Testbericht

Dell XPS 14z im Test: Starkes Design-Subnotebook

Im Juni haben wir das Dell XPS 15z getestet, ein flaches, durchgestyltes Kraft-Notebook. Jetzt steht mit dem 14z eine Subnotebook-Variante in den Startlöchern: genauso schick und genauso stark. Wir haben uns den Laptop genauer angesehen.

Im Juni haben wir das Dell XPS 15z getestet, ein flaches, durchgestyltes Kraft-Notebook. Jetzt steht mit dem 14z eine Subnotebook-Variante in den Startlöchern: genauso schick und genauso stark. Wir haben uns den Laptop genauer angesehen.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Besonders schlanke und leichte Subnotebooks mit Windows-Betriebssystem und Intel-Prozessor wagen derzeit einen Großauftritt, um dem beliebten Apple Modell MacBook Air gemeinsam als Gruppe der Ultrabooks entgegenzutreten. Nicht jeder große PC-Hersteller hat bereits ein eigenes Ultrabook vorgestellt, was nicht heißt, dass keine anderen flachen und leistungsstarken Mobil-Geräte in Arbeit sind. Dell hat sich zum Beispiel noch nicht offiziell auf den Ultrabook-Pfad gegeben, mit dem XPS 15z aber bereits im Sommer den Grundstein für eine schlanke und gleichzeitig starke Laptop-Serie gelegt. Am 15. November startet nach dem 15-Zoll-Modell nun ein Exemplar mit 14-Zoll-Display, das XPS 14z.

XPS 14z Test – Inhalt

  • Seite 1: Äußerlichkeiten, Display und Eingabegeräte
  • Seite 2: Akkulaufzeit, Schnittstellen und Hardware
  • Seite 3: Software, Fazit und Info-Tabelle

Dells derzeit flachstes Notebook

Mit einer Bauhöhe von lediglich 23 Millimetern (mm) ist das 335 x 234 mm große XPS 14z das derzeit flachste Notebook aus dem Hause Dell. So dünn wie die Ultrabooks ist es aber nicht: Je nach Modell und Messpunkt sind die Laptops mit 3 bis 18 mm noch flacher. Zudem ist das XPS 14z genau wie der große Bruder Dell XPS 15z (Test) ebenmäßig und nicht spitz zulaufend geformt. Das Aluminium-Gehäuse mit einer Magnesiumlegierung und matter Oberfläche wirkt daher schon optisch schwerer - und das ist es auch. Während die Ultrabooks maximal 1,4 Kilogramm (kg) auf die Waage bringen, ist Dells neuestes Subnotebook mit rund 2 kg deutlich massiger. Dadurch macht es aber auch einen sehr wertigen und stabilen Eindruck, die abgerundeten Kanten und das ausgefeilte Design sorgen dafür, dass trotzdem ein leichtfüßiger und moderner Look entsteht. Ins Auge stechen nicht nur die auffälligen Lautsprechergitter, die hübsch geformten Tasten und die verzierten Scharniere, sondern vor allem der Bildschirm.

13-Zoll-Rahmen mit 14-Zoll-Display

Wie Dell betont, misst das Display 14 Zoll, obwohl es in einem 13,3-Zoll-Deckel steckt. Der Rahmen ist deshalb sehr schmal, wenn auch nicht nahtlos. Die Scheibe misst diagonal knapp 37 Zentimeter (cm), schaltet man das Notebook ein, macht sich aber noch ein schwarzer Rahmen bemerkbar. Schlussendlich ergibt sich diagonal eine Bildfläche von 35 cm mit einer Auflösung von 1.366x768 Pixeln (HD). Gerade jetzt im Herbst, wenn die tiefstehende Sonne durch das Fenster scheint, enthüllt die spiegelglatte Oberfläche neben ihrer schönen Optik auch die Schattenseiten: Die Umgebung spiegelt sich bei ungünstiger Sitzposition stark, was die Strahlkraft der Farben und die Schwarzsättigung noch schwächer wirken lässt als sie bei guten Voraussetzungen sind; und auch dann sind sie eher durchschnittlich. Der kleine vertikale Blickwinkel verstärkt diesen Eindruck. Hingegen positiv ist der große horizontale Blickwinkel, der auch von der Seite schauenden "Mitsehern" eine klare Anzeige offenbart. Bei der Helligkeit hätte Dell etwas verschwenderischer sein dürfen. Bei Sonnenschein und Reflexionen ist auch die hellste Einstellung nicht zu übertrieben. Am oberen Rand ist eine 1,3-Megapixel-Webcam in Gesellschaft von zwei Mikrofonen eingelassen worden, für Videochats bringt der Laptop also alles mit.

