News

Zusammenbruch des Musikmarkts dank Raubkopien?

Welt© Julien Eichinger / Fotolia.com
Die Musikindustrie gerät nach eigenen Angaben zunehmend unter Druck, sodass erste Labels bald aufgeben müssen.

Statistik des Musikklaus

Laut der Statistik der Musikindustrie wurden letztes Jahr etwa 25% mehr Songs aus dem Netz als noch 2001 geladen. Die meisten dieser Lieder, etwa 81%, landeten nach dem Download auf einem Rohling. Insgesamt wurden etwa 250 Millionen Rohlinge bespielt, während lediglich 150 Millionen Alben verkauft werden konnten.

Zudem wurden die Songs zu 94% von kostenlosen Angeboten und damit illegal geladen. Die Anzahl der Benutzer derartiger Dienste stieg auf 6,4 Millionen, ein Anstieg um etwa 30% gegenüber dem Jahr 2001. Und von den Nutzern kauften etwa 25% weniger CDs.

Milliardenverlust

Viele Milliarden Euro gehen der Musikindustrie durch die Tauschbörsen verloren. Daher fordert die Industrie die Einführung eines Gesetzes, das das Knacken von Kopierschutzmaßnahmen verbietet. Ebenso möchte man das Urheberrecht noch stärker einschränken als dies derzeit geplant ist.

Passiert dies nicht, so prognostiziert die Musikindustrie eine existenzbedrohende Situation. Allerdings müssen sich die Labels die Frage gefallen lassen, ob sie nicht selbst hierfür verantwortlich sind. Listen.com beweist, das mit Musikhandel Geld zu holen ist und die Kopierschutzmaßnahmen treiben viele Käufer von CDs ins Internet - keine gute Strategie, um Kunden zu halten.

(Alexander Moritz)

Kommentieren Community

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!



Zum Seitenanfang