Testbericht

Asus U36JC im Test: Subnotebook mit Optimus

Nur 19 Millimeter dünn, 1,7 Kilogramm leicht sowie mit einem Intel Core i5, USB 3.0 und genügend Akkuzellen für eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden bestückt: Das verspricht das neue U36JC-RX081V von Asus. Wir haben es getestet.

Nur 19 Millimeter dünn, 1,7 Kilogramm leicht sowie mit einem Intel Core i5, USB 3.0 und genügend Akkuzellen für eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden bestückt: Das verspricht das neue U36JC-RX081V von Asus. Wir haben es getestet.

Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Das Stichwort Unlimited weist bei Asus auf Notebooks mit besonders langer Akkulaufzeit hin. Das neueste Modell der Marathonläufer ist das Asus U36JC, ein Subnotebook mit 13-Zoll-Display und USB 3.0. 10 Stunden soll es mit einer Akkuladung auskommen und mit weniger als zwei Zentimetern Höhe bequem neben den Unterlagen in der Tasche Platz finden. Trotz kompakter Maße und Fokus auf Mobilität hat Asus allerdings auf einen schwächeren Stromspar-Prozessor verzichtet und einen herkömmlichen Intel Core i5 verbaut. Beruhigend auf die Energiebilanz wirkt im Gegenzug die Nvidia Optimus Wechselgrafik. Wir haben uns das neue Asus Subnotebook für Anspruchsvolle genauer angesehen.

Asus U36 Test – Inhalt

  • Gehäuse, Laufzeit, Schnittstellen, Tastatur und Touchpad
  • Seite 2: Hardware, Leistung und Display
  • Seite 3: Sound, Fazit und Alternativen, Info-Tabelle

9 Stunden Laufzeit ohne Pause

Das Asus U36JC ist 322x232x19 Millimeter groß und mit einem 8-Zellen-Akku 1,7 Kilogramm leicht. Ein 4-Zellen-Akku lässt das Gewicht auf 1,44 Kilogramm schrumpfen, der 8-Zeller ist aber nötig, um die 10-Stunden-Marke zu knacken. Unter Volllast ist dieser Wert natürlich absolut unrealistisch, im Test machte das Notebook nach 2 Stunden schlapp. Wenn sich unnötige Stromfresser wie die volle Bildschirmhelligkeit und WLAN eine Pause gönnen dürfen, schafft das Subnotebook im Energiesparmodus aber trotz permanent eingeschaltetem Display etwas mehr als 9 Stunden. Daher ist davon auszugehen, dass auch 10 Stunden in greifbarer Nähe sind, wenn zwischendurch bei Nichtgebrauch der Standby-Modus aushilft. Wer gerne Videos schaut, darf sich über rund 6 Stunden Mobilität freuen.

Material und Optik

Die vollständige Bezeichnung des Asus Leichtgewichts lautet U36JC-RX081V, als Farbvarianten stehen Schwarz und Silber bereit. Das matte Gehäuse besteht aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung, die sowohl für das geringe Gewicht mitverantwortlich ist als auch stabil sein soll. Die Oberfläche hat Asus außerdem innen wie außen mit einer speziellen Beschichtung versehen, um Kratzer fernzuhalten. Wie der Laptop nach mehrmonatigem Gebrauch aussehen wird, lässt sich nicht ohne Weiteres nachprüfen, auf den ersten Blick macht die Verarbeitung aber einen guten Eindruck. Was jedoch bei einem Notebook, das ständig mitgenommen und immer wieder ein- und ausgepackt wird, stören könnte, ist der Verschluss: Bei geschlossenem Notebook liegt der dünne Deckel bauformbedingt lediglich auf. Zwar halten ihn die Scharniere stramm, trotzdem könnten in der Tasche Stifte oder andere Kleinigkeiten zwischen Deckel und Tastatur rutschen.

Zu den ausschließlich seitlich angeordneten Schnittstellen gehören HDMI, VGA, zwei USB-2.0-Ports, 1xUSB 3.0 mit Ladefunktion für MP3-Player und andere Geräte (bei ausgeschaltetem Notebook), ein Kartenleser, Anschlüsse für Mikrofon, Kopfhörer und Kensington-Schloss. Das Kommunikations-Trio besteht aus Gigabit LAN, WLAN und Bluetooth.

