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Asus K53TA-SX026V im Test: Matt und preiswert

Wir haben noch ein Notebook mit AMD "Sabine"-Plattform getestet: Das Asus K53TA-SX026V kommt mit einer Doppelgrafik und USB 3.0, gefällt aber auch mit einem matten Gehäuse und einer langen Akkulaufzeit.

Wir haben noch ein Notebook mit AMD "Sabine"-Plattform getestet: Das Asus K53TA-SX026V kommt mit einer Doppelgrafik und USB 3.0, gefällt aber auch mit einem matten Gehäuse und einer langen Akkulaufzeit.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Im Toshiba Satellite L755D Test konnten wir uns bereits einen Eindruck von AMDs mobilen Llano Prozessor und seiner starken Grafikkomponente verschaffen. Auch Asus hat den Vierkerner A6-3400M der Sabine-Plattform in 15,6-Zoll-Notebooks verbaut, setzt bei der Grafikleistung aber noch einen drauf: Das K53TA-SX026V für rund 500 Euro kommt mit einer Doppelgrafik im CrossfireX-Verbund und bringt sogar USB 3.0 mit. Wir haben uns den Mainstream-Laptop einmal angesehen.

Asus K53TA-SX026V Test – Inhalt

  • Seite 1: Optik, Schnittstellen, Eingabegeräte und Display
  • Seite 2: Hardware und Leistung
  • Seite 3: Sound, Akkulaufzeit, Fazit und Info-Tabelle

Mattes, dunkelbraunes Gehäuse

Das dunkelbraune Gehäuse des rund 2,6 Kilogramm schweren Asus K53TA3 misst 378 x 253 x 35 Millimeter und ist mit einem leichten Streifenmuster verziert. Das und die matte Oberfläche halten Fingerabdrücke weitestgehend fern, ständig zum Putztuch greifen muss der Nutzer also nicht. Im gleichen Outfit präsentiert sich die Handballenauflage, die laut Asus angenehm kühl bleiben soll. Wer nach einigen Teststunden bewusst nach Temperaturänderungen tastet, wird bemerken, dass sie nicht so "eiskalt" bleibt, wie es der IceCool-Aufkleber wörtlich genommen verspricht, aber auch nicht unangenehm warm geworden ist. Die Schnittstellen verteilen sich auf beide Seiten: HDMI, D-Sub (VGA), 2x USB 2.0, 1x USB 3.0 für einen schnelleren Datentransfer, Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer. Lediglich der Kartenleser liegt vorn.

Tastatur: Gut für Vielschreiber

Die Tastatur führt eine zweite Farbe ins Notebook-Design ein, Schwarz, und passt sich mit ihrem mattem Look dem Umfeld an. Ihre Schreibeigenschaften sind sehr gut, die Tasten schön breit und trotzdem ist noch genügend Platz für einen Nummernblock vorhanden – auch wenn dieser etwas schmaler ausgefallen ist. Zwar sind keine separaten Tasten zum Stoppen eines Films oder Vor- und Zurückspringen zu finden, über eine Doppelbelegung der Pfeiltasten sind derartige Grundfunktionen aber sichergestellt. Auch die verschiedenen Betriebsmodi sind per Tastenkombination wechselbar. Das Touchpad ist abzüglich der silbernen Klicktasten etwa 5 x 9 Zentimeter groß und ausgesprochen glatt. Wer es gerne griffig mag, wird sich kurz umgewöhnen müssen. Wie mittlerweile üblich versteht es auch Mehrfingergesten und kann entsprechend genutzt werden, um mit zwei Fingern Bildausschnitte zu drehen oder zu vergrößern. Mit den Eingabegeräten hat es Asus also gut gemeint, der einzige Kritikpunkt ist die Lautstärke der Klicktasten: Sie könnten etwas leiser sein.

