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Who is sick? - Weltweites Kränkeln im Web 2.0

Wer ist krank? Die Web 2.0 Plattform "Who is sick?" beantwortet genau diese Frage. Die Nutzer können sich dort krankmelden und ihre Wehwehchen anonym auf einer Karte eintragen.

Internet© Victoria / Fotolia.com
Ganz schön krank: Wer sich eine Erkältung zugezogen hat und dies gerne anderen Leuten mitteilen möchte, kann seine Erkrankung auf der Web 2.0 Plattform "Who is sick?" eintragen. Die vor kurzem gestartete Website zeigt aktuelle Krankheitsfälle und Ausbrüche in verschiedenen Städten.

Wer hat Husten?

Wer sich dafür interessiert, ob in der Heimatstadt gerade ein Virus im Umlauf ist oder ob auch andere Personen gerade an einem Husten leiden, kann dies über die Website herausfinden. "Who is sick?" befindet sich noch in der Beta-Phase und basiert auf Google Maps. Der Nutzer kann dabei nach einer Stadt oder Postleitzahl suchen, die dann auf der Karte inklusive der aktuell kursieren Krankheiten angezeigt wird.

Zusätzlich zeigt ein Tortendiagramm die prozentuale Verteilung der verschiedenen Krankheitsbilder. Die Wehwehchen lassen sich außerdem nach Alter, Geschlecht, Zeitraum oder nach bestimmten Stichwörtern sortieren.

Krankheiten einzeichnen

Die eingetragenen Krankheitsfälle basieren dabei, wie üblich für das Web 2.0, komplett auf nutzergeneriertem Content und bauen so auf der aktiven Teilnahme der User auf. Diese können ihre eigenen Erkrankungen selbst auf der Karte eintragen und bleiben dabei anonym. Anzugeben sind der Wohnort und natürlich die jeweilige Krankheit. Hierzu stehen sechs Möglichkeiten bereit: Schnupfen, Husten, Fieber, Kopfschmerzen, Muskelkater und Bauschmerzen. Freiwillige Angaben sind die Dauer der Erkrankung, Alter und Geschlecht.

Wenn das Mitteilungsbedürfnis des Nutzers damit nicht gestillt sein sollte, können weitere Symptome wie Nasenbluten oder Herzrasen hinzugefügt werden. Darüber hinaus kann der User auch selbst weitere Details nennen. Um sich untereinander auszutauschen, steht auch ein Diskussionsforum bereit. Für besonders hypochondrische Nutzer gibt es einen E-Mail-Newsletter, der automatisch über Neuinfektionen informiert.

Rund 7.800 Kranke

Das neue Portal ist unter whoissick.org zu erreichen und listet insgesamt rund 7.800 Einträge aus allen Teilen der Welt auf. In Deutschland ist die Plattform noch nicht so weit verbreitet. In der Hauptstadt Berlin haben sich beispielsweise etwa 32 Einwohner krank gemeldet. In Köln sind derzeit 24 Fälle verzeichnet, davon klagt jeder zweite über Schnupfen.

Wie die Betreiber auf der Website erklären, startete das Portal mit der Absicht, aktuelle und lokale Krankheitsinformationen öffentlich bereitzustellen, ohne auf die Daten von Krankenhäusern oder Ärzten angewiesen zu sein. Die Idee zu einem solchen Angebot kam, nachdem die Ehefrau des Gründers über Bauchschmerzen klagte. Da das Paar eine Blinddarmentzündung oder eine Lebensmittelvergiftung nicht ausschließen konnte, fuhren sie in die Notaufnahme. Dort warteten sie vier Stunden auf einen Arzt, nur um zu erfahren, dass gerade eine Magen-Darm-Grippe im Umlauf sei. Um solche Fälle in Zukunft zu vermeiden, entwickelten sie "Who is Sick?".

(Saskia Brintrup)

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