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United Internet wächst durch mobiles Internet

United Internet konnte im zweiten Quartal über seine Marke 1&1 viele neue Kunden für mobiles Internet begeistern. Unter dem Strich blieb aufgrund hoher Abschreibungen allerdings ein Verlust.

Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Bei United stehen die Zeichen weiter auf Wachstum - getrieben durch die große Nachfrage an Zugängen für das mobile Internet. Insgesamt konnte die Muttergesellschaft von Marken wie 1&1, Web.de und GMX im Access-Geschäft einen Zuwachs von 140.000 Kundenverträgen verzeichnen. Ähnlich stark legte der Konzern im Webhosting-Segment zu.

Viele neue Zugangs-Kunden

Zum Stichtag Ende Juni standen bei United Internet 4,38 Millionen Kunden unter Vertrag, die einen Internetanschluss bei 1&1 und Co. gebucht hatten. Das waren 140.000 mehr als noch Ende März. Während die Zahl der Schmalband- und Resale-Kunden um 10.000 auf 710.000 zurückging, legte die Kundenzahl bei DSL-Komplettpaketen um 30.000 auf 2,61 Millionen zu. Getrieben wird das Wachstum durch die wachsende Nachfrage an Zugängen für das mobile Internet. Hier konnte United Internet 120.000 neue Verträge an Mann und Frau bringen und die Kundenzahl auf 1,06 Millionen steigern.

Im Segment "Applications", das kostenpflichtige E-Mail- und Hosting-Verträge umfasst, kletterte die Kundenzahl um 150.000 auf 6,90 Millionen. Das Deutschland-Geschäft legte um 60.000 auf 3,98 Millionen zu, im Ausland kamen 90.000 neue Verträge hinzu, wodurch die Kundenzahl dort auf 2,92 Millionen kletterte. Außerdem stieg die Zahl der werbefinanzierten Accounts um 100.000 auf 31,1 Millionen.

Quartalsverlust aufgrund von Abschreibungen

Finanziell verbesserte United Internet den Umsatz im zweiten Quartal auf 586,5 Millionen Euro nach 510,8 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich allerdings von 85,6 auf 78,1 Millionen Euro. Als Hintergrund nannte United Internet hohe Investitionen in neue neue Produkte wie die 1&1 Do-It-Yourself Homepage und die damit verbundenen Marketingkosten.

Aufgrund hoher Abschreibungen bei der Tochtergesellschaft Sedo blieb unter dem Strich ein Verlust von 13,7 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte United Internet im zweiten Quartal noch 58,2 Millionen Euro Gewinn gemacht. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll in diesem Jahr nach neuesten Berechnungen nur noch 200 Millionen Euro betragen. Bisher war der Konzern von 243 bis 281 Millionen Euro ausgegangen. Der Umsatz soll wie bereits kommuniziert bei etwa 2,4 Milliarden Euro liegen.

(Hayo Lücke)

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