Notebooks

XPS 14: Ultrabook von Dell mit 11 Stunden Laufzeit

In München präsentierte Dell ein neues Ultrabook: das XPS 14 mit höherer Bildschirmauflösung und Unibody-Metallgehäuse. Auch mit UMTS-Modul und als 15-Zöller ist das stabile Gerät zu haben. Außerdem plant Dell ein Touchscreen-Notebook mit Windows 8.

Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Am Dienstag zeigte Dell in München die im Juni vorgestellten neuen Notebooks der Serien Latitude und Vostro sowie die OptiPlex Desktop-PCs. Allerdings stellte der US-amerikanische PC-Hersteller mit deutscher Niederlassung in Frankfurt am Main nicht nur Produkte für Business-Kunden aus, auch neue Ultrabooks gab es zu sehen: Bereits im Vorfeld angekündigt hatte Dell das Inspiron 14z, Überraschungsgäste waren drei neue Mitglieder der XPS-Familie mit Intel Sandy Bridge Prozessor – eines davon das dritte Ultrabook von Dell. Wer auf einen neuen Tablet PC wartet, muss sich noch gedulden; die Touchscreen-Sparte wird erst verdichtet, wenn Windows 8 erscheint. Dann soll zudem ein flexibles Notebook mit Touch-Display folgen, das an das Inspiron Duo mit drehbarem Display erinnert.

Neue Laptops von Dell

  • Seite 1: Dell XPS 14
  • Seite 2: Dell XPS 15
  • Seite 3: Dell Vostro und Latitude E

Ausdauerndes Unibody-Ultrabook

Dells erstes Ultrabook ist das XPS 13 (Test), das sich nach Angaben von Markus Schütz, Senior Press Reviews Manager für die EMEA-Region, gut verkauft. An den Erfolg des 13,3-Zoll-Modells mit HD-Display soll nun ein weiteres Ultrabook der Serie anknüpfen, bei dem die Leistung und nicht die Maße im Vordergrund stehen: das XPS 14 im 14-Zoll-Format. Mit 2,1 Kilogramm (kg) ist das Gerät kein Fliegengewicht, durch das aus einem Stück Aluminium gefertigte Gehäuse aber sehr stabil. Die Unterseite ist mit Silikon abgedeckt, damit die Außenseite des Geräts nicht zu warm wird. Ebenfalls überzogen ist die Handballenauflage, die eine matte Soft-Touch-Fläche erhalten hat. Wie der kleinere Vorgänger ist der Bildschirm des XPS 14 mit einer kratzfesten Abdeckung aus Gorilla-Glas von Corning versehen, das bis zum Gehäuserand reicht. Dadurch lässt sich das Display leicht sauber halten, spiegelt aber. Um dem entgegenzuwirken, hat der Hersteller die Displayhelligkeit auf 400 Candela pro Quadratmeter (cd/m²) erhöht. Vom ersten XPS-Ultrabook setzt sich der 14-Zöller außerdem durch eine höhere Auflösung – 1.600x900 Bildpunkte – sowie die Option auf eine Grafikkarte mit dediziertem Speicher ab. Die Akkulaufzeit soll je nach Konfiguration bei bis zu 10 beziehungsweise 11 Stunden liegen, womit das XPS 14 viele Konkurrenten überrundet. Ferner ist eine Tastaturbeleuchtung an Bord.

