Testbericht

Dell Inspiron 15 im Test: Solides Alltags-Notebook

Wer günstig kauft, kauft doppelt? Nicht immer: Dell bietet in der unteren Preisklasse das Inspiron 15 für den Alltag in drei Farben ab 399 Euro an. Wir haben den 15,6-Zöller getestet.

Wer günstig kauft, kauft doppelt? Nicht immer: Dell bietet in der unteren Preisklasse das Inspiron 15 für den Alltag in drei Farben ab 399 Euro an. Wir haben den 15,6-Zöller getestet.

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Schneller, größer, besser: Die Notebooks werden immer leistungsstärker und verfügen mittlerweile schon über 18,4 Zoll große Displays. Dies alles schlägt sich natürlich im Preis nieder. Aber auch die Zielgruppe jenseits von zweifacher Grafikpower und Quad-Core-Prozessor wird hin und wieder noch bedacht – und zwar nicht nur mit einem Netbook. Für den Einsatz im Alltag hat zum Beispiel Dell im Februar das Inspiron 15 frisch auf den Tisch gebracht. Das Notebook mit 15,6-Zoll-Bildschirm ist schon ab 399 Euro zu haben. Die Redaktion von onlinekosten.de konnte sich ein Exemplar sichern und verrät, ob günstig und gut auseinanderklaffen oder nicht.

Inhalt:

1. Erster Eindruck
2. Innenleben und Display
3. Akkulaufzeit und Fazit

Mikro-Satin-Oberfläche

Von einem Allround-Laptop zum niedrigen Preis erwarten sicherlich die wenigsten ein ausgefeiltes Design. Das Dell Inspiron 15 gefällt aber auf Anhieb und sieht keineswegs "günstig" aus. Aus der Pappschachtel zieht man stattdessen ein modernes und sympathisch gestaltetes Notebook, das schon beim ersten Kontakt einen wertigen Eindruck hinterlässt. Anders als Multimedia-Exemplare im Lack-Einteiler, hat sich das rund 34 Zentimeter (cm) breite und 24 cm tiefe Gehäuse einen rutschfesten, roten Mantel übergeworfen. Die vom Hersteller als "Mikro-Satin-Oberfläche" bezeichnete Hülle kostet 39 Euro extra und ist auch in blau zu haben. Wer keinen extra Obolus bezahlen möchte, kann auf die schwarze Version oder eine Hochglanz-Lackierung in pazifikblau ausweichen.

Hier lenkt nichts ab

Das spiegelnde Dell-Logo verleiht dem 2,6 bis 3,8 cm hohen Rechner einen modernen Touch. Auf der Innenseite geht es glänzend zu, sodass der Besitzer doch wieder ein Putztuch in Griffnähe deponieren muss. Sowohl der Displayrahmen als auch die Tastatur-Umgebung strahlen in edler Pianolackoptik, lediglich Tastenfeld und Touchpad halten sich matt zurück. Insgesamt wirkt alles sehr "clean". Wie beim Alienware m15x hebt sich nur der Einschaltknopf vom Design an.

Auch nach dem ersten Start zeigt sich ein aufgeräumtes Bild. Auf dem Desktop findet sich lediglich eine Toolbar mit Buttons für das E-Mail-Programm, den Internet Explorer und weiteren Funktionen. In den Lieferumfang hat der Hersteller ein Handbuch und CDs der installierten Software (Windows Vista Home Premium, Microsoft Works 9.0 sowie die Treiber und PowerDVD) gepackt.

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Was den Nutzer unter der Haube erwartet, ist – wie bei Dell üblich – größtenteils seine Sache: Die Prozessor-Palette reicht vom Ein-Kern-Exemplar (Intel Celeron) bis hin zum Intel Core 2 Duo. Darüber hinaus stehen bis zu acht Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, eine optionale Webcam und drei Speichergrößen zur Auswahl.

Innenleben

Das Testgerät für 549 Euro (ohne Farb-Aufpreis) rückte mit zwei GB RAM mit schnellen 800 Megahertz und einer 250-GB-Festplatte an. Wichtige Info: Diese Konfiguration unterscheidet sich von dem Angebot im Internet. Bestellt man das Gerät zu diesem Preis auf der Dell-Website, sind drei GB Arbeitsspeicher, eine 320 GB fassende Festplatte und eine Webcam dabei. Gleich ist der Core 2 Duo T6400 mit 2,0 Gigahertz. Der Prozessor packte 96 JPG-Fotos (235 Megabyte) mit dem Programm 7-Zip innerhalb von 17 Sekunden – ein ähnlich gutes Ergebnis wie beim Core 2 Duo P8600, der im Toshiba Satellite Pro P300 steckte.

Grafik und Laufwerk

Die Wahl der Grafikkarte wird dem Käufer abgenommen: Für Otto-Normal-Anwendungen ist ein Onboardchip integriert. Der Intel GMA 4500MHD werkelt zum Beispiel auch im Toshiba Portégé A600 und konnte im Test bereits zeigen, dass er auch mit High Definition-Filmen in 1080p (WMV-Format) fertig wird. Das Testgerät kam mit einem DVD-Brenner, für 140 Euro mehr gibt es stattdessen ein Blu-ray-Laufwerk.

