Testbericht

Dell Inspiron 15R Test: Farbwechsel leicht gemacht

Mit dem Inspiron 15R bietet Dell ein neues Alltags-Notebook mit frischer Bestückung an: Ab 479 Euro winken Intel Sandy Bridge, USB 3.0 und ein regelmäßiger Tapetenwechsel ohne Klebefolien. Wir haben ein 499-Euro-Modell getestet.

Mit dem Inspiron 15R bietet Dell ein neues Alltags-Notebook mit frischer Bestückung an: Ab 479 Euro winken Intel Sandy Bridge, USB 3.0 und ein regelmäßiger Tapetenwechsel ohne Klebefolien. Wir haben ein 499-Euro-Modell getestet.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Rund zwei Jahre nach unserem Dell Inspiron 15 Test hat sich die aktuelle Neuauflage des 15 Zoll großen Alltags-Notebooks aus dem Hause Dell in der Redaktion eingefunden. Der Hersteller hat nicht nur die Bestückung aufgefrischt, in diesem Fall auf einen Intel Sandy Bridge Prozessor sowie USB 3.0, sondern auch den Look modernisiert. Beim neuen Inspiron 15R ab 479 Euro wird es dem Kunden besonders leicht gemacht, ein Laptop-Design auszuwählen, das dem persönlichen Geschmack entspricht: Die Gehäuseabdeckung lässt sich im Handumdrehen abnehmen und austauschen.

Inspiron 15R Test – Inhalt

  • Äußerlichkeiten: Switch-Abdeckung, Tastatur & Touchpad, Schnittstellen
  • Seite 2: Technische Daten, Display und Lautsprecher
  • Seite 3: Software, Fazit, Akkulaufzeit und Info-Tabelle

Tapetenwechsel ohne Klebefolien

Im Standard-Lieferumfang des Inspiron 15R ist ein Cover in der Farbe Diamond Black enthalten, ein dunkler Hochglanz-Deckel mit Streifen-Finish. Die Optik setzt sich auch auf Handballenauflage, Touchpad und Klicktasten fort. Dass es sich um ein Wechsel-Cover handelt, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Auf der Rückseite offenbart sich dann aber ein kleiner Schalter, der auf Druck zwei Haken löst, die die Abdeckung befestigen. Das Cover lässt sich einfach hochschieben. Das Entfernen und Aufstecken ist sehr schnell und einfach erledigt, auch Fingernägel sind nicht gefährdet.


Wer es bunter mag, kann bei der Online-Konfiguration für knapp 30 Euro pro Stück ein blaues oder rotes Cover in gleicher Musterung mitbestellen. Für einen Aufpreis von rund 40 Euro gibt es eine ordentliche Auswahl aufwendigerer Muster, zum Beispiel Streifen, Karos oder Punkte, Paisley-Designs und Grafiken. Allgemein erhältliche Design-Folien sind da günstiger zu haben und bieten sicherlich noch mehr Auswahl, bergen verglichen mit der Dell Technik aber Nachteile. Auch Folien, die sich wiederverwenden lassen, sind nicht beliebig oft abziehbar und nicht alle Laptop Skins lassen sich auch ordentlich um die Kanten kleben. Gerade bei häufigem Transport können sich die Klebeecken lösen, während Dells Switch-Cover mit einem randlosen Überzug aus stabilem Kunststoff die Nase vorn haben.