Zusätzliche Version mit UMTS-Modul

Im Einzelnen stehen beim XPS 14 Ultrabook folgende Komponenten zur Auswahl:

  • Intel Core i5-3317U oder i7-3517U
  • 4 bis 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher
  • Intel HD 4000 oder Nvidia GeForce GT 630M
  • 500 GB Festplattenspeicher + 32 GB SSD oder bis zu 512 GB SSD
  • Anschlüsse: HDMI, Mini-DisplayPort, 2x USB 3.0, LAN, Kartenleser, Kopfhörer, WLAN 802.11 a/g/n, Bluetooth 4.0
  • Maße und Gewicht: 336 x 233 x 21mm; 2,1 kg

Zudem ist eine zweite Variante des XPS 14 verfügbar, die allerdings nicht Intels Ultrabook-Kriterien entspricht. Anders als das erste verfügt Modell Nummer zwei über ein 3G-Modul für mobiles Internet, ist etwas dicker und 100 Gramm schwerer. Was nicht wählbar ist, sind eine SSD und eine Grafikkarte. Auch die Optik weicht ab: Dell hat einen Teil des Metalldeckels durch einen Ledereinsatz ersetzt, um den Mobilfunkempfang nicht zu stören. LTE-Unterstützung bietet das Unternehmen angesichts der noch im Ausbau befindlichen Netze derzeit nicht an.

Da der deutsche Markt Angaben von Dell zufolge nach Performance-starker Hardware verlangt, bietet Dell zusätzlich ein 15,6-Zoll-Modell innerhalb der XPS-Familie an, ebenfalls außerhalb des Ultrabook-Rasters. Bezüglich des Gehäuses treffen auf das XPS 15 die gleichen Eigenschaften zu wie auf die kleineren Serienmodelle. Als Desktop-Ersatz gedacht, ist der Alu-Laptop zudem schwerer: 2,6 kg bringt der Rechner auf die Waage, ist jedoch als einziges der neuen XPS-Modelle mit einem Laufwerk ausgestattet – wahlweise ein DVD-Brenner oder Blu-ray-Spieler ist integriert. Anstelle eines Low-Voltage-Prozessors, wie ihn das XPS 14 nutzt, liefert das XPS 15 einen herkömmlichen Core i-Prozessor aus der dritten Generation. Ebenfalls üppiger: die Bildschirmauflösung. Von Haus aus versammeln sich 1.920x1.080 Pixel auf dem Display mit 350 cd/m². Mobiles Arbeiten ist laut Hersteller bis zu 8 Stunden möglich.

Neue Laptops von Dell

  • Seite 1: Dell XPS 14
  • Seite 2: Dell XPS 15
  • Seite 3: Dell Vostro und Latitude

Desktop-Ersatz ohne Ultrabook-Tag

Die technischen Daten:

  • Intel Core i5-3210M oder i7-3612QM
  • 4 bis 16 GB Arbeitsspeicher
  • Intel HD 4000 und Nvidia GeForce GT 630M mit 1 GB oder GT 640M mit 2 GB – Nvidia Optimus
  • bis 1 Terabyte Festplattenspeicher mit Fallsensor, bis 750 GB + 32 GB SSD oder bis zu 512 GB SSD
  • Anschlüsse: HDMI, Mini-DisplayPort, 3x USB 3.0, LAN, Kartenleser, Kopfhörer, WLAN 802.11 a/g/n, Bluetooth 4.0
  • Maße und Gewicht: 371 x 249 x 23mm; 2,6 kg

Zwar zählt die XPS-Serie zum Consumer-Bereich, Dell bietet die Geräte jedoch auch der Business-Kundschaft an. So ist neben Windows 7 Home Premium auch Windows 7 Professional oder Ultimate wählbar, eine Festplattenverschlüsselung einrichtbar und Pro-Support möglich.

Das XPS 14 Ultrabook ist ab sofort ab 1.179 Euro verfügbar, das XPS 15 startet bei 1.299 Euro.

Das Mitte Juni vorgestellte Vostro-Trio lässt sich bereits in Dells Onlineshop und über Partner bestellen. Verglichen mit der Vorgänger-Generation sind die Computer etwas flacher geworden, im Großen und Ganzen handelt es sich um Produktpflege.

