Virenbefall vorgetäuscht

Verbraucherzentrale warnt: Betrüger geben sich am Telefon als Microsoft-Mitarbeiter aus

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt aktuell vor Betrügern, die sich am Telefon als angebliche Microsoft-Mitarbeiter ausgeben. Betroffene sollen ein Programm gegen einen angeblichen Virenbefall ihres Computers kaufen.

TelefonVerbraucherschützer warnen aktuell vor einer Betrugsmasche per Telefon.© Edler von Rabenstein / Fotolia.com

Mainz – Eine altbekannte Betrugsmasche wird aktuell offenbar wieder verstärkt von Betrügern eingesetzt. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnte am Donnerstag vor Anrufen von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Die Anrufer behaupten, der Computer des Betroffenen sei mit Viren verseucht. Diese ließen sich nur entfernen, wenn ein entsprechendes Programm gekauft werde. Ein angeblicher Virenbefall ist aber nur vorgetäuscht.

Fremden keinen Zugriff auf den eigenen Rechner geben

Der dringende Rat der Verbraucherzentrale:

  • solche Telefonate schnellstmöglich beenden
  • den Anrufern keinesfalls Zugang zum eigenen Rechner verschaffen
  • keinesfalls auf Geheiß ein Programm herunterladen

"Die falschen Service-Kräfte sprechen meist nur englisch und wirken sehr überzeugend“, erläutert Martina Totz von der Verbraucherzentrale. "Wird das Kaufangebot abgelehnt, werden die falschen Microsoft-Mitarbeiter schnell unhöflich und unterbrechen die Verbindung." Nach Angaben der Verbraucherzentrale sei ein Vorgehen gegen die Betrüger meist nur schwer möglich, da ausländische Nummern benutzt werden. Eine Zurückverfolgung sei schwierig, der Anschlussinhaber in der Regel nicht ermittelbar.

Betrüger waren bereits 2015 aktiv

Schon 2015 hatten Betrüger sich als angebliche Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben. Damals sollten Computernutzer eine Fernwartungssoftware auf ihrem Rechner installieren. Der Computer der Betroffenen konnte aus der Ferne ausgespäht werden. Hatten Betrüger Zugriff auf den eigenen PC oder wurde aus Unkenntnis ein entsprechendes Programm auf dem Rechner installiert, so sollte ein Experte den Computer eingehend überprüfen. Die Betroffenen sollten laut Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zudem umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten.

Jörg Schamberg

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