Insgesamt wirkt das Notebook etwas Plastik-lastig, was sicher dem günstigen Preis geschuldet ist, und zieht durch den Hochglanz-Look Fingerabdrücke an. Nachputzen gehört daher zum Pflichtprogramm. Genau wie das bisherige Inspiron 15R ohne Wechsel-Gehäuse ist der flexible Laptop mit matten Tasten auf schwarz-glänzendem Grund bestückt und bietet trotz kompakter Größe ein separates Nummernfeld. Der Ziffernblock fällt kleiner als bei einer Desktop-Tastatur aus, was aber nicht weiter stört. Neu ist offenbar der silberfarbene Rahmen. Die Tastatur mit Chiclet-Tasten biegt sich bei Druck durch, den durchaus angenehmen Schreibfluss stört das keineswegs. Der Mausersatz hat sich extra viel Platz gegönnt und bietet – die Tasten nicht eingerechnet – rund 102x57 Millimeter (mm), um zu scrollen, mit zwei bis drei Fingern Gesten wie einen Zoom auszuführen oder ein beliebiges Programm aufzurufen. Für einen Link zu den Einstellungen, Support und zum Ausschalten des Displays sind Sondertasten zuständig.

Ungewöhnliches Design schafft Platz für Anschlüsse

Als Switch-Variante bringt das 376x260x31 bis 35 mm große Inspiron 15R laut Dell etwa 200 Gramm mehr auf die Waage als das Standardsystem. Das 15,6 Zoll große Display ist ein Stück nach vorn verrutscht, was die Möglichkeit schafft, auch die Rückseite für Anschlüsse zu nutzen. Wer das Notebook ab und an fest auf dem Schreibtisch platzieren möchte, dürfte das im Hinblick auf störende Kabel zu schätzen wissen. Neben einem Netzwerk-Anschluss und einem analogen VGA-Port (D-Sub) für einen älteren Monitor oder Beamer integriert die Kehrseite eine USB-Schnittstelle des Standards 3.0, die bei geeigneter Hardware eine zehnmal schnelle Datenübertragung verspricht, als es mit USB 2.0 möglich ist. Einen zweiten USB-3.0-Port gibt es an der Seite, zusammen mit zweimal USB 2.0, wobei einer der Anschlüsse gleichzeitig als eSATA-Eingang dient und Akkus kleinerer Geräte wie MP3-Player aufladen kann, wenn das Notebook ausgeschaltet ist. Des Weiteren lassen sich Displays oder Fernseher per HDMI, ein Mikrofon, Kopfhörer und verschiedenste Typen von Speicherkarten anschließen. Drahtlose Kommunikation unterstützt der Laptop über WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 3.0

Das Inspiron 15R ist auf der Dell Website in vier Grundkonfigurationen für 479 bis 629 Euro gelistet. Unsere Testkonfiguration entspricht der Ausführung für 499 Euro rund um einen Intel Core i3-2310M Prozessor mit 2,1 Gigahertz Taktfrequenz. Mit an Bord sind 4 Gigabyte (GB) DDR3-Arbeitsspeicher, ein DVD-Brenner und eine 500-GB-Festplatte. Im Gegensatz zu den anderen Konfigurationen mit 320 oder 640 GB ist sie mit 7.200 gegen 5.400 Umdrehungen pro Minute schneller. Für 549 Euro baut Dell zusätzlich eine AMD Radeon HD 6470M Grafikkarte mit 512 Megabyte Speicher mit ein, die Version für 629 Euro stockt schließlich den Prozessor auf einen Intel Core i5-2410M auf. Ein Blu-ray-Laufwerk erwähnt Dell im Datenblatt auch, im Online-Konfigurator taucht es jedoch noch nicht auf.

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  • Seite 2: Technische Daten, Display und Lautsprecher
  • Seite 3: Software, Fazit, Akkulaufzeit und Info-Tabelle

Mit Intel Core i3 und 3000 HD-Grafik

Der im ersten Quartal frisch auf den Markt gebrachte Sandy Bridge Prozessor mit zwei Kernen und 3 Megabyte Smart Cache stammt aus der 32-Nanometer-Fertigung und klammert die Turbo Boost-Technik aus; daher bleibt es auch bei anstrengenden Aufgaben bei 2,1 GHz. Die Ergebnisse der Benchmarks ähneln den Messwerten zum Intel Core i3-380M Prozessor mit 2,53 GHz aus der Vorgänger-Generation, den wir im Test des Samsung RC710 geprüft haben. Die Thermal Design Power gibt Intel mit 35 Watt an, der Chip hat aber nicht nur die CPU, sondern auch eine Grafikeinheit zu versorgen. Auf dem Prozessor sitzt eine 3000 HD-Grafik, die laut dem Chipriesen bezüglich ihrer Leistung mit einer dedizierten Einsteigerkarte vergleichbar sein soll. Demos von DirectX-10-Spielen wie Devil May Cry 4 und Bioshock laufen bei niedrigen Details flüssig, lassen aber den Lüfter ächzen. HD- und Full-HD-Videos spielt der Chip problemlos ab – ohne Lüfterlärm.