Neue Laptops von Dell

  • Seite 1: Dell XPS 14
  • Seite 2: Dell XPS 15
  • Seite 3: Dell Vostro und Latitude

Dell Vostro bekommt Ivy Bridge

Angeboten werden das 13,3-Zoll-Modell Vostro 3360, das 14-Zoll-Exemplar 3460 und eine Version mit 15,6-Zoll-Bildschirm, das Vostro 3560. Die Displays sind entspiegelt und entsprechen einer HD-Auflösung, lediglich das 3560 kann gegen einen Aufpreis von 130 Euro mit einem Full-HD-Bildschirm mit 1.920x1.080 Pixeln geordert werden. Wie üblich stellt Dell verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten bereit, sodass sich alle drei Familienmitglieder mit einem Intel Core i5- oder i7-Prozessor aus der dritten Generation bestücken lassen:

  • Vostro 3360: Intel Core i5-3317U mit 1,7 GHz oder i7-3517U mit 1,9 GHz, Intel HD 4000
  • Vostro 3460 und 3560: Intel Core i5-3210M mit 2,5 GHz oder Quad-Core Core i7-3612QM mit 2,1 GHz, Intel HD 4000 oder Nvidia GeForce GT 630M / AMD Radeon HD 7670
  • 4 bis 8 GB RAM
  • SSD, HDD oder HDD + 32-GB-Flashspeicher
  • DVD-Brenner oder Blu-ray-Player (außer Vostro 3360: kein Laufwerk)
  • beleuchtete Tastatur gegen Aufpreis (außer Vostro 3360)

Kommuniziert wird per Gigabit LAN, WLAN oder Bluetooth. Nutzer der Subnotebooks können unterwegs außerdem über Dell NetReady per UMTS auf Volumenbasis im Internet surfen. Zu den Schnittstellen HDMI, VGA, einem Kartenleser, Kopfhörerausgang und Fingerabdruckleser gesellen sich im Vostro 3360 drei USB-3.0-Ports, ab der 14-Zoll-Klasse sind vier USB-Anschlüsse sowie ein Express-Card-Schacht (34 mm) vorhanden. Die Preise beginnen mit der neuen Prozessorgeneration bei rund 400 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Farbauswahl der matten Gehäuse umfasst Silber, Bronze und Rot.

Neues Latitude-Modell: 13-Zoll-Gehäuse, 14-Zoll-Display

Für anspruchsvollere Geschäftskunden hat Dell ferner neue Latitude-E-Notebooks gelauncht, die zu den bislang angebotenen Docking-Stationen kompatibel sind. Die mittlerweile vierte Generation erhält damit ebenfalls Intels 22-Nanometer-CPUs sowie USB 3.0. Die verfügbaren Displaygrößen reichen wie üblich von 12,5 Zoll (Latitude E6230) über 13,3 Zoll (E6330) und 14 Zoll (E6430 und E5430) bis hin zum 15,6-Zoll-Exemplar (E6530 und E5530). Die mit einer 5 beginnenden Produktnamen kennzeichnen die günstigeren Rechner, die sich nicht mit einem zweiten Akku oder einer zusätzlichen Festplatte ordern lassen. Neu hinzugekommen ist das E6430s, das einen 14 Zoll großen Bildschirm mit dem kleineren Gehäuse des 13-Zöllers vereint. Ein 3G-Modul bleibt hier jedoch aus Platzgründen außen vor.

Als E6430 ATG kommt das Latitude schließlich als widerstandsfähiges Notebook mit Schutzscheibe vor dem Display und Tragegriff. Unter den Hardware-Auswahlmöglichkeiten finden sich Grafikchips mit dediziertem Speicher, Festplatten mit Fall-Sensor, SSDs, Bluetooth 4.0 und bei den 6er-Notebooks ein Zusatzakku: Entsprechend ausgerüstet, verspricht Dell als Spitzenlaufzeit bis zu 33 Stunden. Erhältlich sind die Geräte ab etwa 600 bis 700 Euro.

(Saskia Brintrup)

Kommentieren Community

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!



Zum Seitenanfang