Helles Display

Damit das Notebook den Videofans gefällt, hat sich Dell für ein Display im 16:9-Format mit 1.366x768 Pixeln entschieden. Positiv ist, dass es sehr hell eingestellt werden kann. Der Nachteil ist die glänzende Oberfläche, die je nach Lichteinfall zum Spiegel wird – vor allem, wenn man seitlich auf den Bildschirm schaut. Ein schräger Blick von oben oder unten führt recht schnell zu einer Verschlechterung des Bildes. Die Lautsprecher können bei der Filmwiedergabe absolut überzeugen, auch, weil sie sich sehr laut einstellen lassen. Für Musikfans sind sie zu bassarm.


Die Tastatur gibt keinen Anlass für Kritik und wird auch Vielschreibern gefallen. Der Mausersatz ermöglicht eine präzise Steuerung, die Klicktasten geben allerdings sehr leicht nach, was aber sicherlich Geschmackssache ist.

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Eine Verbindung zum Internet lässt sich via LAN oder WLAN 802.11 a/b/g/n herstellen. Bluetooth ist gegen einen Aufpreis erhältlich. Gespart hat Dell an den Anschlüssen. Neben drei USB-Ports findet der Nutzer nur noch einen D-Sub-Anschluss für den Monitor, Eingänge für Mikrofon und Kopfhörer, einen ExpressCard-Schacht und einen Kartenleser vor. Falls nur Dokumente betrachtet werden, ist das Inspiron 15 sehr still. Wenn anspruchsvollere Aufgaben zu erledigen sind, heult der Lüfter ab und zu auf und auch die Festplatte ist zu hören.

Durchhaltevermögen

Stehen die Energieoptionen auf Höchstleistung, läuft das Inspiron 15 nur etwa 75 Minuten lang. Im Energiesparmodus wurden hingegen vier Stunden erreicht. Beide Ergebnisse beruhen auf Messungen mit der Software Battery Eater, die die längste und kürzeste Akkulaufzeit ermittelt. Der WLAN-Empfang und das Display waren jeweils permanent eingeschaltet. Wer damit nicht auskommt, kann einen 9-Zellen-Akku für 100 Euro mehr wählen.

Fazit: Alles, was man im Alltag braucht

Wo Alltag drauf steht, ist auch Alltag drin: Das Inspiron 15 von Dell wird mit allen üblichen Anwendungen fertig und rückt sich somit für Nutzer ins rechte Licht, die mit einem Netbook aufgrund des kleinen Displays nichts anfangen können. Da sich auch ein Intel Core 2 Duo Prozessor und Extras wie ein Blu-ray-Laufwerk und eine Webcam konfigurieren lassen, kann das Notebook auch höheren Ansprüchen gerecht werden. Vorteilhaft ist die mittlere Größe. So lässt es sich am Schreibtisch zu Hause nutzen, kann mit einem Gewicht von 2,64 Kilogramm aber gegebenenfalls auch transportiert werden. Der Preis ist definitiv in Ordnung – entscheidet man sich aber für die schnellste CPU und zusätzliche Features, wird eine Preisklasse erreicht, in der zum Teil auch schon Notebooks mit dedizierter Grafikkarte und mehr Schnittstellen zu finden sind.

Name: Inspiron 15 (Modell 1545)
Hersteller: Dell
Internet: www.dell.de
Preis: ab 399 Euro
Testkonfiguration: 549 Euro
Technische Daten
Prozessor: Intel Core 2 Duo T6400 mit 2,0 GHz
Grafikkarte: Intel GMA 4500MHD
Bildschirm: 15,6 Zoll WXGA (1.366x768 Pixel)
Batterie: Lithium-Ionen-Akku: Laufzeit: 75 Minuten unter Vollast / 245 Minuten maximal (WLAN ein)
Speicher: 2 GB DDR2 (2x 1.024 MB) mit 800 MHz
Festplatte: 1x 250 GB
Laufwerk: DVD+/-RW-Laufwerk
Soundkarte: IDT High Definition Audio
Kommunikation: LAN, WLAN (802.11a/b/g/n), gegen Aufpreis: Blutooth
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium
Abmessungen: BxTxH in mm: 343,5 x 244 x 25,9 (Vorderseite) bis 37,8 (Rückseite)
ab 2,64 Kilogramm
Sonstiges: gegen Aufpreis: Spezielle Oberfläche, Webcam und Blu-ray-Laufwerk
Anschlüsse: 3x USB, D-Sub, Kartenleser (SDCards, SDHC- und SDHD-Karten, MultiMedia Card, xD-Picture Card, Speicherstick und Speicherstick PRO), Mikrofon, Kopfhörer, ExpressCard
Benchmarks: Vista Leistungsindex: CPU: 4,9 / RAM: 4,9 / 2D: 4,1 / 3D: 3,8 / HDD: 5,5
3DMark03: 2.426
3DMark06: 942
PCMark05: 4.348
Garantie: ein Jahr (gegen Aufpreis bis zu vier Jahre)
Pro & Contra
gutes Aussehen
hochwertige Verarbeitung
helles Display
gute Tastatur
Spiegel-Display
wenige Schnittstellen
Lüftergeräusch
Bewertung:
Geschwindigkeit (25%): gut
Ausstattung (25%): befriedigend
Ergonomie (20%): gut
Akkulaufzeit (20%): befriedigend
Verarbeitung (10%): gut
Gesamt: gut (2,45)
Preis-Leistung: gut

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(Saskia Brintrup)

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