Gute Eingabegeräte

Die Tastatur ist ein modernes Chiclet-Exemplar – sieht gut aus und schreibt sich auch gut. Die Hände haben genügend Platz, die Tasten sind groß genug und bieten ausreichend Abstand zueinander. Dafür muss in Kauf genommen werden, dass kein separater Nummernblock vorhanden ist. Auffällig ist die Festigkeit, das Tastenfeld biegt sich bei Druck kaum durch, was für den mobilen Einsatz und häufigen Transport ein Plus ist. Größer als bei älteren Notebooks ist auch das Touchpad geraten. Es versteht Mehrfingergesten, bietet eine angenehme Mischung aus glatter Oberfläche und Struktur und schließt mit einer durchgehenden Maustaste in Spiegeloptik ab. Eine Spiegel- oder Chrom-Optik kann schnell billig wirken, beim Asus U36JC entsteht dieser Eindruck aber nicht. Die Tasten verursachen – wie übrigens auch die komplette Tastatur – angenehme Laute, nichts klappert.

Beim ersten Start erinnert das Subnotebook seinen Besitzer daran, Sicherheitskopien für das Betriebssystem, Windows 7 Home Premium 64-bit, anzulegen. Da die Hardware-Hersteller nur noch selten Sicherungs-DVDs beilegen, eine praktische Notiz. Allerdings besitzt das U36JC kein Laufwerk. Zusätzlich zum Betriebssystem hat Asus Express Gate installiert, um ohne System-Boot auf E-Mails und Browser zugreifen zu können.

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Intel Core i5 Prozessor und Nvidia Optimus

Als besonderes Merkmal hebt Asus hervor, dem U36JC-RX081V einen Standard-Voltage-Prozessor eingepflanzt zu haben. Die Wahl ist auf einen Intel Core i5-480M mit 2,66 Gigahertz (GHz) gefallen, der zwei Kerne für sich arbeiten lässt und im ersten Quartal dieses Jahres auf den Markt kam. Die CPU benötigt laut Datenblatt rund 35 Watt (TDP) und stammt noch nicht aus der neuen Sandy-Bridge-Reihe, wie sich an der dreistelligen Bezeichnung ablesen lässt. Trotzdem winken TurboBoost (bis 2,93 GHz) und eine auf dem Chip integrierte Intel HD Grafik, die letztendlich auch beim Stromsparen hilft.

Tandempartner für die Nvidia Optimus Wechselgrafik ist eine Nvidia GeForce 310M Grafikkarte mit 1 Gigabyte (GB) eigenem Speicher. Je nach aktuell genutzter Anwendung springt dann die sparsame Intel Grafik oder der stärkere Nvidia Chip ein. Die Grafik wird automatisch gewechselt, der Nutzer muss keine Knöpfe drücken oder Einstellungen vornehmen. Wer ein bisschen Mitspracherecht vermisst, kann sich am Asus Energiesparprogramm austoben, das verschiedene Betriebsmodi umfasst. Einen Schnellzugriff stellt ein Widget auf dem Desktop sicher. Für HD-Videos, auch solche in 1080p-Auflösung, genügt der Intel Chip. Dann ist das Notebook außerdem flüsterleise. Eine GeForce 310M ist nichts für passionierte Zocker, wenn es nicht das neueste Spiel in den höchsten Auflösungen und mit maximalen Details sein muss, lässt sich aber in der Mittagspause auch etwas spielen. Strengt sich das Asus U36 mehr an, steigt auch der Geräuschpegel. Dass der Core i5 bei längerer Nutzung das beengte Gehäuse nicht zu stark erwärmt, will Asus mit zwei Wärmeableitern in den Griff bekommen haben.

Das Display – eine glatte Sache

Das 13 Zoll große Display löst mit 1.366x768 Pixeln auf und bietet daher genügend Platz, um in Windows 7 zwei Fenster nebeneinander anzuzeigen. Der horizontale Blickwinkel ist groß genug, sodass auch zwei Personen vor dem Bildschirm sitzen können. Wird das Display weiter nach unten oder oben geklappt, verschlechtert sich die Darstellung früher. Bei schwarzen Texten auf weißem Hintergrund fällt das weniger auf als bei Fotos oder Videos. Das Haar in der Suppe, wenn entspiegelte Bildschirme bevorzugt werden, ist die glänzende Oberfläche. Auch der schwarze Rahmen ist in Hochglanzoptik gehalten. Nutzer, die ihr Notebook gerne auch mal im Zug am Fensterplatz aus der Tasche holen, ziehen in der Regel matte Displays vor.

Beim Sound zeigt sich das Asus U36JC-RX081V dann wieder als braver Büro-Mitarbeiter. Wummernde Bässe und volle Klänge sind weder von einem Business-Laptop noch von einem Subnotebook zu erwarten, wenn beide Kategorien zusammenfallen, sollte erst recht kein betörender Lautsprecher-Sound erwartet werden. Die Lautsprecher im U36JC reichen für den normalen Anspruch absolut aus, beschallen den Nutzer aber nur von einer Seite. Wer zwischendurch Musik hören möchte, greift lieber zu Ohrhörern.

