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VoIP im Juli: Coole Angebote für heiße Tage

Auch im Wonnemonat Juli gibt es wieder einige Neuigkeiten am VoIP-Markt. Neue Angebote und Services machen die Plauderei in lauen Sommernächten attraktiver.

Internettelefonie© Yuri Arcurs / Fotolia.com
Das große "T" – gemeinhin in Weiß auf magentafarbenem Grund gehalten – scheint diesen Monat für mehr zu stehen, als nur für Produkte der Telekom. Ebenso gut könnte der Buchstabe "Trennung" bedeuten: Nicht nur, dass der so genannte Rosa Riese wegen Kundenschwunds mit Umsatzeinbußen zu kämpfen hat. Anfang Juni gab auch noch einer der wichtigsten Vertriebspartner des Ex-Monopolisten seine T-Scheidung bekannt: Die United Internet AG mit ihrer Tochtergesellschaft 1&1 Internet AG hat ihre langjährige Reseller-Vereinbarung mit der Telekom beendet und sich den Nebenbuhlern angeschlossen: Im Juli startet bei 1&1 erstmals gemeinsam mit den Netzbetreibern Telefónica und QSC die Vermarktung von DSL-Komplettangeboten.

Übersicht
Direkt zu den Anbietern

1. 1&1 Internet AG
2. Kabel BW, htp & Carpo
3. Terrasip, Sipgate & Dus.net

1&1-Tarif wird komplett

Somit können Kunden nun auch bei 1&1 entbündelte DSL-Anschlüsse erhalten und sich unabhängig vom Festnetz der Telekom machen. Die neuen Komplettpakete der Montabaur bringen nämlich nicht nur DSL wahlweise mit zwei oder 16 Megabit pro Sekunde mit, sondern auch VoIP. Bei "1&1 Surf & Phone Komplett" für monatlich 29,99 oder 39,99 Euro, je nach gewählter Geschwindigkeit, ist eine Privatkunden-Flatrate für unbegrenzte Internet-Telefonate ins deutsche Festnetz mit dabei.

Außerdem können Kunden kostenlos ihre bestehenden Rufnummern zu 1&1 portieren oder sich bis zu drei neue Rufnummern zur Verfügung stellen lassen. Insgesamt können maximal zehn Rufnummern genutzt werden. Während Verbindungen ins inländische Festnetz durch die Monatspauschale abgedeckt sind, werden andere Gespräche minutengenau abgerechnet. Ein Telefonat in eines der nationalen Mobilfunknetze würde hier beispielsweise mit 21,90 Cent pro Minute abgerechnet. Ein WLAN-Modem von AVM gibt es kostenlos dazu, zum Start entfällt außerdem der einmalige Bereitstellungspreis von 59,95 Euro.

Alternativ mit Telekom-Anschluss

Die neuen 1&1 Surf & Phone Komplett Angebote sind ab sofort in 650 Städten verfügbar. Das Gebiet wird Unternehmensangaben zufolge kontinuierlich ausgebaut. Wer dennoch kein Komplettpaket erhalten kann, dem steht weiterhin der Surf & Phone Tarif zur Verfügung, der jedoch einen Telefonanschluss der Telekom voraussetzt. Ob ein Kunde in einem verfügbaren Gebiet wohnt, erfährt er auf der 1&1-Website nach Angabe seiner Vorwahl. Stellt sich während der detaillierten Anschlussprüfung nach der Bestellung heraus, dass der Kunde trotz positiver erster Verfügbarkeitsprüfung den Komplett-Tarif nicht erhalten kann, wird ihm ebenfalls der Surf & Phone Tarif geschaltet. Jedoch übernimmt 1&1 so lange die Anschlusskosten fürs Telekom-Festnetz in Höhe von 16,37 Euro, bis der Komplett-Tarif geschaltet werden kann. Auch bei Kabel BW hat man sich das hehre Ziel gesetzt, der Telekom schwer Konkurrenz zu machen. Seine Offensive startet der baden-württembergische Kabelnetzbetreiber mit einer Sonderaktion für die CleverKabel-Tarife. Ab sofort erhalten Kunden, die CleverKabel 10 bestellen, 25 Euro Startguthaben oben drauf, das nach der Aktivierung mit der zweiten Rechnung verbucht wird. Darüber hinaus wird im Aktionszeitraum bis Ende August auf die Bereitstellungsgebühr in Höhe von 69,90 Euro verzichtet. Die Installation des Anschlusses vor Ort übernimmt kostenlos ein Kabel BW-Techniker. Mit CleverKabel 10 erhalten Kunden für monatlich 29,90 Euro einen Internet- und Telefonanschluss übers TV-Kabelnetz. Damit kann mit bis zu zehn Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream und maximal einem Mbit/s im Upstream gesurft werden. Für zusätzlich fünf Euro im Monat ist außerdem eine Telefon-Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz erhältlich.