Schön und praktisch: Tastaturbeleuchtung

Wenn die Sonne untergegangen ist und das Notebook im dunklen Zimmer bedient werden soll, kann sich der Besitzer über eine Tastaturbeleuchtung freuen. Die Leuchtkraft lässt sich abschwächen und auf Wunsch auch komplett abstellen und setzt der an sich schon überzeugenden Tastatur ein i-Tüpfelchen auf. Zwar gibt es keinen separaten Nummernblock, dafür ist genügend Raum zum bequemen 10-Finger-Schreiben vorhanden. Das Touchpad ist ebenfalls großzügig und lässt daher viel Platz für Mehrfingergesten.

Wandert der Blick rund um das Notebook herum, wird ein weiterer Unterschied zu den Ultrabooks dieses Jahres deutlich: Das XPS 14z verfügt über ein optisches Laufwerk. Hinter dem schmalen Slot an der rechten Seite verbirgt sich ein DVD-Brenner, der längliche Knopf dient zusammen mit fünf Mini-Leuchten als Informant für den Akku-Füllstand. Der Akku ist - genau wie im XPS 15z - fest integriert und auch in Bezug auf die Leistung ähnlich. Unter Vollast hält das XPS 14z nur knapp 2 Stunden durch, beim Abspielen von DVDs oder intensivem Arbeiten und Surfen etwa 4 Stunden. Belässt man den Laptop im Energiesparmodus und öffnet lediglich Textdokumente, lässt sich die Laufzeit auf etwa 8 Stunden strecken. Für einen Desktop-Ersatz beziehungsweise 15-Zöller ist das nicht schlecht, ein Subnotebook sollte unter voller Auslastung aber länger mit einer Akkuladung auskommen.

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Schade: Kein USB-Port an der Seite

Auf der gegenüberliegenden Seite wurden Anschlüsse für ein Mikrofon und einen Kopfhörer sowie ein Speicherkarten-Leser für das Format SD angebracht, alle weiteren Schnittstellen (LAN, Mini-DisplayPort, HDMI, USB 2.0, USB 3.0) finden sich auf der Rückseite. An sich ist es sehr praktisch, das Netzteil, das Kabel einer USB-Maus und das Kabel eines angeschlossenen Monitors aus dem Blickfeld verbannen zu können, gar keinen USB-Port an der Seite parat zu haben, um schnell einen USB-Stick anzuschließen, ist jedoch ungewohnt.

Starke Hardware

Unter der Haube hat unser Testgerät einen Intel Core i5-2430M Prozessor mit 2,4 Gigahertz (GHz) und integriertem Intel HD 3000 Grafikchip, 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und eine 500-GB-Festplatte vorzuweisen. Welche Konfigurationsmöglichkeiten Dell im Detail anbietet, bleibt abzuwarten. Noch ist im Onlineshop lediglich eine Seite mit einer Ankündigung des XPS 14z zu finden, jedoch keine technischen Daten. Wie die zuständige Presseagentur mitteilt, wird das Notebook aber auch mit einem Intel Core i7 und einer Nvidia GeForce GT 520M mit 1 GB Speicher angeboten. In der Version mit dedizierter Grafikkarte ist dann auch Unterstützung für Nvidia Optimus gegeben, sodass sich die Karte mit dem CPU-internen Chip abwechseln kann, um den Rechner entweder in Richtung Leistung oder Laufzeit zu schubsen. Auch eine 750-GB-Festplatte und ein SSD-Laufwerk mit bis zu 256 GB Speicherplatz finden Erwähnung. Nicht verfügbar sind offenbar eine Blu-ray-Option und ein Mobilfunkmodul.

