Einfachere Konfiguration

Windows 10: Microsoft verbessert Schutz der Privatsphäre

Microsoft will die Konfiguration von Datenschutzeinstellungen in Windows 10 erleichtern. Bereits ab sofort online verfügbar ist ein Privacy Dashboard, ab April gibt es mit dem Creators Update bessere Konfigurationsmöglichkeiten für den Datenschutz.

Windows 10 Startmenü© Microsoft Corporation

München – Microsoft will mit zwei Neuheiten den Schutz der Privatsphäre mit Windows 10 verbessern. Bereits ab sofort erhältlich ist ein Online-Dashboard, über das sich Aktivitätsdaten zentral steuern lassen sollen. In dem für April erwarteten großen Creators Update sollen sich zudem Datenschutzeinstellungen einfacher konfigurieren lassen. Das kündigte Microsoft am Dienstag in seinem Windows-Blog an.

Privacy Dashboard: Zentrale Übersicht über gesammelte Aktivitätsdaten

Das nun verfügbare Privacy Dashboard gebe Kunden eine webbasierte Übersicht über Aktivitätsdaten, die Microsoft im Rahmen seiner Dienste erheben könne. Solche Daten werden etwa erfasst bei der Positionserfassung, bei der Suche oder beim Surfen im Internet. Auch das Notizbuch von Cortana erhebe Daten. Das individuelle Dashboard können Nutzer von Windows 10 unter https://account.microsoft.com/privacy aufrufen. Die Anmeldung erfolgt mit dem jeweiligen Microsoft-Account. Das Tool soll aber nicht nur einen Überblick über die erfassten Daten geben, Nutzer können solche Daten laut Microsoft auch löschen.

Creators Update: Neues Windows-Setup legt Fokus auf Datenschutz

Die Konfiguration der Datenschutzeinstellungen werde mit der Veröffentlichung des Creators Update zudem verbessert. Das neue Windows-Setup ersetze die bisherigen "Express-Einstellungen". Nutzern sollen bei einem Wechsel von Windows 7 oder Windows 8 auf Windows 10 bzw. bei der Neuinstallation der aktuellsten Windows-Version auf einen Blick die wichtigsten Privatsphären-Einstellungen angezeigt werden.

Das Betriebssystem lasse sich zukünftig zudem nur dann weiter installieren, wenn der Nutzer aktiv Datenschutzeinstellungen vorgenommen habe. Anwender, die Windows 10 bereits länger nutzen, werden von Microsoft per Benachrichtigung zur Konfiguration ihrer Datenschutzeinstellungen aufgefordert. Es werde künftig nur noch die Konfigurationsstufen "Einfach" und "Vollständig" für den Bereich der Diagnose- und Nutzungsdaten geben. Die Stufe "Erweitert" falle weg. Entscheiden sich Nutzer für die Option "Einfach", reduziere Microsoft die Menge an gesammelten Diagnose- und Nutzungsdaten.

Jörg Schamberg

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