DECT
Schnurlos Telefon© madarakis / Fotolia.com

DECT-Standard ermöglicht schnurloses Telefonieren

Der DECT-Standard kommt weltweit häufig bei schnurlosen Telefonen zum Einsatz und macht so eine gewisse Mobilität während eines Telefonates möglich. DECT steht jedoch auch in der Kritik. Das Wichtigste über den DECT-Standard!

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Die Abkürzung DECT steht für "Digital Enhanced Cordless Telecommunications", zu Deutsch etwa "digitale verbesserte schnurlose Telekommunikation" und ist ein europäisch genormter Funkstandard, der häufig bei schnurlosen Telefonen zum Einsatz kommt.

DECT-Anlagen bestehen aus einer Basisstation, welche ans Telefonnetz angeschlossen wird, sowie dem Mobilteil, also dem schnurlosen Telefon selbst. Über die Basis wird häufig auch der Akku des Mobilteils geladen. Über eine DECT-Station können oft mehrere Einzelgeräte angesprochen werden. Innerhalb von Gebäuden ist die Reichweite des DECT-Standards etwa auf 50 Meter, im Freien auf etwa 300 Meter begrenzt. So ist es möglich, das Festnetztelefon in einem begrenzten Bereich schnurlos zu nutzen.

Die Technik hinter DECT

DECT ist ein dezentrales System, welches Signale mittels elektromagnetischer Wellen in hohen Frequenzbereichen überträgt. Hierfür wird im Frequenzbereich von 1880 - 1900 MHz mit zehn Trägerfrequenzen in einem Kanalabstand von 1728 kHz gefunkt. Übertragungsraten sind mit bis zu 1.152 Kilobit die Sekunde möglich, die Sendeleistung beträgt durchschnittlich zehn Milliwatt. Herkömmliche DECT-Anlagen funken rund um die Uhr. Im Ruhezustand sendet die Basisstation immer wieder mit voller 250 mW Leistung kurze Signale an die Mobilteile. Die Mobilteile hingegen funken nur, wenn ein Gespräch zustande kommt.

DECT in Kritik wegen ständiger Funksignale

Aufgrund der ständigen und ungeregelten Funksignale der DECT-Station an die Mobilteile ist die Technik schon vor Jahren in Kritik geraten. Laut Bundesamt für Strahlenschutz sind DECT-Anlagen eine der größten Strahlungsquellen im Haushalt und tragen so zu einer ständigen Strahlenbelastung bei.

Dem versucht man seit 2009 über Stand-By-Modi von DECT-Stationen vorzubeugen: Befindet sich beispielsweise das Mobilteil in der Ladestation, sollen die stetigen Funksignale ausbleiben. Geräte mit solchen Funktionen tragen häufig ein "Eco" mit in der Beschreibung. Was sich dahinter verbirgt, muss jedoch im Einzelfall geprüft werden, da diese Bezeichnungen nicht geschützt sind.

Beim Telefonieren mit einem DECT-Telefon lässt sich am Kopf übrigens ein SAR-Wert von etwa 0,1 Watt pro Kilogramm messen, deutlich weniger als bei den meisten Mobiltelefonen.

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