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Webspace-Testaccounts: Homepage in der Probezeit

Vertrauen ist gut. Probieren ist besser: Wer auf Nummer Sicher gehen will, verlässt sich nicht auf die Bewertungen anderer, sondern testet selbst. Webspace-Probeaccounts machen es möglich. Wir haben 20 Angebote herausgesucht und zeigen, was es zu beachten gilt.

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"Drum prüfe, wer sich ewig bindet" heißt es im "Lied von der Glocke", einem der bekanntesten Gedichte von Friedrich Schiller. In der schnelllebigen Welt der Bits und Bytes können bereits zwölf Monate gefühlt eine solche Ewigkeit bedeuten – ein Zeitraum, der als Mindestlaufzeit auch in vielen Webspace-Tarifen zum Standard gehört. Wer dabei an einen Hoster gerät, der nach Vertragsabschluss schnell nur noch wenig mit den Versprechen seiner Marketingabteilung gemein hat, ist in seinem Ärger erst einmal gebunden. Empfehlenswert ist daher, im Vorfeld möglichst viele Informationen über den Wunsch-Provider einzuholen und nicht allein den monatlichen Preis zum Maßstab zu machen. Noch besser ist allerdings, gleich selbst zum Tester zu werden. Kostenlose und unverbindliche Probezugänge machen es möglich. Wir haben uns daher umgesehen und 20 Webhoster gefunden, die solche Testaccounts mit mindestens 100 Megabyte Speicherplatz anbieten. Was der Nutzer dabei erwarten kann, zeigt unser Vergleich.

Laufzeiten zwischen zwei und 30 Tagen

Die Bandbreite der gebotenen Leistungen ist durchaus bemerkenswert. Bereits die Laufzeiten der verschiedenen Demo-Pakete unterscheiden sich deutlich. Von zwei bis hin zu 30 Tagen ist alles vertreten. Die meisten Anbieter gewähren Interessenten jedoch mindestens eine Woche, um die jeweiligen Webhosting-Funktionen zu testen. Nutzer, denen hingegen eher ein dauerhaft kostenloses Plätzchen für ihre Homepage vorschwebt, werden ausschließlich in der Kategorie Gratis-Webspace fündig.

Bestellen lassen sich die Testzugänge in der Regel online, wobei fast alle Hoster die Eingabe persönlicher Daten wie Namen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Postfach verlangen. Systix akzeptiert als einziger Anbieter Buchungen allerdings lediglich über den etwas umständlicheren Weg per Fax oder Post. Bei Alfahosting, fchosting.de und WebGo24 ist als Zwischenschritt vor der Freischaltung die Eingabe eines zusätzlichen PIN-Codes notwendig, der in Folge der Anmeldung per SMS oder Anruf übermittelt wird. Die Zugangsdaten für das Testkonto werden bei allen Anbietern darüber hinaus spätestens nach einem Arbeitstag per E-Mail zur Verfügung gestellt; lediglich netcup gibt Benutzername und Passwort ausnahmslos per Telefon-Ansage bekannt. In unseren Stichproben dauerte es dabei oft nur wenige Minuten, bis die notwendigen Informationen vorlagen und der Registrierungsprozess abgeschlossen war.

Die Ausstattung der meisten Accounts entspricht oder ähnelt den Features regulärer Tarife, um eine größtmögliche Vergleichbarkeit herzustellen. Über die Administrationsbereiche ist dabei häufig eine Installation von Content-Management-Systemen (CMS) oder Blog-Programmen bequem per Mausklick möglich - so etwa bei DM-Solutions oder ComeOne IT. Einige Schnupperpakete können zudem von Anbeginn mit vorinstallierter Software geordert werden. In Sachen Transfervolumen geben sich viele Anbieter, wie beispielsweise Speicherhosting.com, pixelX oder ISPHTTP, ebenfalls großzügig und verzichten auf ein Limit.

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Nach Ablauf der Probezeit werden die Daten bei allen Angeboten automatisch gelöscht; weitere Verpflichtungen bestehen dann nicht mehr. Wer sich jedoch nach dem Test entscheidet, ein kostenpflichtiges Webpaket zu nutzen, kann gespeicherte Daten wie etwa Internetseiten oder Software bei vielen Hostern in einen regulären Account übernehmen lassen. Damit das Löschkommando allerdings nicht bereits vorher zuschlägt, sollte der Provider rechtzeitig über das Vorhaben informiert werden.

Begrenzte Speicherung von Kontaktdaten

Mitunter versuchen allerdings auch Spammer und andere zwielichtige Gestalten, Testangebote für ihre Zwecke einzuspannen und buchen entsprechende Accounts unter Angabe falscher Daten. Um solchen Missbrauch zu vermeiden, setzen die Webhoster auf Adressprüfungen, persönliche oder automatisierte Telefonanrufe, PIN-Codes sowie eingeschränkte Kommunikationsfunktionen, die einen externen Versand von E-Mail-Nachrichten im Testmodus unmöglich machen. In einigen Fällen werden zudem IP-Adresse und übermittelte Kontaktinformationen aus Sicherheitsgründen für einen Zeitraum gespeichert, der über die eigentliche Testphase hinausgeht.

Genauere Einzelheiten zu den jeweiligen Konditionen verraten die Anbieter auf ihren Homepages beziehungsweise in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sowie auf Nachfrage; die wichtigsten Kenndaten zu den ausgewählten Testaccounts finden sich hingegen bereits in der nachfolgenden Tabelle.

Webspace-Schnupperangebote in der Übersicht (geordnet nach Laufzeit):

(Christian Wolf)

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