Vor-Vorwahlen

Call by Call und Callthrough: Telefonieren mit Sparvorwahlen

Mit Call by Call oder Callthrough kann man günstiger telefonieren, indem man eine spezielle Vorwahl vor der eigentlichen Rufnummer wählt. Was sind die Unterschiede zwischen den beiden Varianten, wie funktioniert das genau und auf welche Stolpersteine muss man achten?

Telefon© Inga F / Fotolia.com

Call by Call und Callthrough sind Angebote, die besonders günstiges Telefonieren vor allem ins Ausland, aber auch im Inland ermöglichen. Besonders Auslandsgespräche können hier um ein Vielfaches günstiger ausfallen als mit dem gewohnten Telefonanbieter, aber auch für Anrufe aufs Handy können sich die Sparvorwahlen lohnen. Abgerechnet wird das Telefongespräch in der Regel über die Telefonrechnung (Postpaid), manche Dienste funktionieren auch auf Prepaid-Basis.

Unterschiede zwischen Call by Call und Callthrough

Der wichtigste Unterschied zwischen Call by Call und Callthrough ist, dass Call by Call nur mit Festnetzanschlüssen der Telekom erreichbar ist; diese ist verpflichtet, Call by Call zuzulassen. Callthrough hingegen ist grundsätzlich aus jedem Netz, beispielsweise auch mit dem Smartphone, möglich. Es besteht dabei jedoch die Möglichkeit, dass einige Anschlussbetreiber bestimmte Nummern sperren. Bei Call by Call ist das Sparpotenzial noch etwas größer, dafür schwanken die Preise hier stärker.

Einige Callthrough-Anbieter verwenden dabei Sonderrufnummern wie 0180 oder 0700. Vom Handy aus sollte man es möglichst vermeiden, Sonderrufnummern zu wählen. Da beim Callthrough auch für die Verbindung zum Computer schon gezahlt werden muss, können hier höhere Kosten anfallen. In diesem Fall sind eher Ortsrufnummern zu empfehlen. Im Call by Call dagegen muss man erst zahlen, wenn der Anruf angenommen wird.

So nutzt man Call by Call und Callthrough

Um das geplante Gespräch zu führen, wählt man zuerst die Vor-Vorwahl, erst daraufhin wählt man die eigentliche Zielrufnummer. Vor der Durchleitung des Gespräches werden die aktuellen Minutenpreise ansagt. Vorsicht: Hier gilt es, genau hinzuhören, denn teilweise wird in Cent, teilweise in Euro angesagt. Versteht man den Preis nicht richtig, sollte man vorsichtshalber auflegen. Im Call by Call ist die Tarifansage übrigens seit 2012 Pflicht, bei Callthrough nicht.

Wenn man auf der Suche nach einem günstigen Anbieter ist, sollte man beachten, dass die Preise stark schwanken können und sich teilweise mehrmals täglich ändern. Am besten man vergleicht vor jedem Anruf aufs Neue, welcher Anbieter aktuell günstig ist. Hierbei hilft der Rechner von Billiger-Telefonieren.de.

Günstige Telefontarife finden

Auf Preissprünge achten

Die Nutzung von Call by Call und Callthrough kann bei einer guten Anbieterwahl den Geldbeutel erheblich entlasten. Man muss jedoch auch aufmerksam sein. Manche Call-by-Call-Anbieter locken beispielsweise mit sehr günstigen Minutenpreisen, welche sich jedoch schon in der nächsten Stunde rapide ändern können. Für den Kunden bedeutet das: Vor jedem Anruf aufs Neue die Tarife checken. Wer um zehn vor neun noch günstig telefoniert, darf das um Punkt neun schon nicht mehr voraussetzen. Generell gilt jedoch, dass sich während eines laufenden Telefonates Tarife nur ändern dürfen, wenn eine erneute Ansage erfolgt.

Weitere Kostenfallen bei der Nutzung von Sparvorwahlen

Nicht nur auf die Minutenpreise sollte bei der Anbieterwahl geachtet werden. Auch bei der eigentlichen Nummernwahl sollte man aufpassen – häufig gibt es zu den günstigen Anbieternummern eine zweite Rufnummer, die sich nur durch eine Null oder ähnliches unterscheidet, dafür aber preislich in einer anderen Klasse liegt. Nicht zuletzt sollte überprüft werden, ob es für bestimmte Orte spezielle Städtetarife gibt. So ist beispielsweise denkbar, dass ein Telefonat nach Frankreich günstig ist, jedoch ein anderer, teurerer Tarif für die Hauptstadt Paris gilt. Außerdem sind die Preise ins Festnetz und ins Handynetz eines Landes meist sehr unterschiedlich. Wer um diese Fallstricke weiß und aufmerksam der Tarifansage lauscht, sollte solche Irrtümer jedoch vermeiden können.

Dank Preselection dauerhaft über anderen Anbieter telefonieren

Wen das ständige Wählen der Vor-Vorwahl nervt, kann auch auf Preselection setzen. Hierbei wird ein alternativer Anbieter als Standardwahl beim Telefonieren festgelegt. Damit Preselection funktioniert, muss man seinen Anschluss bei der Telekom gebucht haben. Ist Preselection eingerichtet, werden alle Gespräche sowohl im In- und Ausland automatisch über den zweiten Anbieter geführt, welcher in der Regel auch eigene Rechnungen stellt. Ob sich eine standardisierte Umleitung zum Drittanbieter lohnt, sollte jeder individuell überprüfen, zumal nicht mehr viele Unternehmen Preselection anbieten.

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