HD-Display: Blickwinkel und Glanz schränken den Spielraum ein

Stark glänzende Bereiche gibt es beim Asus K53T ausschließlich beim Bildschirm. Sowohl der schwarze Rahmen als auch das 15,6 Zoll große Display wurden nicht mattiert und reflektieren daher das Licht. Dementsprechend ist an einem Fenster oder bei der Arbeit im Freien mit Spiegelungen zu rechnen. Das Display liefert die HD-Auflösung 1.366x768 Pixel (16:9 ) und wirkt im Standardzustand bezüglich der Farben ein wenig zu kalt. Über die Tastatur lässt sich das Farbklima bequem anpassen, unter den verschiedenen, voreingestellten Modi sind auch solche mit kräftigerer Farbwiedergabe im Angebot. In optimaler Sitz- beziehungsweise Displayposition wird dann ein gutes Bild erreicht, leider zeigt sich der Bildschirm bei vertikalen Abweichungen sehr blickwinkelabhängig. Nur leichte Bewegungen des Kopfes oder Displays nach oben oder unten und schon erscheinen die Farben zu dunkel oder zu hell; auch der Schwarzwert knickt ein. Seitlich betrachtet fällt das weniger auf, dann kommen jedoch die Lichtreflexionen ins Spiel und trüben die Sicht.

Wie zu Anfang erwähnt, basiert das K53TA-SX026V auf einem AMD A6-3400M Quad-Core-Prozessor mit 1,4 Gigahertz (GHz), den der Hersteller aufgrund der integrierten Grafik nicht als CPU, sondern als APU (Accelerated Processing Unit) bezeichnet. Hinzu kommen ein DDR3-Speicherriegel mit 4 Gigabyte (GB) und eine 500-GB-SATA-Festplatte.

Doppeltes Grafikvergnügen

Der A6-3400M ist mit einer Radeon HD 6520G bestückt. Asus hat zusätzlich eine AMD Radeon HD 6650M Mittelklasse-Grafikkarte spendiert; beide Grafikchips tauchen im Datenblatt zusammen als 6720G2 auf und greifen mittels CrossfireX ineinander. Welche Grafikeinheit für welches Programm vorrangig angesprochen werden soll, lässt sich in den Grafikkarteneinstellungen festlegen. Allerdings kann nicht jede Anwendung etwas mit der doppelten Grafik anfangen, deshalb lässt sich auch nicht pauschal eine bessere oder gar die zweifache Leistung voraussagen. Der Grafik-Benchmark FurMark und auch Cinebench 11.5 machen sich den CrossfireX-Verbund nicht zunutze und lassen sich lediglich von der schwächeren integrierten Grafikeinheit antreiben. 3DMark11 bescheinigt dem Laptop hingegen ein doppelt so hohes Testergebnis.

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Spielen auf Mainstream-Niveau möglich

Bei Spielen veranschlagt die AMD Software generell die Höchstleistung. Um tatsächlich beide Grafikchips anzuzapfen, ist jedoch ein spezielles Crossfire-Profil für das jeweilige Spiel nötig. Diese liefert AMD über die ATI Catalyst Application Profiles aus, die vom eigentlichen Treiber abgespalten wurden, um schneller Unterstützung für neue Spiele bereitzustellen. Die Benchmark-Demo von Devil May Cry 4 erreicht mit dem Grafikgespann – verglichen mit der integrierten Lösung – die doppelte Frame-Anzahl pro Sekunde. Genau wie mit dem Toshiba Satellite L755D mit Llano-APU konnten wir aber auch mit dem Asus K53T mit stärkerer Grafik feststellen, dass zwar theoretisch die Schnittstelle DirectX-11 unterstützt wird, in der Praxis die Hardware jedoch - zumindest in der Metro 2033-Demo - mit HD-Auflösungen unter DirectX-11 überfordert ist. Sobald auf DirectX-10 zurückgeschaltet wird, gehen die Frame-Raten spürbar nach oben. Ohne Anlaufschwierigkeiten flüssig lief in unserem Test eine Demo von Dragon Age II ; allerdings zog sie lediglich die integrierte Grafik heran. Die Installation des Profil-Paketes half auf die Schnelle nicht darüber hinweg.

