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Yahoo stoppt Versuch mit Porno-Sites

Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach dem dramatischen Rückgang der Einnahmen aus Bannerwerbung und dem ersten Verlust in der Bilanz seit zwei Jahren, hat Yahoo versucht, neue Wege zu gehen, um wieder Geld in die Kassen zu bringen. In den Bereichen Online-Shopping und Auktionen waren immer mehr Angebote von Porno- und Sex-Sites aufgetaucht. Auch eine spezielle Sorte Bannerwerbung schien seine Vorzüge dem Betrachter immer deutlicher vor Augen zu halten.

Mitte letzter Woche waren aber die Proteste in den USA derart hochgekocht, dass sich Yahoo-Präsident Jeff Mallett am Freitag zum vollständigen Rückzug genötigt sah. Innerhalb der nächsten Wochen werde man alle Porno- und Sex-Sites aus dem Portal entfernen. Die schnelle Reaktion deutet darauf hin, dass die neue Einnahmequelle noch keine großen Umsätze gebracht hat.

Gerade Yahoo versteht sich nicht als Portal für eine spezielle Zielgruppe, sondern für die ganze Familie. Dass der Familienvater jetzt nicht mehr ganz so gut bedient wird wie der Rest der Familie, scheint man verschmerzen zu können. Eine sinkende Akzeptanz in der US-amerikanischen Gesellschaft hätte nicht nur rückläufige Besucherzahlen und einen weiteren Rückgang bei den Werbeeinnahmen bedeutet. Das US-Justizministerium ist bereits aufgefordert worden, weitere Untersuchungen einzuleiten.

(Peter Giesecke)

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