Testbericht

Dell Inspiron One 2320: All-in-One-Rechner im Test

Platzsparend und trotzdem gut ausgestattet präsentiert sich der Inspiron One 2320 von Dell. Mit an Bord sind unter anderem: Ein Vier-Kern-Prozessor, ein 23-Zoll-Touchscreen, eine TV-Karte und ein Blu-Ray-Laufwerk.

Platzsparend und trotzdem gut ausgestattet präsentiert sich der Inspiron One 2320 von Dell. Mit an Bord sind unter anderem: Ein Vier-Kern-Prozessor, ein 23-Zoll-Touchscreen, eine TV-Karte und ein Blu-Ray-Laufwerk.

Dell

All-in-One-PCs sind platzsparend und deutlich schicker als ihre klobigen Tower-Kollegen. Nicht nur bei Apple sind All-in-One-Rechner mit dem iMac (Test) schon länger Mode. Auch die anderen Hersteller wie Acer, Asus, MSI, HP, Lenovo, Sony, seit Kurzem Toshiba und natürlich Dell verfolgen das Kompakt-Konzept. Mit dem günstigen Inspiron 2320 hat Dell seine All-in-One-Reihe mit Touchscreen aktualisiert.

All-in-One-PC mit Touchscreen, TV-Tuner und Blu-ray

Der von uns getestete Inspiron One 23 All-in-One-PC mit 23 Zoll großem Full-HD-Touchscreen und Windows 7 setzt auf den stromsparenden Vierkern-Prozessor Intel Core i5-2400s mit einem Takt von 2,5 Gigahertz (GHz). Obwohl die CPU auch über eine integrierte Grafikeinheit verfügt, setzt Dell auf eine Nvidia GeForce GT 525M Grafikkarte mit 1 Gigabyte (GB) DDR3, die sonst in Notebooks zum Einsatz kommt. Den Arbeitsspeicher hat Dell mit 6 GB großzügig bemessen, die Festplatte fasst bis zu 1 Terabyte an Daten. Für optische Datenträger bietet der Inspiron One in unserer Testkonfiguration für 849 Euro ein Blu-Ray-Laufwerk, mit dem sich zudem DVDs und CDs beschreiben lassen.

Dazu gesellen sich ein WLAN-Modul, das nach dem 802.11n-Standard funkt, sowie Bluetooth 3.0. Im Multimedia-Bereich kann der 2320 mit einer TV-Karte inklusive Fernbedienung punkten. Eine kabellose Tastatur und ein optische Maus liegen dem Inspiron bei. Im Dell Onlineshop lässt sich derzeit (Stand: 21. Dezember) allerdings nur eine Konfiguration für 699 Euro ordern, die mit einem Intel Core i3-2100 rechnet, 4 GB RAM und einen DVD-Brenner mitbringt. Die übrigen Bestandteile weichen nicht ab.

Der Aufbau gestaltet sich unkompliziert. Den vormontierten Standfuß ausklappen, den Funkempfänger für Tastatur und Maus einstecken und das Stromkabel verbinden; schon ist der 2320 bereit für seinen ersten Start. Aufgrund seiner geringen Tiefe von 6,8 Zentimeter passt der 2320 auch auf kleinere Schreibtische, die Tastatur lässt sich praktisch unter dem PC verstauen. Insgesamt macht die Konstruktion einen recht soliden Eindruck. Bei Bedarf kann das Gerät auch an der Wand befestigt werden.

Das Full-HD-Display zeigt ausgewogene Farben und einen ordentlichen Kontrast. Auch die Blickwinkel fallen im Betrieb nicht negativ auf. Für die Bedienung per Fingerzeig hat Dell die Windows-Anzeige auf 125 Prozent vergrößert. Neben dem Windows-Touch-Pack hat der Hersteller die hauseigene Smartbar vorinstalliert. Die Touch-Bedienung funktioniert zuverlässig und erkennt auch Mulitouchgesten sicher, mehr als eine nette Spielerei ist sie derzeit aufgrund von Windows aber nicht.

Touchscreen und JBL-Lautsprecher

Die integrierten JBL-Lautsprecher nehmen recht viel Platz im Gehäuse ein, bieten dafür aber für einen All-in-One-PC ordentliche Tieftöne. Die Soundkulisse allerdings erscheint etwas zu basslastig, zudem klingen hohe Töne bei höherer Lautstärke schnell verzerrt. Insgesamt ist der Klang zufriedenstellend, hochwertige Standalone-Boxen spielen dennoch eine Klasse höher.

Anschlüsse und Blu-ray-Laufwerk

Für Drucker und sonstige Peripherie stehen auf der Rückseite vier USB-Anschlüsse bereit. Zwei weitere befinden für den bequemen Zugriff an der linken Seite. Dazu gesellen sich ein Slot für SD-Karten sowie Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. Die rechte Seite beherbergt den Power-Knopf sowie das horizontal verbaute Blu-ray-Combo-Laufwerk. An der Rückseite befindet sich optional zum WLAN auch ein Gigabit-LAN-Anschluss. Ein weiterer Monitor kann via VGA oder HDMI angeschlossen werden. Ein VGA-Eingang ist ebenfalls vorhanden, zum Beispiel, um den Inspiron One 2320 als Bildschirm für ein Notebook zu nutzen.

