IT-Sicherheit

"USB Thief": Trojaner stiehlt Daten und ist kaum aufzuspüren

Der Trojaner "USB Thief" verbreitet sich ausschließlich über USB-Sticks. Das macht ihn so gefährlich: Der Schädling ist nach dem Datendiebstahl nicht mehr nachweisbar.

Virus© pixel dreams / Fotolia.com

Jena - Das IT-Sicherheit-Unternehmen Eset warnt vor einem neuen Trojaner. Die Schadsoftware verbreitet sich per USB-Sticks - so hinterlässt die Malware keine Spuren auf infizierten Rechnern.

"USB Thief" kommt ohne Internet aus

Der Trojaner "Win32/PSW.Stealer.NAI" - oder griffiger "USB Thief" - hat zudem einen eingebauten Schutzmechanismus, der die Analyse des Schädlings erschwert. Selbst der Sicherheits-Experte Raphael Labaca Castro von Eset zeigt sich aufgrund der ausgetüftelten Vorgehensweise beeindruckt: "Neben der Verbreitungsmethode direkt von einem USB-Stick aus, sorgt auch die Struktur für Aufsehen. Eine AES-128-Verschlüsselung und einen Schlüssel, der aus der USB ID generiert wird, sieht man nicht alle Tage bei einem USB-Trojaner. Offenbar wurde diese Malware für gezielte Angriffe auf Systeme entwickelt, die nicht mit dem Internet verbunden sind".

Da der Trojaner direkt vom USB-Stick ausgeführt wird, werden auf dem Ziel-Rechner auch keinerlei Spuren hinterlassen. Das Opfer bemerkt den Datendiebstahl nicht. Zudem ist der Angriff nachdem dem Entfernen des USB-Sticks nicht mehr nachweisbar.

Vorsicht bei fremden USB-Sticks

Der Trojaner tarnt sich als Plug-in oder DLL-Datei und läuft bei Aktivierung als Hintergrundprozess. Der Experte rät bei externen Datenspeichern zur Vorsicht - besonders wenn sie aus unbekannten Quellen stammen.

Marcel Petritz

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