Testbericht

Die TV-Kabel-Flatrate von ISH im User-Test (Teil 3)

DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com
Das Fazit: Nach 3 Monaten Dauertest kommt unser Tester im letzten Teil nun zu seinem abschließenden Urteil. ISH bot uns eine 2-Mbit-Standleitung zum Dauertest an, doch weder Redaktion noch private Haushalte der Redakteure lagen im Ausbaugebiet. Erste Ergebnisse finden sich in Teil 1 des User-Tests, Langzeiterfahrungen sind in Teil 2 des User-Tests nachzulesen.

Teil 3 der User-Geschichte - ISH Testresümee

Der Service von ISH erwies sich in jeder Hinsicht als verlässlich und nützlich. Vor Anschluss an das Netzwerk und Auftragsvergabe wurde unser Tester umfassend beraten und Fragen wurden kompetent und umgehend beantwortet. Im gleichen Zuge wurden alle nötigen Parameter für die Installation abgefragt.

Die mit maximal 3 Stunden angesetzte Installationszeit wurde ebenso eingehalten, wie eine kurze, aber ausreichende Einführung in das System, die gemeinsame Einrichtung der Email-Accounts und ein kleiner Überblick über das von ISH zur Verfügung gestellte Breitbandportal unter www.ish.com.

Obwohl es bis auf kleine Differenzen zwischen der nominalen und der tatsächlichen Upload-Rate keine nennenswerten Zwischenfälle gab, reagierte der Service auch nach der Installation immer umgehend und kompetent. Kompetenz des Service bei akuten Problemen

Mit dem Problem der Uploadrate konfrontiert, reagierte der Service wie gewohnt schnell und persönlich. Der Wunsch nach dem konkreten Rückruftermin wurde genauso erfüllt, wie auch weitere Rückrufe seitens des Service kein Problem waren - auch auf Mobilfunknummern.

Der Servicemitarbeiter bot neben fachlich kompetenter Beratung Instruktionen zur Problemlösung, mit deren Hilfe über ein Testtool vergleichbar www.speedmeter.de die genauen Upload- und Download-Raten innerhalb des ISH-Netzwerkes ermittelt werden konnte. Innerhalb des ISH-eigenen Netzwerkes wurden demnach Upload Raten von bis zu 59kb/sec erreicht, die letztendlich keinen nennenswerten Mangel gegenüber den nominalen 64kb/sec aufwiesen.

Auf diverse Rückfragen nach den Gründen wurde argumentiert, dass grade der Rückkanal einerseits besonders empfindlich sein kann und zweitens die maximalen Werte nur innerhalb des ISH-Netzwerkes erfüllt werden könnten. Die eigentlichen Flaschenhälse bei der Verbindung ließen sich also mit einem einfachen „traceroute“ ausmachen.

Im Gesamturteil war der Service sehr kompetent, freundlich und flexibel bzgl. Kundenwünschen wie Rückrufen etc. und zusätzlich in der Lage, einem vermeintlichen Laien die Fakten und Gründe verständlich nahe zu bringen. Es tut sich was bei ISH...

Innerhalb der letzten Monate wurde die Website der Firma ISH ebenfalls komplett überarbeitet und enthält nun neben den bisherigen Inhalten des weiteren direkten Zugang zum ISH-eigenen Breitbandportal, dem Service mit FAQ und Kontaktmöglichkeit, sowie zum Webmaildienst.

Hierbei wurde offensichtlich mehr Wert auf Nutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit der Webseite gelegt als dies bei der letzten Version der Fall war, in der man lediglich durch einen glücklichen Zufall den gesuchten Inhalt fand. Somit präsentiert sich ISH nun auch serviceorientiert und graphisch interessant im Internet und rundet damit das durchaus stimmige Gesamtangebot ab.

An dieser Stelle sei auch der Webmail-Service lobend erwähnt, der bei Installation vom Servicetechniker ebenfalls ausreichend erklärt wird. Über das Webmail-Interface ist es jederzeit problemlos möglich, von jedem Standort aus auf die persönlichen Mails zurückzugreifen. Der Komfort dieses Programms lässt für einen kostenlosen Service eigentlich kaum Wünsche offen.

Nachteile

Im gesamten Testverlauf fielen keine nennenswerten Nachteile oder Probleme auf. Einziges unter Umständen nennenswerte Manko ist vielleicht die Tatsache, dass durch den Installationssupport keine Installation auf Linux-, sondern lediglich auf Windows und Macintosh-Rechnern angeboten wird.

Dabei stellt sich die Installation – auch komplett über das Internet – dank vorhandenem DHCP-Server und damit automatische IP-Adressvergabe sowie der hohen Bandbreite sehr unproblematisch dar: Ist die Netzwerkkarte erst einmal korrekt konfiguriert, können alle zur Installation des Betriebssystems notwendigen Dateien sowie zusätzliche Programmpakete aktuell aus dem Internet bezogen und installiert werden. Niemals stellte sich auch für Laien die Linux-Netzwerkinstallation einfacher dar. Preis / Leistung

Das Preis/Leistungsverhältnis im Vergleich mit anderen Providern fällt klar zugunsten ISH aus. Die technischen Daten der Ping-Antwortzeiten und des durchweg sehr zügigen Up- und Downloads (siehe Test-Bericht Nr. 2) sprechen für sich und suchen in Deutschland sicher weitgehend ihresgleichen.

Auch eher eine Seltenheit in der deutschen Providerlandschaft für Privatnutzer dürfte die Vergabe einer statischen IP-Adresse sein, die sich problemlos zum Betrieb einer kleinen Website oder Fileservers, sowie als Remote Network nutzen lässt. Die Anbindung weiterer Rechner über einen Router/Gateway und/oder Wlan-Lösungen stellen dank der breit dimensionierten Bandbreite ebenfalls kein Problem dar.

Resümee

Unabhängig vom Betriebssystem stellt ISH für Anwender, die ohne Telefonanschluss auskommen aber trotzdem über einen Breitbandzugang verfügen möchten, eine sinnvolle Alternative dar. Aber auch für bisherige Kunden anderer Netzwerkbetreiber sprechen die Testergebnisse für sich – hier können nur wenige im direkten Preis/Leistungsverhältnis mithalten (siehe Test-Bericht Nr. 2). Fraglich letztendlich ist nur: Braucht man soviel Internet?

Wer diese Frage nach Lesen des Tests mit „JA“ beantworten kann, dem sei ISH nur wärmstens ans Herz gelegt. Mit einer Mindestlaufzeit von drei Monaten und einer Kündigungsfrist von 6 Werktagen bietet sich ein Vertrag sogar zum Test mit optionaler Verlängerung an.

Unser Tester jedenfalls war sehr zufrieden und wird den Service auch weiterhin nutzen!

(Carsten Deppermann)

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