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Asus VivoBook S551LB im Test: Günstiges Alu-Ultrabook mit Touchscreen

Das Asus VivoBook S551LB ist ein gut bestücktes Notebook für alle, die ein günstiges Gerät für sämtliche Alltagsaufgaben suchen und dabei auf einen Touchscreen Wert legen. Eine Schwachstelle hat das Paket aber: das Display.

Das Asus VivoBook S551LB ist ein gut bestücktes Notebook für alle, die ein günstiges Gerät für sämtliche Alltagsaufgaben suchen und dabei auf einen Touchscreen Wert legen. Eine Schwachstelle hat das Paket aber: das Display.

Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Die Geräteklasse Ultrabook hat sich seit ihrem Markstart vom teuren Subnotebook hin zur breiten Kategorie mit zahlreichen Gerätegrößen gewandelt, die zusätzlich erschwingliche Modelle umfasst. Als preisgünstige Laptops hat auch Asus seine Serie VivoBook eingeführt, die im vergangenen Jahr pünktlich mit Erscheinen von Windows 8 als reine Touch-Linie gelauncht wurde. Mittlerweile ist mit dem VivoBook S551LB ein größeres Exemplar mit Intels aktueller "Haswell"-Prozessorgeneration verfügbar. Überzeugen soll der 15,6-Zoll-Rechner, der als Ultrabook durchgeht, mit einem schlanken Alu-Gehäuse sowie mit gutem Klang. Ob das hinhaut, haben wir anhand der Konfiguration VivoBook S551LB-CJ024H für rund 700 Euro getestet.

Touchscreen-Laptop im Clean-Chic

Hübsch anzuschauen ist das rund 380 x 258 x 22,5 Millimeter große Notebook auf jeden Fall: Kombiniert werden ein silberfarbenes Aluminium-Gehäuse, ein schwarzer Kunststoff-Boden und ein Display-Deckel in einer gebürsteten Metall-Optik. Die Kanten sind abgerundet und durch das reduzierte Design im aufgeklappten Zustand wirkt der Laptop durchaus modern. So geht die Handballenauflage nahtlos in die Halterung für die Tastatur über, auch das Touchpad ist schnörkellos darunter platziert - fast wie bei Apples MacBooks. Der geschlossene Look ist jedenfalls putzfreundlich.

Die Stabilität des Gehäuses ist insgesamt in Ordnung, aber uneinheitlich. Links und in der Mitte ist die Tastatur recht steif und nur mit großem Druck auf die Tasten eindrückbar, im rechten Bereich hingegen gibt sie deutlich nach. Auch der Deckel biegt sich durch. Erfreulich: Das Asus VivoBook S551LB wiegt nur 2,4 Kilogramm, für ein Notebook dieser Größe ist das nicht zu viel. Schön ist auch, dass das Netzteil kein schwerer Brocken ist, der das Ganze wieder zunichte macht. Im Gegenteil, die kompakte, schwarze Box ist kleiner als ein Apple-TV und angenehm leicht.

Reisen mit leichtem Gepäck: Kleines Netzteil, kleine Maus

Als komfortabel erweist sich die Tastatur, trotz ihrer flachen Tasten. Durch den 16:9-Formfaktor ist genügend Platz vorhanden, wodurch der Nutzer nicht nur ausreichend Raum zwischen den einzelnen Tasten, sondern auch einen Nummernblock sowie verschiedene Funktionstasten vorfindet. Der Druckpunkt der Tasten ist knackig, allerdings klappern bei unserem Testmodell einige - genau dort, wo sich das Tastenfeld, wie zuvor beschrieben, durchbiegt. Mit einer Größe von rund 7,5 x 10,5 Zentimetern üppig dimensioniert ist der Mausersatz. Bei Zoom-Bewegungen mit zwei Fingern oder Touch-Gesten zur Steuerung von Windows 8 wird der Platz daher nicht knapp. Zusätzlich liefert Asus eine USB-Maus mit. Der schwarz-glänzende Nager mit zwei Tasten und Scrollrad ist ganz Notebook-Maus: klein und entsprechend unergonomisch. Zum mobilen Arbeiten ist die Maus aber nicht schlecht, schließlich wiegt sie fast nichts, nimmt kaum Platz weg und ist obendrein sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet.