Die Leistung der CPU für sich betrachtet, liegt hinter dem, was man von einem aktuellen Vierkerner erwarten könnte. Ein Intel Core i5-2410M mit 2,3 GHz zieht dem A6-3400M trotz halber Kernzahl knapp davon.

Geräuschentwicklung

Die Betriebsgeräusche des K53TA-SX026V halten sich in Grenzen. Im Energiespar- oder Office-Modus bleibt das Notebook schön leise. Zu hören ist es erst, wenn es richtig gefordert wird, zum Beispiel bei Benchmark-Tests oder Spielen. Der Pegel bleibt dennoch angenehm. Wird eine DVD in das Laufwerk eingelegt und gestartet, dreht der Lüfter richtig auf und ist wesentlich lauter als beim Spielen. Glücklicherweise legt sich das, sobald der Film anläuft. Schlussendlich bleibt es bei einem recht leisen und daher erträglichen Grundgeräusch, das sowohl bei der Ausgabe über Kopfhörer als auch über die Lautsprecher durch den Filmsound übertönt wird.

Eingebaut sind Altec Lansing Lautsprecher, deren Klang mit einer kleinen Software verändert und aufpoliert werden kann. Schaltet man die Soundverbesserung ein, klingt Musik tatsächlich etwas ausgewogener. An der Bass-Einstellung herumzuregeln, bringt indes weniger. Insgesamt ist der Sound zwar nicht überwältigend, aber auch alles andere als schlecht. Ebenfalls absolut nicht schlecht ist die Akkulaufzeit. Gemessen am günstigen Verkaufspreis und der recht hohen Grafikleistung fällt die Laufzeit mit 2 bis 7 Stunden (je nach Beanspruchung) ordentlich aus. Für mobilen Videogenuss ist für über 4 Stunden gesorgt.

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Fazit: Viel Notebook fürs Geld

Auch mit dem Asus K53TA-SX026V zeigt sich, dass AMD mit der Sabine-Plattform eine grafikstarke Konkurrenz zu Intel auf die Beine gestellt hat. Die integrierte Grafik der Sandy Bridge-Reihe hängen AMDs APUs locker ab und konkurrieren daher mit Intel-Laptops mit Grafikkarte; wie den Geräten mit Nvidias Optimus-Wechseltechnik. Insbesondere trifft das auf das Asus K53T zu, wo es doch eine lange Akkulaufzeit bietet und mit einer doppelten Grafik überzeugen will. In der Praxis kann der Crossfire-Betrieb den doppelten Frame-Raten zwar einen Strich durch die Rechnung machen, dennoch ist die Gesamtleistung des Notebooks angesichts des Verkaufspreises von rund 500 Euro positiv. Punkten kann Asus 15,6-Zöller auch mit seinem eleganten Design und den angenehmen Eingabegeräten, beides macht einen Einsatz im Berufsumfeld möglich.

Weitere Testberichte und eine Kaufberatung zum Thema Notebook liefert unser Hintergrundbereich.

