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Viele neue Handys von Sony Ericsson

Pünktlich zu Beginn des Mobile World Congress in Barcelona präsentiert Sony Ericsson gleich sieben neue Handy-Modelle - darunter ist auch das stylische XPERIA X1.

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Das Handyjahr 2008 ist eröffnet. Pünktlich zu Beginn des Mobile World Congress im spanischen Barcelona geht Sony Ericsson in die Offensive und präsentiert der Öffentlichkeit gleich sieben neue Handy-Modelle. Besonders das XPERIA X1, das erste Smartphone des Herstellers mit Windows Mobile, sorgt für Beifall unter den Messebesuchern. Ebenfalls im Messeneuheiten-Gepäck: eine HSDPA-ExpressCard mit eingebauten GPS-Empfänger.


Übersicht
Direkt zu den Handys

1. Windows-Smartphone XPERIA X1
2. Internet-Handy Z770
3. Cybershot-Handy C702
4. Cybershot-Handy C902
5. Walkman-Handy W980
6. Symbian-Handy G700
7. Symbian-Handy G900
8. HSDPA ExpressCard EC400
9. HSDPA ExpressCard EC400g



Sony Ericsson XPERIA X1

Mit seinem ersten Smartphone auf Basis von Windows Mobile 6 setzt Sony Ericsson ein deutliches Zeichen in Richtung Konkurrenz. So soll das X1 das erste Gerät einer ganz neuen X-Reihe sein, mit der sich das Unternehmen gegen Produkte wie dem iPhone von Apple oder den Multimedia-Handys von Nokia auf dem Markt behaupten will. Dafür hat Sony Ericsson sein neues Topmodell mit einer ganzen Reihe von technischen Raffinessen ausgestattet. So verfügt das 110x53x17 Millimeter große und 145 Gramm schwere Quadband-Handy über eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, die erst durch seitliches Aufschieben zum Vorschein kommt. Auf der Oberseite des wahlweise in schwarz und silber gehaltenen Handys dominiert ein drei Zoll großes Touchscreen-TFT-Display mit 65.536 Farben und einer Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten.



Navigieren leicht gemacht

Auch in Sachen Navigation geht das XPERIA X1 fortschrittliche Wege. So kann sich der Nutzer nicht nur via Touchscreen und Tastatur durch die Menüs bewegen und so alle wichtigen Funktionen aufrufen, sondern auch per optischen Mini-Joystick ähnlich eines Touchpads bei Laptops sowie einem Navigationsknopf. Zum ersten Mal hat Sony Ericsson auf einem Smartphone das Handy-Betriebssystem Windows Mobile in der aktuellen Version 6 installiert. So kann speziell der Business-Nutzer mit Outlook auf seine Mails und Termine zugreifen, mit Mobile Office Texte und Tabellen aufrufen und via Internet-Explorer im World Wide Web surfen. Zusätzlich lassen sich alle Daten über die USB-Schnittstelle mit der mitgelieferten ActiveSync-Software mit dem Heim- und Büro-Computer abgleichen.

400 MB interner Speicher

Darüber hinaus verfügt das XPERIA X1 über eine 3,2 Megapixel-Kamera mit LED-Foto-Licht, Bluetooth, WLAN, HSDPA, UMTS und AGPS-Navigation. Ein FM Radio sowie der obligatorische MP3-Player runden das Multimedia-Angebot des neuen Handys ab. Für ausreichend Platz sorgt ein interner Speicher von 400 Megabyte, der mit einer Micro-SD-Karte noch erweitert werden kann. Das X1 soll voraussichtlich im zweiten Halbjahr diesen Jahres auf den Markt kommen. Ein Preis steht derzeit noch nicht fest. Ein kleiner Alleskönner ist auch das neue Z770 von Sony Ericsson. Neben einem modernen Design aus hochwertigen Materialien verfügt das flache Handy mit UMTS, HSPDA und EDGE über einen schnellen Zugang zum Internet.

Sony Ericsson Z770

Auf E-Mails zugreifen, RSS-Feeds lesen oder im Internet surfen - alle Funktionen des nur 15,5 Millimeter dicken und 91 Gramm schweren Triband-Handys sind komplett auf die Bedürfnisse des mobilen Nutzers zugeschnitten. So sorgt ein 240x320 Bildpunkte großes TFT-Display mit 262.144 Farben für den richtigen Überblick im World Wide Web. Dank schnellem Internetzugang via UMTS, HSDPA und EDGE gibt es bei der Datenübertragung keine großen Wartezeiten. Neben einem Wetterbericht hat Sony Ericsson dem Z770 auch eine Google Maps-Funktion spendiert. So kann der Nutzer jederzeit auf einer interaktiven Karte sehen, wo es sich gerade befindet.



Wenig Schnick-Schnack

Dass das Gerät sich besonders für mobile Nutzer eignet, zeigt auch der spärliche Umfang an weiteren Multimedia-Funktionen. So sorgt eine integrierte Zwei-Megapixel-Kamera für die passenden Bilder. Diese können mit Hilfe der Blogging-Funktion - sowohl Audio als auch Video-Dateien - direkt ins eigene Blog hochgeladen und veröffentlicht werden. Abgerundet wird der Funktionsumfang nur noch durch ein integriertes FM Radio. Einen MP3-Player sucht der Nutzer allerdings vergeblich.