Wer keine Highend-Leistung benötigt, kommt aber auch bereits mit unserer Testkonfiguration zurecht. Intels Core i5 zählt zur frischen Ware aus dem vierten Quartal dieses Jahres und unterstützt vier Threads auf zwei Kernen. Turbo Boost pusht die Taktfrequenz bei Bedarf auf bis zu 3 GHz hoch. Mit dem ausreichend dimensionierten RAM sind genügend Reserven für verschiedene parallele Anwendungen vorhanden. Ausgehend von unseren Benchmark-Ergebnissen (siehe Seite 3), ist der Intel Core i5-2430M im XPS 14z genauso flott unterwegs wie der Intel Core i5-2410M, der im XPS 15z Test-Notebook werkelte. Bilder sind schnell zu einem ZIP-Päckchen verschnürt und auch wenn ein Full-HD-Video mit einer Abspiel-Software und ein zweiter hochauflösender Film via YouTube zum Laufen gebracht werden, während mehrere Browser-Fenster mit diversen Tabs geöffnet sind, ist die CPU nur zu einem Drittel ausgelastet. Apropos HD: Intels integrierter Chip reicht aus, um Full-HD-Streifen ruckelfrei über das Display huschen zu lassen. Sogar anspruchslosere oder ältere Spiele sind noch flüssig spielbar, wenn zugunsten der HD-Auflösung die Detailstufe nach ganz unten gedreht wird. Etwa die doppelte Leistung ist mit der Grafikkarte zu erwarten.

An Programmen liefert Dell allen voran die hauseigene Stage-Software mit, die hauptsächlich für Touchscreens einen schnellen Zugriff auf Mediendateien oder favorisierte Anwendungen sicherstellt. Ansonsten finden sich die auch von anderen Herstellern gerne installierten Tools wie eine eBay-Verknüpfung und eine Bing-Toolbar, die der eine oder andere Anwender vielleicht direkt deinstallieren möchte. Eine Treiber-CD und eine Kurzanleitung liegen bei, ein ausführliches Handbuch ist installiert. Das Anfertigen einer Recovery-DVD für Windows 7 muss der Nutzer selbst übernehmen.

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Fazit: Das XPS 14z ist genauso gut wie das 15z - nur kleiner

Mit dem XPS 14z hat Dell eine kompaktere und leichtere Version seines 15z herausgebracht – nicht mehr und nicht weniger. Optisch genauso schick und durchgestylt zeigt sich das 14z auch innerlich ähnlich stark. Lediglich ein Full-HD-Panel steht nicht als Option bereit. Der Sound ist ohne Subwoofer nicht so kräftig wie bei ausgewachsenen Multimedia-Spezialisten, für ein Subnotebook aber überdurchschnittlich gut. Mit der zwar in puncto Erreichbarkeit eingeschränkten, aber inhaltlich vollständigen Schnittstellenbestückung und den guten Eingabegeräten stellt sich das neue 14z als potentieller Kandidat für mobile Business-Anwender auf und betritt daher das Terrain des MacBook Pro von Apple. Das kostet in der 13-Zoll-Version bei ähnlicher Bestückung etwa 250 Euro mehr. Was für die berufliche Nutzung noch interessant sein dürfte: Das XPS 14z läuft auch nach mehreren Stunden an keiner Stelle heiß und ist bei anspruchslosen Aufgaben sehr leise. Wird es gefordert, kann es lauter zugehen.

Weitere Testberichte und eine Kaufberatung zum Thema Notebook liefert unser Hintergrundbereich.

