Verbesserungen im Detail

Apple iPhone 7 im Test: High-End-Smartphone mit Turbo-Rechenleistung

Das iPhone 7 zeigt sich äußerlich kaum verändert, unter der Haube hat Apple seinem aktuellen Smartphone aber mehr Leistung spendiert. Wie sich das iPhone 7 in der Praxis schlägt, zeigt unser Testbericht.

Apple iPhone 7Stetige Verbesserung statt großem Umsturz: Das iPhone 7.© Apple Inc.

Die Änderungen am neuen iPhone 7 sind eher dezent – aber nichtsdestotrotz vorhanden. Der Touchscreen misst 4,69 Zoll und bietet eine Auflösung von 326 ppi, was im Vergleich zu anderen Smartphones sechs Prozent unterdurchschnittlich ist. Die Helligkeit des Displays erreicht bei Sonnenlicht bis zu 584 Candela pro Quadratmeter, ein ordentlicher Wert.

iPhone 7 in zwei Schwarz-Varianten

Auch designtechnisch ähnelt das iPhone 7 seinen Vorgängern: 67 x 138 x 7,2 Millimeter und 138 Gramm. Die Kanten sind abgerundet, sodass sich das iPhone 7 angenehm in die Hand schmiegt. Wer mag, kann außerdem sein neues iPhone 7 in Schwarz erhalten, wahlweise in Matt oder Hochglanz.

Der Home-Button ist nicht wie bisher als mechanische Taste verbaut, sondern wird nun als kapazitiver Sensor umgesetzt. So lassen sich unterschiedliche Funktionen je nach Druckstärke abrufen – wie etwa das Entsperren via Doppeltipp auf den Home-Button. Alternativ kann man das Entsperren auch über den Fingerabdrucksensor realisieren, muss dies zuvor jedoch in den Einstellungen festlegen.

Apple iPhone 7

Apple iPhone 7

  • Betriebssystem iOS 10
  • 12 Megapixel-Kamera mit Autofokus, Bildstabilisator und Fotolicht
  • 4,7 Zoll Retina-LCD Touchscreen, 750 x 1334 Pixel
  • bis zu 32 GB Speicher
  • ab 0,00 € mit Vertrag
Apple iPhone 7

Apple iPhone 7 bietet aktuelle Technik

Die verbauten Funktechniken sind gewohnt aktuell: LTE mit bis zu 450 Megabit pro Sekunde, WLAN ac, Bluetooth 4.2 und NFC sind an Bord. Mit 1,38 Watt ist der SAR-Wert gegenüber dem iPhone 6 mit 0,8 Watt deutlich gestiegen – das betrifft besonders Vieltelefonierer. Welchen Schluss man aus den vergleichsweise hohen Strahlungswerten zieht, sei jedem selbst überlassen. Unter dem Grenzwert von 2,0 bleibt das iPhone natürlich. Hinzugefügt hat Apple außerdem einen Staub- und Wasserschutz nach IP 67, welcher jedoch nur für Spritzwasser ausreicht. Sollte das Smartphone also mal in eine Pfütze plumpsen, übernimmt Apple dafür trotzdem weiterhin keine Garantie.

Der Speicherplatz ist wie von Apple gewohnt nicht erweiterbar. Wählen kann man zwischen drei Größen: Beim "kleinen" iPhone 7 sind 32 Gigabyte Speicherplatz verbaut, von welchen 26,8 zur freien Nutzung übrig bleiben. Hierfür blättert man 759 Euro zu Marktstart hin. Die beiden anderen Modelle fassen 128 oder 256 Gigabyte für jeweils 869 und 979 Euro.

Apple-Smartphone mit Turbo-Rechenleistung

Was die Leistung angeht, macht dem iPhone 7 so schnell keiner was vor: Mit zwei Hochleistungskernen und zwei Energiesparkernen rockt der Apple-Kandidat die Benchmarks. Satte 216 Prozent über dem Durchschnitt aller in den letzten zwei Jahren getesteten Smartphones bescheinigen diese. Da kann niemand mehr mithalten. Aber auch die 6er-Reihe ist mit 137 Prozent über dem Mittel immer noch gut im Rennen, weswegen die Leistung nur für wenige ein Umstiegsgrund sein dürfte.

Der Akku des Apfel-Handys fasst 1.960 Milliamperestunden und bringt es in unserem Test auf 556 Minuten Videowiedergabe bei gedimmtem Display und im Flugmodus. Normalnutzer kommen damit über den Tag, Intensivnutzer müssen gegebenenfalls eine Steckdose in der Nähe haben. Geladen wird das iPhone 7 mittels eines 1-Ampere-Ladegerätes, mit welchem die volle Akkuladung 191 Minuten dauert. Im Vergleich zu anderen Smartphones ziemlich langsam, aber laut aktuellen Studien akkuschonend.

Scharfe Bilder auch bei schlechtem Licht

Die 12,2-Megapixel-Kamera des Apple iPhone 7 kommt mit einer lichtstarken Blende von f1,8 und einem optischen Bildstabilisator. Aufhellen lassen sich dunkle Szenen mittels vier LEDs, die eine Lichtleistung von 103 Lux bieten. Die Fotos gelingen im Test rundum gut, bei mittleren und schlechten Lichtbedingungen macht sich der optische Bildstabilisator bemerkbar und ermöglicht scharfe Bilder. Dem mitunter kräftigen Bildrauschen beugt er hingegen nicht vor.

Videos werden in Full HD und UHD aufgezeichnet, wobei die Videos in Full HD häufig zu hell werden und dadurch milchig wirken. In UHD steigern sich Schärfe und Detailtreue merklich, das leicht Milchige durch die Überbelichtung bleibt jedoch erhalten. Lobenswert sind der zuverlässige Autofokus und der gut arbeitende Bildstabilisator, sodass die Videos selbst bei Bewegung schön ruhig bleiben.

Apple schafft beim iPhone 7 die Audio-Buchse ab

Möchte man mit dem iPhone 7 Musik hören, lässt sich das entweder über die Stereo-Lautsprecher oder klassischerweise über Kopfhörer umsetzen. Anschließen lassen sich diese über einen Lightning-Anschluss - möchte man den gängigen 3,5-Millimeter-Stecker verwenden, benötigt man einen Adapter. Der Klang ist im Test kräftig und harmonisch, hier gibt es nichts zu meckern.

Fazit zum Apple iPhone 7: Teures Upgrade

Unterm Strich steht beim Apple iPhone7 ein hochwertiges Handy an der oberen Spitze der High-End-Klasse. Zwar kommen keine großartigen Neuerungen, allerdings verbessert Apple seine Modelle stetig. So arbeitet der Prozessor des iPhone 7 mit 217 Prozent über dem Durchschnitt deutlich schneller als jede Konkurrenz, der optische Bildstabilisator ermöglicht scharfe Aufnahmen auch bei schlechterem Licht.

Ansonsten bleibt beim iPhone7 in Sachen Design, Größe, Display und Bedienung alles beim Alten und liefert somit kaum Anreize für iPhone-6-Besitzer, den Umstieg zu wagen. Auch neue Interessenten werden wohl zum Vorgängermodell schielen, denn dort ist das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach besser.

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