Lange Akkulaufzeit

Damit das Surfvergnügen nicht zu kurz kommt, hat Sony Ericsson seinem Z770 eine besonders lange Akkulaufzeit spendiert. Im Standby-Modus soll die Batterie bis zu 14 Tage halten. Im Dauerbetrieb hält der Akku je nach Modus zwischen viereinhalb und achteinhalb Stunden. Das Z770 soll ebenfalls im zweiten Halbjahr diesen Jahres auf den Markt kommen. Ein Preis steht noch nicht fest. Auch in puncto Cybershot-Handy präsentiert Hersteller Sony Ericsson auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit dem C702 und dem C902 gleich zwei neue Geräte. Bei beiden Modellen inklusive: Schneller Internetzugang, GPS und integrierte Digitalkamera für spannende Aufnahmen.

Sony Ericsson C702

Ganz für den Freizeiteinsatz konzipiert ist das neue Cybershot-Handy C702. Dank Spritzwasser- und Staubschutz sowie einem stoßfestem Gehäuse kann diesem 105 Gramm schweren Telefon so leicht nichts anhaben. Wie bei anderen Cybershot-Handys hat der Hersteller auch hier bei der Entwicklung sein Hauptaugenmerk auf die integrierte Digitalkamera gelegt. Die Auflösung beträgt zwar "nur" 3,2 Millionen Pixel, was aber für die meisten Bilder völlig ausreichend ist. Abgerundet werden die Kamerafunktionen von einem obligatorische Autofokus und einer neue Software zur Gesichtserkennung. Für die schnelle Aufnahme sorgt übrigens der mittig angebrachte Auslöser.



Kein Verlaufen mehr dank GPS

Besonders praktisch ist auch der eingebaute GPS-Empfänger, denn dank Google Maps kennt der Nutzer so jederzeit seinen genauen Standort. Ein weiteres Feature des Outdoor-Handys ist das so genannte "Location Based Imaging", bei dem selbstgeschossene Bilder automatisch mit den jeweiligen GPS-Daten verknüpft und abgespeichert werden. Zusätzlich können diese Daten samt den zugehörigen Bildern später auf dem Heim-Computer beispielsweise über Google Earth oder einer anderen Geo-Taggig-Software angezeigt werden.

HSDPA Datenanbindung ins Internet

Zum Funktionsumfang des C702 gehört auch die Unterstützung einer schnellen Internetverbindung via UMTS und HSDPA. Als internen Speicherplatz hat Sony Ericsson dem Handy 160 Megabyte spendiert. Mit zusätzlichen Speicherkarten kann der Speicher jedoch erweitert werden. Interessenten müssen sind allerdings noch ein wenig gedulden. Das C702 erscheint voraussichtlich erst zur zweiten Jahreshälfte. Auch ein Preis steht noch nicht fest. Mit dem C902 präsentiert Sony Ericsson ein zweites neues Gerät aus der C-Modellreihe. Besonderen Wert hat der Hersteller wieder auf die umfangreichen Kamerafunktionen gelegt.

Sony Ericsson C902

Herzstück des neuen Cybershot-Handys ist die Fünf-Megapixel-Kamera, die hinsichtlich der Auflösung keine Wünsche offen lässt. Zusätzlich zur Autofokus-Funktion und "automatischer" Gesichtserkennung hat Sony Ericsson in dieses Modell auch einen Bildstabilisator für verwacklungsfreie Foto-Aufnahmen integriert. Auch das Gehäuse - in den Farben schwarz und rot erhältlich - entspricht eher einer Digitalkamera als einem Mobiltelefon. So hat der Hersteller dem neuen Cybershot-Handy eine ausziehbare Objektivabdeckung zum Schutz der Linse spendiert. Wird die Abdeckung zum Fotografieren zur Seite geschoben, wird die Kamerafunktion automatisch aktiviert. Über eine integrierte GPS-Funktion verfügt dieses Modell nicht, ist aber optional und gegen Aufpreis nachrüstbar.



160 MB interner Speicher

Doch nicht nur die umfangreichen Kamerafunktionen können überzeugen. So verfügt das C902 sowohl über einen Multimedia-Player als auch einen Radio-Empfänger. Ein Internetzugang via UMTS und HSDPA sowie ein interner Speicher von 160 Megabyte runden das Angebot weiter ab. Auch hier kann der Speicherplatz erweitert werden. Mit einer Markteinführung ist frühestens im zweiten Halbjahr dieses Jahres zu rechnen. Ordentlich Musik auf die Ohren gibt es beim neuen W980. Dank stolzen acht Gigabyte internem Speicher und verbessertem Hörgenuss lässt das Walkman-Handy beim Zielpublikum praktisch keine Wünsche offen.