Das Display: Eine spiegelnde Angelegenheit

Am Display des Inspiron 15R lässt sich nicht rütteln: Alle Konfigurationen setzen auf einen Bildschirm mit 1.366x768 Bildpunkten, dessen glänzende Oberfläche sich als Störfaktor erweisen kann. Wer versucht, in Fensternähe bei Sonnenschein zu spielen, wird von starken Spiegelungen unterbrochen. Vor allem bei seitlichem Blick ist dann keine freie Sicht gewährleistet. Der vertikale Blickwinkel ist eher klein und lässt Schwarz schnell Grau wirken, positiv schneidet hingegen die Helligkeit ab. Oben im Hochglanz-Rahmen befindet sich eine 1-Megapixel-Webcam, die wie viele andere Cams ein bisschen mehr Farbsättigung vertragen könnte. Die SRS Lautsprecher pumpen klaren und lauten Sound aus dem Gehäuse, dennoch empfiehlt sich für den Musikgenuss der Griff zu Ohrhörern – das JBL System im Dell XPS 15 macht mehr Freude.

Um die Verwaltung von Medien zu erleichtern, hat Dell die hauseigene Stage Software installiert, die mit ihren großen Symbolen auch auf Touchscreen-Hardware wie dem Inspiron One und Inspiron Duo zum Einsatz kommt. Auf Wunsch startet sie direkt mit dem Notebook und präsentiert in einer Leiste auf dem Desktop eine Reihe von Kacheln mit Verknüpfungen zu Fotos, Videos, Spielen, favorisierten Websites und Dokumenten. Ganz Web-2.0-like ist der Fotodienst mit Facebook und Flickr verbunden, weitere Kacheln für einen schnellen Zugriff auf die Lieblingsanwendung lassen sich jederzeit hinzufügen.

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Fazit: Sandy Bridge für wenig Geld

In der Standardbestückung für 499 Euro mit Intel Core i3 und integrierter Grafik reißt das Dell Inspiron 15R natürlich keine Bäume aus, ist aber für den Alltag bestens gerüstet. Auch HD-Fans kommen auf ihre Kosten. Wer viel tippen muss, kann sich über eine gute Tastatur mit Nummernpad freuen. Positiv fallen die Extras USB 3.0, eSATA und Bluetooth 3.0 auf, die in dieser Preisklasse keine Standard-Anhängsel sind. Die Akkulaufzeit von rund 86 Minuten unter Vollast macht aus dem Inspiron 15R keinen Konkurrenten für Marathon-Subnotebooks, etwa 230 Minuten DVD-Wiedergabe und die als längste Laufzeit ermittelten 435 Minuten beim Lesen von Dokumenten sind aber doch recht ordentlich – ein 6-Zellen-Akku und der integrierte Grafikchip machen es möglich.

Die Geister scheiden sich beim Hochglanz-Display, generell dürfte das Notebook für unseren Geschmack etwas matter sein. Selbst die Handballenauflage, die mattiert wirkt, ist nach ein paar intensiven Stunden von Fingerabdrücken übersäht. Das Highlight ist eindeutig das Wechsel-Cover: Wer sich an 30 bis 40 Euro Mehrkosten pro Schale nicht stört, kann seinem Rechner schnell und unkompliziert einen neuen Look verpassen, der passgenau und haltbar ist.

Weitere Testberichte und eine Kaufberatung zum Thema Notebook liefert unser Hintergrundbereich.