Schnittstellen sind im VivoBook in ausreichender Menge integriert: HDMI und D-Sub (VGA) für externe Bildschirme oder einen Beamer, ein SD-Kartenleser zum Übertragen von Fotos, ein Kopfhöreranschluss sowie drei USB-Ports. Zwei davon verstehen bereits den Standard USB 3.0 für einen schnelleren Datentransfer. Ins Internet gelangt man via Gigabit LAN oder WLAN, außerdem steht Bluetooth zum kabellosen Anschluss von Zubehör bereit. Was vielfach wegrationalisiert wird, ist im S551LB noch zu finden: ein DVD-Laufwerk.

Ernüchterung stellt sich ein, sobald das Notebook den poppig bunten Windows-Kachelbildschirm anzeigt. Der Grund ist, dass das Display nur mittelprächtige Qualität abliefert.

Enttäuschend: Das Display

Die Farben sind zu mau, der Kontrast zu niedrig und auch die Helligkeit kann leider nicht überzeugen. In Innenräumen reicht diese zwar absolut aus. Da der Touchscreen aber stark spiegelt, wäre es für eine Nutzung im Freien oder in Fensternähe schöner gewesen, den Bildschirm heller einstellen zu können. Offenbar handelt es sich um ein TN- und kein IPS-Panel, zumindest sprechen die beschränkten Blickwinkel dafür. Wird das Display nach vorne oder hinten geneigt oder von der Seite aus ein Blick auf den Touchscreen geworfen, dann ist der eigentliche Bildschirminhalt durch eine Verdunklung nicht mehr gut zu erkennen. Die Kritikpunkte sind damit noch nicht erschöpft, denn es wird außerdem lediglich eine HD-Auflösung geboten. Bedenkt man, dass schon Tablets unter 10 Zoll HD- oder sogar Full-HD-Displays liefern, dann wundert es wenig, dass Texte auf 15,6 Zoll diagonal bei 1.366 x 768 Bildpunkten nicht gestochen scharf, sondern etwas pixelig aussehen. Das geht besser, 1.600 x 900 Pixel hätten es ruhig sein können.

Gute Grafikleistung, aber im CJ024H steckt nur ein Core i3

Asus bestückt sein VivoBook S551LB mit einer Nvidia GeForce GT 740M Mobil-Grafikkarte mit 2 Gigabyte (GB) eigenem Speicher und je nach Ausführung mit einen Intel Core i3-, i5- oder i7-Prozessor aus der aktuellen, vierten Core-i-Generation. Dazu gibt es 4 GB RAM und 500 GB bis 1 Terabyte HDD-Speicherplatz, einige Modelle bieten zusätzlich einen 24 GB kleinen SSD-Speicher, damit das Windows-Betriebssystem sowie häufig genutzte Programme zügiger starten können.

Unsere Test-Konfiguration S551LB-CJ024H bildet den Einstieg: Verbaut sind eine 500-GB-Festplatte ohne Beschleuniger und ein Intel Core i3-4010U. Windows 8 startet auch ohne SSD-Helfer schnell, nach nur 12 Sekunden erscheint das Log-In-Fenster. Der Ultrabook-Prozessor mit zwei Kernen kann vier Threads verarbeiten, was der Leistung zugute kommt. Allerdings bleibt die Taktrate beim Standard von 1,7 Gigahertz, TurboBoost zur Frequenzanhebung liefert der i3 nämlich nicht. Dass sich das auf die Gesamt-Performance auswirkt, zeigen die Benchmark-Ergebnisse (siehe Seite 3). Die Grafikkarte entspringt der Mittelklasse und ist damit auch für Spiele in HD-Auflösung geeignet. Bereits im Toshiba Satellite S50-A-10H Test konnten wir eine GT 740M begutachten, das ähnlich leichte 15,6-Zoll-Notebook lieferte jedoch einen Core-i7-Prozessor, was sich in besseren Werten wie dreimal schnellerem Zippen von Dateien niederschlug.

Im Gegenzug wartet der Laptop mit einer längeren Akkulaufzeit auf: Etwa fünf bis sechs Stunden lang können DVDs im Flugzeugmodus abgespielt oder aber über WLAN im Internet gesurft werden. Toshibas Konkurrenzmodell musste sich in diesen Punkten mit der halben Ausdauer begnügen.

Was ebenfalls gefällt: Das Notebook geht angenehm leise zu Werke. Um bei wenig anstrengenden Aufgaben Geräusche aufzuspüren, muss der Nutzer schon den Kopf in Richtung Tastatur bewegen. Bemerkbar macht sich das VivoBook ansonsten nur beim Starten einer DVD, wenn das Laufwerk etwas lärmt, oder nach längerem, forderndem Einsatz. Die Lautsprecher ragen hingegen nicht über das Mittelmaß hinaus. Zwar lässt sich der Sound relativ laut aufdrehen, er klingt dann aber dumpf und je nach Musikrichtung scheppernd.