VoIP ausgesperrt

Ganz neu im Geschäft mit Komplettlösungen für DSL und VoIP ist der Hannoveraner Carrier htp GmbH. Ab sofort gibt es hier zwei Pakete, bei denen jeweils ein Internet-Telefonanschluss mit bis zu drei geografischen Rufnummern enthalten ist. Auf Wunsch können auch bestehende Rufnummern zu htp portiert werden. Zur Auswahl stehen htp DSL Solo 4000 mit 4.096 Kilobit pro Sekunde (KBit/s) im Downstream und 512 KBit/s im Upstream für 35,95 Euro monatlich oder htp DSL Solo 16000 mit 16.384 KBit/s im Downstream und 1.024 KBit/s im Upstream für 45,95 Euro im Monat. Telefonate ins deutsche Festnetz sind in der Grundgebühr enthalten, die nationalen Mobilfunknetze sind für 19 Cent pro Minute erreichbar. Auslandstelefonate werden mit Minutenpreisen ab 6,50 Cent pro Minute abgerechnet. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate, wer bis zum 31. Juli einen der neuen Tarife bestellt, spart die einmaligen Einrichtungskosten von 99,95 Euro.

Wieder Feiertagsgeplauder

Bei VoIP-Anbieter Carpo sorgt man wieder für Feiertagsstimmung. Wie immer gibt es an internationalen Festtagen kostenlose Telefonate ins Festnetz des jeweiligen Landes. So feiern die USA morgen, am 4. Juli, ihre Unabhängigkeit und Carpo-Kunden können den ganzen Tag gebührenfrei ins US-Festnetz, inklusive Alaska und Hawaii, telefonieren. Am Samstag, 14. Juli, ist dann Frankreich dran. Die "Fête Nationale" wird von den Ratingern ebenfalls mit kostenlosen Gesprächen ins französische Festnetz gewürdigt. Am Samstag, 21. Juli, folgt dann noch der belgische Nationalfeiertag, an dem deutsche Carpo-Kunden ihre Freunde und Familie den ganzen Tag kostenlos im Festnetz Belgiens erreichen können. Auch von Terrasip gibt es Neuigkeiten: Die Spanier bieten nämlich in Kürze internationale Festnetznummern aus mehr als 60 Ländern und 5.000 Städten. Wer bereits für das VoIP-Angebot registriert ist, kann sich künftig eine Rufnummer aussuchen und sofort registrieren. Eingehende Telefonate gehen dann direkt auf dem VoIP-Anbschluss von Terrasip ein und zwar unabhängig vom Aufenthaltsort des Nutzers. Mit diesem so genannten DID (Direct Inward Dialing) sind Kunden weltweit unter ihrer gewählten Ortsnetznummer erreichbar. Darüber hinaus ist es möglich, eingehende Telefonate auf Festnetznummern fremder VoIP-Accounts an den Terrasip-Zugang weiterzuleiten. Damit lassen sich beide Zugänge weiterhin nutzen, Anrufe kommen aber zentral bei Terrasip an, ohne dass dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Statt Minutenpreisen verlangt der Provider monatliche Gebühren zwischen drei und acht Euro, je nach Destination, zuzüglich einer einmaligen Einrichtungsgebühr zwischen zwei und sieben Euro. Die Kosten werden vom Guthabenkonto des Kunden abgebucht.

Portierung weiter kostenlos

Bei Sipgate geht man hingegen in die Verlängerung: Die Düsseldorfer geben jetzt bekannt, dass noch bis zum 31. Dezember bestehende Rufnummern kostenlos portiert werden können. Das Angebot bezieht sich sowohl auf Rufnummern von analogen Telefonanschlüssen, wie auch von ISDN- und Primärmultiplexanschlüssen sowie auf Ortsnetznummern, die von Mobilfunk- und VoIP-Providern vergeben wurden. Mit dem Umzug der Rufnummer wird jedoch der ursprüngliche Anschluss automatisch gekündigt. Handelt es sich dabei um Festnetz mit DSL, fällt auch die Internetanbindung weg. Sollen mehrere Rufnummern zu Sipgate wechseln, steht Kunden der Tarif Sipgate Plus zur Verfügung, der drei frei konfigurierbare SIP-IDs für die Telefonie bietet. Ursprünglich sollten die kostenlosen Portierungen nur bis zum 30. Juni möglich sein.

Am Service gefeilt

Bei Dus.net wurde an den Services gefeilt. Die Düsseldorfer haben beispielsweise ihren SIP-Cluster erweitert, um durch den neuen Server (Node) die Verfügbarkeit ihres Dienstes zu verbessern. Darüber hinaus wurde RDNIS (Redirected Dialed Number Information Service) als neues Merkmal beim Parallelruf eingeführt. Dadurch können Handys oder Festnetz-Telefone erkennen, wenn ein eingehendes Telefonat ursprünglich vom SIP-Anschluss weitergeleitetet worden ist und zeigen die Information im Display an. Wer lieber tippt statt zu telefonieren, der kann im Kundenbereich bei Dus.net jetzt außerdem SMS mit bis zu 612 Zeichen versenden.

(Aleksandra Leon)

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