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Vodafone von Kunden wegen Telefonterrors verklagt

Mehr als 100 Mal riefen Vodafone-Mitarbeiter einen ehemaligen Kunden an, der seine beiden Handy-Verträge gekündigt hatte. Der 30-Jährige leitete laut "WAZ" entnervt rechtliche Schritte gegen Vodafone ein und verklagte den Mobilfunkkonzern wegen Telefonterrors.

Vodafone© Vodafone GmbH

Kündigung mit ungeahnten Folgen: Ein 30-jähriger Vodafone-Kunde hatte seine beiden Handy-Verträge gekündigt, was einem ganz normalen Vorgang entsprechen sollte. Mitarbeiter von Vodafone riefen ihn kurz darauf an, um ihn umzustimmen und zu einem neuen Vertrag zu überreden. Auch das ist soweit nicht ungewöhnlich. Der Kunde zeigte jedoch kein Interesse - für Vodafone offenbar unverständlich.

Aufgeben? Nicht bei Vodafone

Mitarbeiter des Konzerns blieben am Ball und riefen den Ex-Kunden nach Angaben der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) mehr als 100 Mal an. Der genervte 30-Jährige leitete schließlich rechtliche Schritte ein und verklagte Vodafone wegen Telefonterrors.

Erst nachdem ein Gericht eingeschaltet wurde, zeigte sich der Mobilfunk-Netzbetreiber einsichtig und sicherte dem ehemaligen Kunden zu, ihn nicht mehr zu kontaktieren. Verstößt das Unternehmen gegen diese Verpflichtung, muss Vodafone 5.100 Euro an den 30-Jährigen zahlen.

Vodafone entschuldigte die Hartnäckigkeit der Vertriebsmitarbeiter damit, dass die Telefonsperre nur bei einer der gekündigten Nummern vermerkt worden sei. Der ehemalige Kunde akzeptierte das Angebot des Mobilfunkriesen noch vor der Entscheidung des Gerichts, die angefallenen Gerichtskosten wird laut "WAZ" wohl Vodafone übernehmen. Der genervte Kunde kann nun endlich auf Ruhe hoffen.

(Jörg Schamberg)

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