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Fazit: Sehr gut, aber nicht perfekt

Das Asus U36JC beweist, dass Subnotebooks trotz Erfolgsmodellen wie Netbooks oder Tablets aus dem mobilen Bereich nicht wegzudenken sind, wenn das Gerät auch im Arbeitsalltag eingesetzt werden soll. Mit knapp 1.000 Euro fällt der Laptop keineswegs in die Günstig-Schiene, die starken Komponenten, die für ein Subnotebook umfangreiche Schnittstellenbestückung und die wertige Verarbeitung erfüllen aber die Erwartungen, die die Kosten geschürt haben. Dennoch fehlt ein optisches Laufwerk. In einem 13-Zöller ist dafür durchaus Platz, es sei denn, er ist flacher als zwei Zentimeter: Ein Schlankheits-Komfort-Kompromiss, mit dem der Besitzer eines U36JC leben muss. Was bleibt, ist die Frage, warum ein Notebook, das durchaus auch für den Job geeignet ist, ein glänzendes Display mitbringt. Schön wäre eine Wahlmöglichkeit gewesen.

Im Handel kostet das Gerät zurzeit ab rund 830 Euro, Konkurrenz bekommt die Asus U36-Serie unter anderem vom Acer Timeline X, Lenovo IdeaPad Z360 und Toshiba Satellite R630, wobei das Toshiba Modell für knapp 1.000 Euro auch mit einer SSD zu haben ist.

Weitere Testberichte und eine Kaufberatung zum Thema Notebook liefert unser Hintergrundbereich.

Name: U36JC-RX081V
Hersteller: Asus
Internet: www.asus.de
Preis: UVP: 929 Euro
Technische Daten
Chipsatz/Prozessor: Intel HM55 mit Core i5-480M mit 2,66 GHz
Grafikkarte: Intel HD + Nvidia GeForce 310M mit 1 GB
Bildschirm: 13,3 Zoll (1.366x768 Pixel) mit LED-Hintergrundbeleuchtung, glänzend
Batterie: 8-Zellen-Akku (5.600 mAh): Laufzeit: 216 Minuten unter Vollast / 547 Minuten Lesetest (WLAN aus) / ca. 375 Minuten Videobetrieb (Lautstärke + Display 50%)
Speicher: 4 GB DDR3 mit 1.066 MHz
Festplatte: 500 GB (5.400 U/Min)
Laufwerk: -
Soundkarte: Onboard
Kommunikation: Gigabit LAN, WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 2.0
Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64-bit
Abmessungen: BxTxH: 322 x 232 x 19 Millimeter; 1,7 Kilogramm
Anschlüsse: HDMI, VGA, 2xUSB 2.0, 1xUSB 3.0, Kartenleser (SD, MMC, MS, MS Pro, xD), Mikrofon, Kopfhörer, Kensington-Schloss
Sonstiges: VGA-Webcam, Nvidia Optimus, Express Gate (Schneller Internetzugriff)
Lieferumfang: Notebook, Akku, Netzteil, Netzkabel, Handbuch, Driver&Utilities-Datenträger, Putztuch, Kabelbinder
Benchmarks/Zahlen: Windows Leistungsindex: CPU: 6,9/ RAM: 5,9 / 2D: 4,5 / 3D: 5,8 / HDD: 5,8

7-Zip: 164 JPG-Fotos (400 MB) ins .zip-Format: 13 Sek.

CPU-Benchmark von PC Wizard: 39.129
CPU-Benchmark Cinebench: 8.795

Grafikkarte:
Grafik-Benchmark FurMark: 4.510
OpenGL-Benchmark Cinebench: 1.934
HDD-Benchmark von PC Wizard: Sequentielles Schreiben/Lesen: 73/83 MB/s; gepuffertes Schreiben/Lesen: 125/148 MB/s; zufälliges Lesen: 34 MB/s
Stromverbrauch: Ausgeschaltet am Netz:
ca. 0,5 Watt
Eingeschaltet im Energiesparmodus:
ca. 10 Watt
Filmwiedergabe im Energiesparmodus:
ca. 26 Watt
Grafik-Benchmark-Test unter Höchstleistung (Displayhelligkeit 100%, WLAN ein): ca. 45 Watt
Garantie: zwei Jahre Asus Garantie mit Pick-Up & Return Service
Pro & Contra
schick, schlank und leicht
gute Verarbeitung
große Tastatur, großes Touchpad
Nvidia Optimus
Leistung, Akkulaufzeit
USB 3.0
leise
kein Laufwerk
Display nicht entspiegelt
Lautsprecher-Sound
Bewertung:
Geschwindigkeit: 13/15
Ausstattung: 13/15
Display: 13/15
Bedienung/Komfort: 9/10
Gewicht: 14/15
Akkulaufzeit: 18/20
Verarbeitung: 9/10
Gesamt: 89/100 --- So testen wir Notebooks
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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