News

Wingas: Glasfaser über OPAL-Pipeline

Der Erdgasversorger Wingas hat mit Angermünde die erste brandenburgische Gemeinde an sein neues Glasfasernetz angebunden. Bei der Errichtung der OPAL-Pipeline wurden auch Glasfaserkabel verlegt. Interessierte Gemeinden entlang der Trasse können auf mindestens 50 Mbit/s schnelle Internetzugänge hoffen.

DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Hoffnung auf schnelles Internet für bislang nicht oder nur unzureichend mit Breitband versorgte Gemeinden in Brandenburg: Der Erdgasversorger Wingas hat bei der Errichtung der im November 2011 in Betrieb genommenen Erdgaspipeline "OPAL" vorausschauend auch eine Glasfaserleitung verlegt. Die ersten Highspeed-Internetzugänge wurden nun im rund 80 Kilometer nordöstlich von Berlin gelegenen Angermünde freigeschaltet. Weitere Gemeinden sollen folgen.

50 Mbit/s und mehr per Glasfaser

Die Erdgaspipeline mit einer Gesamtlänge von 470 Kilometern auf deutschem Gebiet führt von Lubmin an der Ostsee durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bis nach Olbernhau an der deutsch-tschechischen Grenze. Bei der Realisierung der Breitbandversorgung kooperiert Wingas mit dem deutschen Service Integrator Xantaro sowie dessen schwedischem Technik-Partner Transmode, die für die Konzeption und Umsetzung des Projektes verantwortlich sind.

Zentrale Netzknoten in Berlin wurden über einen Wingas-Knoten in Groß Köris an die OPAL-Pipeline angebunden. Entlang der gesamten Pipeline soll interessierten Gemeinden eine bessere Internetversorgung geboten werden, als verfügbare Download-Bandbreiten gibt Wingas 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und mehr an.

Wingas stellt nur das Netz zur Verfügung

Eine Unternehmenssprecherin teilte unserer Redaktion auf Anfrage mit, dass Wingas selbst nicht als Internetprovider auftritt, sondern lediglich das Netz zur Verfügung stellt. Gemeinden, die an einer Anbindung an das schnelle Glasfaser-Netz interessiert sind, könnten zusammen mit einem Provider als Partner an Wingas herantreten. Die Anbindung der Gemeinde an das Wingas-Netz wird durch den Internetprovider realisiert. Derzeit würden Gespräche mit zwei Gemeinden laufen. Neben der bereits aktiven OPAL-Pipeline stattet Wingas auch die noch im Bau befindliche Nordeuropäische Erdgasleitung (NEL) mit Glasfaserleitungen aus und könnte damit weitere Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern mit schnellem Breitband versorgen.

Wingas nutzt skalierbare Lösung von Transmode

Technisch basiert die von Xantaro konzipierte Lösung auf der skalierbaren TM-Serie des schwedischen Netzwerkspezialisten Transmode. Damit sei Wingas bestens für kommende Anforderungen an das Glasfasernetz gerüstet. Auch nach Abschluss des Projektes will der Erdgasversorger weiter mit Xantaro zusammenarbeiten.

(Jörg Schamberg)

Kommentieren Community

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!



Weitere Infos zum Thema
Zum Seitenanfang