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Verbraucherschützer warnen vor Hackern beim Online-Banking

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Verbraucherschützer haben eine stärkere Haftung der Banken bei einem Missbrauch von Online-Konten und Bankkarten gefordert. "Wenn Hacker in der Lage sind, unbemerkt Millionenbeträge von Konten abzubuchen, kann es nicht sein, dass der geprellte Kunde seine Unschuld beweisen muss", erklärte Maren Geisler vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in Berlin. Derzeit wälzten viele Banken das Risiko für den Missbrauch über ihre Allgemeinen Geschäftsbedigungen auf ihre Kunden ab.

Anlass für die Kritik war ein Bericht des ARD-Verbrauchermagazins Ratgeber Technik. Hackern war es im Auftrag der Sendung zweimal innerhalb von sechs Monaten gelungen, sich Zugang zum Online-Rechner einer Bank zu verschaffen. In einem solchen Streitfall werde dem Kunden häufig eine Verletzung der Sorgfaltspflicht unterstellt, kritisierte der vzbv.

Beweispflicht umkehren

Für den Inhaber eines Online-Kontos oder einer Bankkarte sei es jedoch in der Regel schwer, vor Gericht zu beweisen, dass er sich pflichtgemäß verhalten und etwa seine PIN nicht zusammen mit der ec-Karte verwahrt oder im Computer gespeichert habe.

Der Verbraucherverband forderte die Banken auf, ihre Vertragskonditionen zu ändern. Die Banken müssten nachweisen, dass ihre Dienstleistungen zu hundert Prozent sicher seien statt ihre Kunden in die Pflicht zu nehmen. Ansonsten könne man den Verbrauchern nicht mehr ruhigen Gewissens zum Online-Banking raten. Derzeit gibt es in Deutschland laut vzbv acht Millionen Online-Konten.

(Peter Giesecke)

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