Name: K53TA-SX026V
Hersteller: Asus
Internet: www.asus.de
Preis: UVP: 529 Euro / Handel: ca. 500 Euro
Technische Daten
Prozessor: AMD A70M mit Quad-Core Processor A6-3400M mit 1,4 GHz
Grafikkarte: AMD Radeon HD 6720G2 Dual-Grafik mit 1 GB (Radeon HD 6520G + 6650M)
Bildschirm: 15,6 Zoll (1.366x768 Pixel) 16:9 mit LED-Hintergrundbeleuchtung, glänzend
Batterie: Lithium-Ion-Akku mit 6 Zellen (5200 mAh, 56 Whrs), Laufzeit: 130 Minuten unter Vollast / 430 Minuten Lesetest (WLAN aus) / ca. 255 Minuten DVD-Wiedergabe (Lautstärke + Display 50%)
Speicher: 4 GB DDR3 mit 1.333 MHz (1x4), erweiterbar auf 8 GB
Festplatte: 500 GB (5.400 U/Min)
Laufwerk: 8-fach DVD Supermulti D/L Double Layer
Soundkarte: Onboard
Kommunikation: Gigabit LAN, WLAN 802.11 b/g/n
Betriebssystem: Windows 7 Home Premium 64-bit
Abmessungen: BxTxH: 378 x 253 x 35 Millimeter; 2,6 Kilogramm
Anschlüsse: HDMI, D-Sub, 2x USB 2.0, 1x USB 3.0, Kartenleser (SD/ MS/ MS Pro/ MMC), Mikrofon, Kopfhörer
Sonstiges: VGA-Webcam mit Gesichtserkennungs-Software, Altec Lansing Lautsprecher
Lieferumfang: Notebook, Netzteil, Netzkabel, Handbuch
Benchmarks/Zahlen: Windows Leistungsindex: CPU: 6,6/ RAM: 5,9 / 2D: 5,3 / 3D: 6,2 / HDD: 5,8

7-Zip: 164 JPG-Fotos (400 MB) ins .zip-Format: 15 Sek.

CPU-Benchmark: Cinebench 11.5: 1.76
PC Wizard 2010: 15.432 (nicht aussagekräftig, da nur 1 Prozessorkern erkannt)

Grafikkarte:
Grafik-Benchmark FurMark; bei nativer Auflösung: 271 Punkte; 720p: 234
OpenGL: Cinebench 11.5: 13,61 BpS (jeweils nur integrierte Grafik erkannt)
3DMark11: P-Benchmark (1.280x720, mittlere Auslastung): P1402

Frames pro Sekunde (fps) im Durchschnitt:
DirectX-10-Benchmark Devil May Cry 4: bei 1.360x768 Pixeln, Details niedrig, Schattenqualität aus: 58 fps (integriert) / 126 fps (doppelte Grafik); Details, Auflösung und Schattenqualität hoch + 2-fach MSAA: 89 fps (doppelte Grafik)
Demo Metro 2033: DirectX-11: bei 1.366x768 Pixeln, Details niedrig, AAA: 20 fps und Bildfehler
DirectX-10: bei 1.366x768 Pixeln, Details niedrig, AAA: 27 - 48 fps

Demo Dragon Age II: DirectX-11: bei 1.366x768 Pixeln, Details niedrig: 32 fps; Details mittel + 2x AA: 27 fps

HDD-Benchmark von PC Wizard: Sequentielles Schreiben/Lesen: 61/80 MB/s; gepuffertes Schreiben/Lesen: 71/116 MB/s; zufälliges Lesen: 30 MB/s
Energieverbrauch: Ausgeschaltet am Netz:
ca. 0,6 Watt
Eingeschaltet im Energiesparmodus:
ca. 11 Watt
DVD-Wiedergabe im Energiesparmodus:
ca. 19 Watt
CPU-Benchmark-Test unter Höchstleistung (Displayhelligkeit 100%, WLAN ein): ca. 37 Watt
Garantie: 2 Jahre Abhol-Service Pick-Up & Return (siehe Asus Garantie)
Pro & Contra
Gute Grafikleistung
schönes Design
kaum anfällig für Fingerabdrücke
Nummernpad
gute Akkulaufzeit
leise im Betrieb
USB 3.0 und Gigabit LAN
Spiegelndes Display, kleine Blickwinkel
Crossfire-Verbund nicht immer nutzbar
Bewertung:
Geschwindigkeit: 17/20
Ausstattung: 16/20
Display: 12/15
Bedienung/Komfort: 13/15
Maße/Gewicht: 4/5
Akkulaufzeit: 13/15
Verarbeitung: 8/10
Gesamt: 83/100 --- So testen wir Notebooks
Preis-Leistung: gut

(Saskia Brintrup)

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