(Spiele)leistung

Rechenleistung ist dank Intels Vierkerner Core i5-2400S mit 2,5 GHz mehr als genug vorhanden. Alltägliche Dinge wie Surfen, E-Mails oder schnell mal ein Foto bearbeiten ringen der CPU meist nur ein müdes Lächeln ab. Im CPU-Benchmark von Cinebench erreicht der Prozessor beachtliche 4,0 Punkte, Windows bewertet das System nach seinen Maßstäben mit 4,7 Zählern.

Für aufwendige 3D-Spiele eignet sich der Dell Inspiron 2320 trotz einer dedizierten Grafikkarte nur bedingt. In unserem Benchmark mit "Devil May Cry" erzielte die Karte durchweg flüssige 34 Frames pro Sekunde mit hohen Details und zweifachem MSAA unter DirectX 10. Auch der Nachfolger des RPG-Hits "Dragon Age" war mit mittleren Details noch spielbar. Das grafisch aufwendigere "Metro 2033" verlangt für flüssige Frameraten allerdings nach einer Reduzierung der Auflösung. Das eine oder andere 3D-Spiel ist also – mit mehr oder weniger großen Abstrichen - durchaus drin.

Lautstärke zwischen gut und böse

Bei 3D-Anwendungen offenbart der ansonsten leise 2320 seine aufbrausende Seite. Sobald die Grafikeinheit Arbeit bekommt, steigt die Lautstärke in nicht mehr hinnehmbare Dimensionen. Wer also häufiger entsprechende Anwendungen nutzen will, sollte entweder Kopfhörer und/oder tolerante Mitbewohner besitzen.

Niedriger Stromverbrauch

Bei der Energieeffizienz kann der Inspiron One 2320 dank seiner mobilen Komponenten mit einem geringen Stromverbrauch punkten. Im Leerlauf-Modus (Idle) genehmigt sich der Dell-PC 53 Watt mit eingeschaltetem Monitor. Ohne die Anzeige verringert sich der Verbrauch um 21 Watt auf rund 32 Watt. Bei beschäftigter CPU steigt der Verbrauch auf 74 Watt, im 3D-Betrieb unter Vollast wandern 110 Watt pro Stunde durch die Leitung. Im Energiesparmodus pendelt das Messgerät aufgrund der blinkenden LED zwischen sehr guten 0,0 und 0,2 Watt.

Fazit: Gut ausgestatteter All-in-One-PC mit kleinem Makel

Der Dell Inspiron 2320 ist ideal für Anwender, die Wert auf einen schicken All-in-One-PC mit Windows Betriebssystem legen, ohne dafür ein Vermögen ausgeben zu wollen. Dells 2320 ist ein leistungsstarker Computer mit einem niedrigen Stromverbrauch zu einem günstigen Preis, der für viele Arbeiten bestens gerüstet ist. Der Touchscreen sowie die JBL-Boxen runden die bereits gute Ausstattung ab. Negativ zu bewerten ist die starke Geräuschentwicklung, sobald die Grafikkarte anfängt zu arbeiten.

Name: Inspiron 
Hersteller: Dell
Internet: www.dell.de
Preis: Testkonfiguration: 849 Euro
z.Z. für 699 Euro bei Dell mit Intel Core i3.
Technische Daten
Bildschirm: 23 Zoll 16:9 mit 1920 x 1080 Pixel
Prozessor: Intel Core i5 Prozessor 2400S 2,50GHz
Grafikkarte: Integrierter Grafikchip Intel HD 2000
Nvidia GeForce GT 525M / 1 GB DDR3 
Arbeitsspeicher: 6 GB DDR3
Festplatte: 1 TB SATA mit 7200 U/Min
Laufwerk: Blu-ray Combo Laufwerk
Soundkarte: Intel High Definition Audio
Kommunikation: Gigabit LAN, WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 3.0
Sonstiges: Webcam und Mikrofon
Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64 Bit
Abmessungen: HxBxT: 39,7 x 56,7 x 6,8 cm
Anschlüsse: 6 USB-Ports, TV-Analog, SD-Karte, Mikrofon, Kopfhörer
Benchmarks/Zahlen: Cinebench 11 Multiple CPU Render Test: 4,0 Punkte
Windows Leistungsindex: 4,7
Garantie: 1 Jahr Dell Service, 3 Jahre gegen Aufpreis verfügbar
Pro & Contra
Platzsparend
sehr leise im 2D-Betrieb
Leistungsstarke CPU
Touchscreen
TV-Karte und Blu-ray-Laufwerk
kabellose Eingabegeräte
schlecht erweiterbar
Grafikkarte sehr laut
Design geht zu Lasten der Ergonomie
Bewertung:
Geschwindigkeit (25%): gut
Ausstattung (20%): gut
Ergonomie (20%): befriedigend
Handhabung/Service (15%): gut
Geräuschentwicklung (10%): ausreichend
Verarbeitung (10%): gut
Gesamt: gut (2,4)
Preis-Leistung: gut

(Marcel Petritz)

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