Handys

Handy im Test: Das LG B2050

onlinekosten.de hat das Triband-Handy für Einsteiger mit übersichtlicher Menüführung aber ohne Foto-Kamera unter die Lupe genommen.

LG B2050
Nachdem wir erst vor kurzer Zeit unsere neue Handy-Testreihe mit dem Mittelklasse-Modell F2300 von LG einläuteten und auch das C3320 aus selbem Hause schon auf unserer Prüfliste stand, haben wir nun das nächste Gerät des südkoreanischen Herstellers unter die Lupe genommen. Das B2050 siedelt sich bei einem Kaufpreis von rund 120 Euro (ohne Vertrag) im unteren Preissegment an und soll den preisbewussten Prepaid-Karten-Nutzer ansprechen.

Flachmann

Das B2050 ist zwar nicht ganz so flach wie das RAZR V3 von Motorola, lässt sich bei einer Höhe von 15 Millimetern jedoch ebenso bequem in der Hosentasche tragen – Länge und Breite haben Abmessungen von 104 mal 42 Millimetern. Zudem ist das Triband-Gerät ein wahres Leichtgewicht und wiegt inklusive Akku gerade mal 76 Gramm. Die blau beleuchteten Tasten des komplett aus Kunststoff gefertigten Handys haben einen angenehmen Druckpunkt und erlauben eine gute Steuerung. An dem seitlichen Kopfhörer-Anschluss kann aber nachgebessert werden: die Verschluss-Gummikappe lässt sich selbst mit dem Fingernagel schlecht lösen. Strom bekommt das Handy von einem Lithium-Ionen-Akku mit 3,7 Volt. Die maximale Stand-by-Zeit beträgt circa 200 Stunden, also rund acht Tage. Das ist Durchschnitt, für ein Einsteigerhandy aber okay.

Farbspiele

Das sechszeilige CSTN-Farbdisplay des B2050 stellt 65.536 Farben auf einer Fläche von 128 mal 128 Pixeln dar und siedelt sich damit in der Mittelklasse an – aktuelle Spitzenklasse-Handys schaffen derzeit 262.000 Farben. Für den Internetzugang steht GPRS der Klasse 10 bereit. Surfen kann man dann über den MIC Browser in der Version 1.1.13 - wie bei den meisten Handys üblich hält sich der Surfspaß auf dem kleinen Display jedoch in Grenzen.

Die Sprach- beziehungsweise Ausgabequalität des B2050 ist mittelmäßig, da der kleine Lautsprecher nur eine mäßige Audio-Wiedergabe erlaubt. Dies macht sich sowohl bei Klingeltönen als auch während eines Gesprächs bemerkbar. Im Telefonat verfügt das Gerät über die von ISDN-Telefonen bekannte Anklopfen-Funktion und erlaubt die Annahme eines zweiten Gesprächs. Unterstützt der Netzbetreiber die Funktion, ist auch eine Konferenzschaltung mit bis zu fünf Teilnehmern möglich. Das Menü des LG-Gerätes ist sehr übersichtlich und einfach gestaltet, sodass man sich schnell und ohne große Einarbeitung zurechtfindet. Acht Registerkarten von "Nachrichten" bis "Spiele" fassen den Funktionsumfang zusammen. Bei dem Verfassen von SMS oder MMS steht standardmäßig T9 zur Worterkennung zur Verfügung. Eine SMS darf eine maximale Länge von 1.600 Zeichen haben.

Nicht für Zocker

Für Spielfreunde ist das B2050 jedoch nichts. Die beiden vorhandenen Games sind gegenüber Spielen auf vielen anderen Handys sehr trivial, da das B2050 kein Java unterstützt. Neben einem Organizer mit Terminkalender stehen auch Extras in Form eines Rechners, Einheitenumrechners und einer Weltuhr zur Verfügung. Für kurze Memos kann die Sprachaufzeichnung genutzt werden, die jeweils Nachrichten mit einer Länge von 20 Sekunden speichern kann.

Fehlende Anbindung

Der integrierte Speicher des B2050 ist nur 1,5 Megabyte groß, da jedoch keine Foto-Kamera in dem Handy integriert ist, reicht der Speicher gerade für Handy-Wenignutzer aus. Erweitern lässt sich der Speicher nicht. Bis zu 200 SMS oder 100 MMS lassen sich archivieren. Zudem können polyphone Klingeltöne abgelegt werden. MP3s kann das Gerät nicht wiedergeben. Problematisch ist auch die Übertragung der Klingeltöne auf das Handy, wenn man diese nicht direkt über einen Klingelton-Anbieter bestellen möchte. Das B2050 verfügt nämlich weder über eine Bluetooth-, noch über eine Infrarot-Schnittstelle. Im Lieferumfang ist auch kein Datenkabel zum Anschluss an den PC enthalten.

Fazit: Gutes Einsteiger-Handy

Das LG B2050 ist ein klassisches Einsteiger-Handy ohne besondere Extras wie etwa eine Kamera, dafür kostet es auch nicht viel. Besonders positiv ist uns das schnörkellose Menü des Leichgewichtes aufgefallen. Selbsterklärend und übersichtlich finden sich ohne große Einarbeitung alle Funktionen schnell. Auch die Verarbeitung ist in Ordnung und dank Triband-Fähigkeit ist man mit dem B2050 auch für den nächsten USA-Urlaub gerüstet.

Negativ hingegen fällt die fehlende PC-Anbindung ins Gewicht. Wenn schon nicht Bluetooth oder Infrarot als kabellose Übertragungsdienste vorhanden sind, dann sollte seitens LG doch zumindest ein Kabel zum Anschluss an den PC mitgeliefert werden. Auch die Gesprächsqualität könnte besser sein, der verbaute Lautsprecher gibt jedoch nicht mehr her, zudem würden sich gerade junge oder jungebliebene Nutzer sicherlich über eine Java-Unterstützung freuen.

Nichtsdestotrotz, rundum macht das B2050 genau das was es soll und eignet sich somit optimal für Einsteiger, die telefonieren und SMS schreiben wollen und auf eine Kamera-, MP3-, oder ausgiebige Organizer-Funktion verzichten können.

(Filip Vojtech)

Weiterführende Infos zum Thema:

Mehr aus dem Web

Zum Seitenanfang