Name: Inspiron 15R
Hersteller: Dell
Internet: www.dell.de
Preis: Bestückung wie Testgerät: 499 Euro; Serie ab 479 Euro
Technische Daten
Prozessor: Intel Core i3-2310M mit 2,1 GHz
Grafikkarte: Intel 3000 HD (integriert)
Bildschirm: 15,6 Zoll (1.366x768 Pixel) mit LED-Hintergrundbeleuchtung, glänzend
Batterie: Lithium-Ion-Akku mit 6 Zellen, 48 Wh: Laufzeit: 86 Minuten unter Vollast / 435 Minuten Lesetest (WLAN aus) / ca. 230 Minuten DVD-Wiedergabe (Lautstärke + Display 50%)
Speicher: 4 GB DDR3 mit 1.333 MHz (2+2)
Festplatte: 500 GB (7.200 U/Min)
Laufwerk: 8x DVD+/- RW
Soundkarte: Onboard
Kommunikation: LAN, WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 3.0
Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64-bit
Abmessungen: BxTxH: 376 x 260 x 31 – 35 Millimeter; ab 2,65 Kilogramm
Anschlüsse: HDMI, VGA, 2x USB 3.0, 1x USB 2.0, 1x USB 2.0/eSATA, Kartenleser (SD, SDHC, SDXC, MMC, MMC+, MS, MS Pro, xD), Mikrofon, Kopfhörer
Sonstiges: 1-Megapixel-Webcam, Nummernpad, Sondertasten, Intel Wireless Display
Lieferumfang: Notebook, Akku, Netzteil, Netzkabel, Handbuch, Resource DVD (Diagnostic & Drivers)
Benchmarks/Zahlen: Windows Leistungsindex: CPU: 6,4/ RAM: 5,9 / 2D: 4,6 / 3D: 6,1 / HDD: 5,8

7-Zip: 164 JPG-Fotos (400 MB) ins .zip-Format: 15 Sek.

CPU-Benchmarks: PC Wizard: 31.303
Cinebench 10: 7.500
Cinebench 11.5: 2.04

Grafikkarte:
Grafik-Benchmark FurMark 720p: 154
OpenGL: Cinebench 10: 3.765,
Cinebench 11.5: 7,49 BpS

Frames pro Sekunde (fps) im Durchschnitt:
DirectX-10-Benchmark Devil May Cry 4: bei 1.360x768 Pixeln, Details niedrig, Schattenqualität aus: 45 fps; Details und Auflösung hoch + 2-fach MSAA: 17 fps

HDD-Benchmark von PC Wizard: Sequentielles Schreiben/Lesen: 78/79 MB/s; gepuffertes Schreiben/Lesen: 142/159 MB/s; zufälliges Lesen: 33 MB/s
Stromverbrauch: Ausgeschaltet am Netz:
ca. 0,4 Watt
Eingeschaltet im Energiesparmodus:
ca. 12 Watt
DVD-Wiedergabe im Energiesparmodus:
ca. 18 Watt
CPU-Benchmark-Test unter Höchstleistung (Displayhelligkeit 100%, WLAN ein): ca. 37 Watt
Garantie: 1 Jahr begrenzter Service - Abhol- und Reparaturservice, weitere Leistungen und bis zu vier Jahre Support gegen Aufpreis (siehe Dell Service)
Pro & Contra
Wechsel-Cover
großes Touchpad mit Gesten-
unterstützung
USB 3.0
Anschlüsse zum Teil hinten
gute Tastatur mit Nummernblock
8-in-1 Kartenleser und eSATA
kein Leichtgewicht
Spiegel-Display
anfällig für Fingerabdrücke
Bewertung:
Geschwindigkeit: 14/20
Ausstattung: 17/20
Display: 13/15
Bedienung/Komfort: 13/15
Gewicht: 3/5
Akkulaufzeit: 12/15
Verarbeitung: 8/10
Gesamt: 80/100 --- So testen wir Notebooks
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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