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"Windows Server 2012": Neues Server-OS nun verfügbar

Microsofts neues Server-Betriebssystem "Windows Server 2012" ist ab sofort erhältlich. Die jüngste Ausgabe der Plattform kommt in vier Editionen und setzt voll auf die Cloud.

Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Während beim ab Oktober erhältlichen Desktop-Betriebssystem Windows 8 die Optimierung auf Touchscreen-Bedienung im Vordergrund steht, gibt sich Microsofts neues Server-OS "Windows Server 2012" betont "wolkig". Die nun verfügbare Plattform wurde vor allem für den Aufbau und Betrieb von Cloud-Umgebungen in hochskalierbaren Rechenzentren konzipiert. Das System integriert zudem neue Storage- und Netzwerktechnologien sowie Virtualisierungs- und Automatisierungskomponenten. Eine 180-Tage-Testversion kann nach vorheriger Registrierung ab sofort über das Microsoft TechNet Evaluation Center heruntergeladen werden.

"Windows Server 2012" in vier Editionen erhältlich

Darüber hinaus soll "Windows Server 2012" in Unternehmen nicht nur zur Senkung der IT-Ausgaben beitragen, sondern auch die Bereitstellung von Cloud-Anwendungen oder Dienstleistungen bedarfsgerechter und flexibler gestalten helfen. Weitere Vorteile liegen Microsoft zufolge in einer höheren Verfügbarkeit und gesteigerten Effizienz. Laut einer Umfrage mit 70 Unternehmen habe die Nutzung von "Windows Server 2012" im Vergleich zu bisherigen Lösungen zu einer signifikanten Verringerung der Systemausfallzeiten geführt, so der Redmonder Konzern. Auch der Arbeitsaufwand für die Inbetriebnahme von der Infrastruktur habe sich deutlich verringert. Bereits im Produktiveinsatz genutzt wird die neue Plattform unter anderem von der Lufthansa IT-Tochter Lufthansa Systems. Die kostenfreien Vorab-Versionen von "Windows Server 2012" wurden zudem mehr als 500.000 Mal heruntergeladen – nach Microsoft-Angaben damit häufiger als bei allen Vorgängerausgaben.

Vermarktet wird das Programm in den vier Editionen Datacenter, Standard, Essentials und Foundation. Während sich die Premium-Ausführung Datacenter an größere Unternehmen mit stark virtualisierten Cloud-Umgebungen richtet, eignet sich die Standard-Variante für geringfügig oder nicht-virtualisierte Umgebungen. Die Funktionen beider Pakete sind identisch, unterscheiden sich aber in den mitgelieferten Virtualisierungsrechten. Beide Haupteditionen werden mit dem gleichen Lizenzmodell offeriert.

Zwei Lizenzmodelle bestimmen den Preis

Die Beschaffungskosten werden dabei sowohl anhand der vorhandenen physischen Server-Prozessoren als auch Nutzer und Geräte bemessen. Letztere bedingen jeweils eine sogenannte Client Access License (CAL); die Menge der CPUs bestimmt wiederum die erforderliche Mindestanzahl von Lizenzen. Bei der auf kleinere Unternehmen ausgerichteten Variante Essentials und der ausschließlich für Erstausrüster vorgesehenen Foundation-Edition kommt hingegen ein Server-basiertes Lizenzierungsmodell zur Anwendung. Essentials ersetzt zudem gleichzeitig die Privatnutzer-Ausführung Windows Home Server und unterstützt daher unter anderem das Streaming von Medieninhalten auf DLNA-kompatible Endgeräte.

Pro Datacenter- und Standard-Lizenz ohne Berücksichtigung etwaiger Mengenrabatte verlangt Microsoft 4.809 (rund 3.844 Euro) beziehungsweise 882 Dollar (rund 705 Euro). Eine mit bis zu 25 Nutzerkonten ausgestattete Essentials-Lizenz wird mit 501 Dollar (400 Euro) taxiert – knapp 80 Dollar mehr als die noch Mitte Juli offiziell verkündeten 425 Dollar. Begründet wurde der Preissprung nicht. Ausführliche Informationen zu Kosten und Konditionen sind über die Microsoft-Homepage abrufbar.

(Christian Wolf)

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