Fazit: Gute Kombination, aber mit mauem Display

Das Asus VivoBook S551LB ist ein gut bestücktes Notebook für diejenigen, die ein möglichst preisgünstiges Gerät für sämtliche Alltagsaufgaben suchen und dabei auf einen Touchscreen Wert legen. Es ist weder dick noch schwer, punktet mit guten Eingabegeräten, ersetzt den DVD-Player und sieht zudem auch noch gut aus. Die Akkulaufzeit und leises Arbeiten dürften ebenfalls schnell Freunde finden. Eine Schwachstelle hat das Paket aber: das Display.

Im Handel gibt es das mit einem UVP von 749 Euro ausgezeichnete Notebook inzwischen ab 699 Euro. Wer mehr Leistung benötigt, kann zur Core-i5-Variante VivoBook S551LB-CJ005H greifen, die knapp 800 Euro kostet. Eine Alternative könnte für einige Anwender das Lenovo IdeaPad Flex mit gleicher CPU sein: Es beherbergt zwar weder Laufwerk noch Grafikchip mit dediziertem Speicher, ist aber auch als Riesen-Tablet einsetzbar.

Weitere Testberichte und eine Kaufberatung zum Thema Notebook liefert unser Hintergrundbereich. Ultrabooks im Überblick gibt es in unserem Ultrabook Vergleich, zusätzlich Infos und Kauftipps im Ultrabook Ratgeber.

Name: VivoBook S551LB-CJ024H
Hersteller: Asus
Technische Daten
Prozessor: Intel Core i3-4010U Dual-Core mit 1,7 GHz
Grafikkarte: Intel HD 4400 (integriert) +
Nvidia GeForce GT 740M mit 2 GB
Bildschirm: 15,6 Zoll (1.366 x 768 Pixel), glänzend, Touchscreen
Batterie: Eingebauter 3-Zellen-Akku, gemessene Laufzeit:

5 Stunden DVD-Wiedergabe
(Lautstärke + Display 50%, WLAN aus) /
5,5 bis 6 Stunden WLAN-Surfen (ausbalanciert) /
Speicher: 4 GB (12 GB maximal)
Festplatte: 500 GB HDD-Speicher (5.400 U/Min)
Laufwerk: Super-Multi DVD-Laufwerk
Kommunikation: WLAN, Bluetooth 4.0, Gigabit LAN
Betriebssystem: Windows 8 64-Bit
Abmessungen: BxTxH: 380 x 258 x 22,5 Millimeter;
2,4 Kilogramm
Anschlüsse: 2x USB 3.0, 1x USB 2.0, HDMI, VGA, Kopfhörer,
SD-Kartenleser
Sonstiges: Webcam, Asus SonicMaster Audio
Lieferumfang: Notebook, Netzteil, Kurzanleitung
Benchmarks/Zahlen: 7-Zip: 164 JPG-Fotos (400 MB) ins .zip-Format:
18
Sek.

CPU-Benchmark: Cinebench 11.5:
1.81
Cinebench 15: 168 CB
PCMark 7: 2.406

Grafikchip:
Grafik-Benchmark FurMark;
720p: 490
OpenGL: Cinebench 11.5:
29,01 BpS
Cinebench 15: 41,45 fps
3D Mark 11:
P1906

HDD-Benchmark von CrystalDiskMark: Sequentielles Lesen/Schreiben:
91,5 / 90 MB/s;
zufälliges Lesen/Schreiben 512K:
31,6 / 40,8 MB/s
Energieverbrauch: Ausgeschaltet am Netz:
ca. 0,1 Watt
Eingeschaltet (WLAN an):
ca. 11 Watt
CPU-/Grafik-Benchmark-Test unter Höchstleistung (Displayhelligkeit 50%, WLAN an):
ca. 37 Watt
Garantie: 1 Jahr Asus Garantie
Pro & Contra
gute Grafikleistung
viele Anschlüsse
hübsches Alu-Gehäuse
flaches und relativ leichtes Gerät
kleines, leichtes Netzteil
leiser Lüfter
Display nur Mittelmaß
Prozessorleistung könnte höher sein
Gehäuse teilweise zu nachgiebig
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

Weiterführende Infos zum Thema:
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