Testbericht

iPhone 4 im ersten Test

Die vierte Generation von Apples iPhone weiß, was sie will: das iPhone 4 kommt mit runderneuertem Design und zahlreichen technischen Verbesserungen daher. In einem ersten Test haben wir das neue Smartphone auf die Probe gestellt.

Apple iPhone 4

Das iPhone 4 ist da. Seit Donnerstag ist es möglich, die vierte Generation von Apples Smartphone käuflich zu erwerben. Es wird in Deutschland wie seine Vorgänger exklusiv bei der Telekom angeboten, ist aber in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag nicht nur in den Shops des Bonner Konzerns, sondern auch im Fachhandel zu haben – zum Beispiel in den Apple Stores sowie bei Gravis. Wir hatten die Möglichkeit, schon am Tag der offiziellen Einführung einen Blick auf das neue Smartphone zu werfen.

Runderneuertes iPhone

Bereits während einer ersten Produktpräsentation vor wenigen Wochen wurde deutlich, dass Apple sein iPhone runderneuert hat. Das heißt, es ist nicht nur das neue Betriebssystem iOS 4 vorinstalliert, sondern auch das Design wurde angepasst. Es wirkt nun deutlich moderner, aber auch kantiger als das iPhone 3G oder auch das 3GS.

Zweifelsohne ist es Apple gelungen, das Flaggschiff des eigenen Hauses spürbar moderner zu gestalten. Dazu tragen eine gläserne Oberfläche auf der Vorder- und auf der Rückseite sowie ein Edelstahl-Rahmen bei. Beides führt aber auch dazu, dass das iPhone 4 kein Federgewicht ist. Satte 137 Gramm bringt es auf die Waage. Und wer das Telefon in den Händen hält, spürt das auch.

Neues Display

Wer das neue Smartphone aus seiner edlen Pappverpackung befreit, hat den Eindruck, dass das 3,5 Zoll große Display sehr stark spiegelt. Wird das Telefon und in diesem Zusammenhang auch der Bildschirm aber erst einmal aktiviert, ist davon bei normalen Lichtverhältnissen nicht mehr viel zu sehen. Die neue so genannte Retina-Displaytechnik verrichtet einen ordentlichen Job. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es aber auch auf dem iPhone 4 schwierig, Inhalte abzulesen. Da kann auch der automatisch arbeitende Lichtsensor wenig Abhilfe schaffen.

Trotzdem: Die verbesserte Auflösung von 960x640 Pixel und das Kontrastverhältnis von 800:1 machen durchaus Spaß. Nachteil: Wie bei praktisch jedem Smartphone mit Touchscreen werden Fingerabdrücke auf dem Display sehr schnell sichtbar. Da spielt es auch keine Rolle, dass von Apple versprochen wird, es sei eine fettabweisende Beschichtung auf Vorder- und Rückseite verwendet worden.

An der intuitiven Bedienung hat sich auch mit iOS 4 kaum etwas geändert. Nach wie vor dient der Home-Button unter dem Display als zentrales Steuerelement. Wird er gedrückt, landet der Nutzer automatisch wieder auf dem Startscreen. An der linken Seite hat Apple zwei runde Knöpfe zur Regulierung der Lautstärke integriert. Unmittelbar darüber findet sich eine kleine Schiebetaste, mit der das Telefon in einen Lautlos-Modus geschaltet werden kann. Eine weitere Taste ist auf der Kopfseite zu finden, durch die die Tastensperre aktiviert wird.

iOS 4 liefert neue Möglichkeiten

Ein echter Mehrwert ist die neu geschaffene Möglichkeit, einzelne Symbole oder Apps in Ordnern zusammenzuführen. Einfach das Symbol gedrückt halten, auf ein zweites Symbol ziehen, fertig. Um eine App wieder auf den Startbildschirm zu ziehen, wird entsprechend in die entgegengesetzte Richtung navigiert. Mindestens genauso hilfreich: beim mobilen Surfen ist es mit iOS 4 möglich, mehrere Apps gleichzeitig zu öffnen. Durch zweimaliges Drücken der Home-Taste werden die zuletzt benutzten Apps angezeigt, um von der einen Anwendung zur nächsten wechseln zu können.

Auf der technischen Seite hat Apple unter anderem auch die integrierte Kamera aufgemöbelt. So wurde nicht nur eine 5-Megapixel-Kamera integriert, sondern es ist auch möglich, Videos in HD-Qualität (720p) aufzunehmen. Fotos und Videos liefern bei guten Lichtverhältnissen sehr ordentliche Ergebnisse. Von qualitativ minderwertigen Aufnahmen kann keine Rede mehr sein. Praktisch: es ist möglich per Fingertipp den Autofokus auf den gewünschten Bildabschnitt auszurichten.

Fazit: Viele Verbesserungen, die Spaß machen

Muss es bei der Entscheidung, ein neues Smartphone zu kaufen, unbedingt das iPhone sein? Diese Frage werden sich viele Nutzer stellen, wenn sie auf der Suche nach einem neuen Handy sind. Die Antwort lautet: Nein, das iPhone ist kein Muss. Aber es ist zweifelsohne ein Telefon, das die Messlatte auf dem Markt für Smartphones noch einmal ein Stückchen höher legt. Intuitive Bedienung, ein moderne(re)s Design, viele technische Verbesserungen und zahlreiche speziell auf das Handy abgestimmte Apps sorgen dafür, dass auch die vierte iPhone-Generation zu einem Erfolg werden wird.

Einen ausführlichen Testbericht zum iPhone 4 wird onlinekosten.de im Laufe der nächsten zwei Wochen veröffentlichen.

(Hayo Lücke)

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