Sony Ericsson W980

Auf den ersten Blick besticht das 100 Gramm schwere Walkman-Handy W980 durch sein schwarzes edles Design. Auch der zweite Blick des Klapphandys macht Eindruck. So versteckt sich unter der verspiegelten Oberfläche ein 2,2 großes Zoll TFT-Display mit 262.144 Farben und einer Auflösung von 240x320 Bildpunkten. Während der Musikwiedergabe werden auf dem Display alle relevanten Informationen wie Interpret und Laufzeit angezeigt. Auch in puncto Klang hat Sony Ericsson das Mobiltelefon verbessert. Dank der patentierten Clear Audio-Technologie sollen Musiktitel jetzt noch besser wiedergegeben werden. Ein weitere Clou: das W980 verfügt als erstes Handy über einen FM-Transmitter. Wird diese Funktion im Menü aktiviert, sucht sich das Telefon beispielsweise im Autoradio automatisch eine freie Sendefrequenz und überträgt darüber die abgespeicherte Musik direkt zum Radio.



Acht GB interner Musikspeicher

Damit das Musikvergnügen nicht zu kurz kommt, hat der Hersteller sein neues Walkman-Handy mit stolzen acht Gigabyte internen Speicher ausgestattet. Eine weitere Verbesserung ist die schnelle USB-Schnittstelle, mit der Musikstücke zwischen PC und Handy ausgetauscht werden können. Wer Daten aus dem Internet herunterladen möchte, kann auf UMTS und HSDPA zurückgreifen. Eine integrierte 3,2-Megapixel-Kamera und Bluetooth runden das Angebot des W980 ab. Das Gerät ist voraussichtlich erst ab dem dritten Quartal 2008 verfügbar. Die neue G-Serie ist dank Touchscreen-Display und verbesserter Navigation speziell auf die Nutzung von Internet ausgerichtet. Für den schnellen Datentransfer sorgt UMTS und WLAN (nur beim G900).

Sony Ericsson G700 / G900

Nach der P-Reihe setzt Sony Ericsson jetzt auch bei den beiden neuen G-Handys auf das Symbian-Betriebssystem. Dies macht bei den Internet-Handys auch Sinn, da zahlreiche Programme für das offene Betriebssystem im Internet zum kostenlosen Download bereitstehen und sich so das vorinstallierte Softwarepaket (Notizbuch, Kalender, Editor) prima ergänzen lässt. Um die 99 Gramm schweren Geräte für die Anwender noch attraktiver zu machen, hat der Hersteller beide Modelle mit einem 2,4 Zoll großen Touchscreen-TFT-Display ausgestattet. Dadurch können alle Funktionen bequem mit dem Finger bedient werden. Zur Sicherheit liegt den Geräten aber noch ein Stylus-Stift bei. Auch in Sachen Multimedia brauchen sich die beiden Handys nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. So hat Sony Ericsson das G700 mit einer 3,2-Megapixel-Kamera, den großen Bruder G900 mit einer Fünf-Megapixel-Kamera ausgestattet. Beide Geräte verfügen über Autofokus, Bildstabilisator und einem LED-Fotolicht. Der obligatorische Mediaplayer, Bluetooth und FM-Radio runden das Multimedia-Angebot der Geräte ab.



Mit UMTS und WLAN ins Internet

Zum Surfen müssen sich die Nutzer beider Modelle mit UMTS begnügen, da eine HSDPA-Unterstützung leider nicht integriert wurde. Dafür können Besitzer eines G900 im Gegensatz zum G700 allerdings auf eine WLAN-Funktion zurück greifen, was sich bei einem Internet-Handy durchaus als sinnvoll erweist. Nicht desto trotz sind beide Modelle gut auf das World Wide Web vorbereitet. Schnelle Hilfe beim Einrichten eines E-Mail-Kontos gibt es beispielsweise durch einen Assistenten. Ebenfalls interessant: beide Geräte können via ActiveSync und Blackberry auf Push-Mail-Dienste zurück greifen. Beide Geräte werden voraussichtlich zur zweiten Jahreshälfte erhältlich sein. Neben den sieben neuen Handys hat Sony Ericsson auf der Mobile World Congress auch zwei HSDPA-Karten für den mobilen Internet-Zugang mit dem Notebook angekündigt.

Sony Ericsson EC400/EC400g

Die beiden HSDPA-Express-Karten EC400 und EC400g ermöglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 7,2 Megabyte pro Sekunde. Laut Sony Ericsson soll die Bedienung sehr einfach und intuitiv sein. So erkennt eine vorinstallierte Software automatisch den jeweiligen Netzanbieter (Quadband) und stellt die erforderlichen Parameter selbständig ein. Im Unterschied zur EC400 ist in der EC400g ein GPS-Empfänger integriert, der beispielsweise auf Wunsch den Aufenthaltsort des Nutzers in Google Maps anzeigt. Sollte das HSDPA-Signal einmal nicht ausreichend sein, sorgt eine zusätzlich aufklappbare Antenne für einen besseren Empfang.



Die beiden Karten funktionieren sowohl auf Windows- als auch auf Mac OS X-Rechner. Interessenten müssen sich aber noch ein wenig gedulden. Beide Modelle werden erst ab Mitte des Jahres in den Läden stehen. Auch der Preis ist noch nicht bekannt.

(Michael Friedrichs)

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