön anzusehen ist die blaue Tastaturbeleuchtung. Mit Vorsicht ist auch der Anschluss für das Ladegerät zu genießen. Wird das Ladekabel ruckartig gezogen (zum Beispiel wenn das Handy während des Ladevorgangs vom Tisch auf den Boden fällt), besteht die Gefahr, dass die Ladeplatine am Anschluss beschädigt wird. Fazit: Mittelklasse zum attraktiven Preis

Mit dem F2300 hat LG ein typisches Mittelklasse-Handy auf den Markt gebracht. Für knapp 250 Euro gibt es ein Mobiltelefon, das ohne Business-Extras, aber mit zahlreichen Sonderfunktionen für Otto-Normal-Nutzer versehen wurde. VGA-Kamera und zwei Displays mit 65.536 Farben sorgen auch abseits gewohnter Telefonie-Funktionen für Abwechslung.

Pluspunkte kann das Handy vor allem in Sachen Design und Handhabung sammeln und auch an der Sprachqualität gibt es nichts auszusetzen. Für relativ kleines Geld erhält man von LG ein Mittelklassehandy, das zwar Wünsche offen lässt, aber durchaus schnell ins Herz geschlossen werden kann. Wer zuvor ein Nokia-Handy genutzt hat, braucht im Übrigen nicht lange, um sich an das neue Handy zu gewöhnen. Selbst die Tastaturbelegung in der SMS-Funktionen ähnelt sehr stark derer von Nokia-Handys.

Im Lieferumfang ist neben einem Ladegerät auch ein Stereo-Headset und eine Trageschlaufe enthalten. Die Gesprächszeit liegt nach Herstellerangaben bei bis zu acht Tagen, die reine Sprechzeit bei bis zu drei Stunden.

(Hayo Lücke)

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