Name: XPS 14z
Hersteller: Dell
Internet: www.dell.de
Preis: Serie ab 899 Euro
Technische Daten
Prozessor: Intel Core i5-2430M mit 2,4 GHz
Grafikkarte: Intel HD 3000 (integriert) / Nvidia GeForce  GT 520M mit 1 GB gegen Aufpreis
Bildschirm: 14 Zoll (1.366x768 Pixel) LG Shuriken mit Edge-to-Edge-Glass, glänzend
Batterie: Lithium-Ion-Akku mit 8 Zellen, Laufzeit: 110 Minuten unter Vollast / 485 Minuten Lesetest (WLAN aus) / ca. 250 Minuten DVD-Wiedergabe (Lautstärke + Display 50%)
Speicher: 4 GB DDR3 (2x2)
Festplatte: 500 GB (Western Digital)
Laufwerk: Slot-in-DVD-Brenner
Soundkarte: Onboard
Kommunikation: Gigabit LAN, WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 3.0
Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64-bit
Abmessungen: BxTxH: 335 x 234 x 23 Millimeter; ab 1,98 Kilogramm
Anschlüsse: HDMI 1.4, Mini DisplayPort, USB 3.0, USB 2.0, Kartenleser (SD), Mikrofon, Kopfhörer
Sonstiges: 1,3-Megapixel-Webcam mit Dual-Array-Mikrofonen, Stereo-Lautsprecher, beleuchtete Tastatur, Intel Wireless Display
Lieferumfang: Notebook, Netzteil, Netzkabel, Kurzanleitung, Drivers and Utilities DVD
Benchmarks/Zahlen: Windows Leistungsindex: CPU: 6,8/ RAM: 7,3 / 2D: 5,9 / 3D: 6,1 / HDD: 5,9

7-Zip: 164 JPG-Fotos (400 MB) ins .zip-Format: 12 Sek.

CPU-Benchmark: Cinebench 11.5: 2.38
PC Wizard 2010: 42.453

Grafikchip:
Grafik-Benchmark FurMark; bei nativer Auflösung: 195 Punkte; 720p: 170
OpenGL: Cinebench 11.5: 10,51 BpS

Frames pro Sekunde (fps) im Durchschnitt:
DirectX-10-Benchmark Devil May Cry 4: bei 1.360x768 Pixeln, Details niedrig, Schattenqualität aus: 47 fps; Details und Auflösung hoch + 2-fach MSAA: 20 fps

HDD-Benchmark von PC Wizard: Sequentielles Schreiben/Lesen: 94/100 MB/s; gepuffertes Schreiben/Lesen: 168/188 MB/s; zufälliges Lesen: 53 MB/s
Energieverbrauch: Ausgeschaltet am Netz:
ca. 0,4 Watt
Eingeschaltet im Energiesparmodus:
ca. 11 Watt
DVD-Wiedergabe im Energiesparmodus:
ca. 20 Watt
CPU-Benchmark-Test unter Höchstleistung (Displayhelligkeit 100%, WLAN + Bluetooth ein): ca. 46 Watt
Garantie: 1 Jahr Abhol- und Reparaturservice, weitere Leistungen und längerer Support gegen Aufpreis (siehe Dell Service)
Pro & Contra
Alu-Gehäuse
schlank und stabil, schönes Design
fingerabdruckresistent
schnelle CPU
gute Tastatur mit Beleuchtung
USB 3.0
flotte Festplatte
Display spiegelnd und kontrastschwach
kann unter Last laut werden
relativ schwer
Akku müsste länger durchhalten
Peripherie nur an der Rückseite anschließbar
Bewertung:
Geschwindigkeit: 13/15
Ausstattung: 12/15
Display: 13/15
Bedienung/Komfort: 8/10
Maße/Gewicht: 10/15
Akkulaufzeit: 15/20
Verarbeitung: 9/10
Gesamt: 80/100 --- So testen wir Notebooks
Preis-Leistung: befriedigend

(Saskia Brintrup)

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