Ende von alter Kontonummer und Bankleitzahl

Umstellung: Ab 1. Februar gilt nur noch neue Kontonummer IBAN für Überweisungen

Ab dem 1.Februar 2016 müssen sich Bankkunden umstellen. Überweisungen mit alter Kontonummer und Bankleitzahl werden nicht mehr ausgeführt, es gilt künftig nur noch die 22-stellige IBAN-Kontonummer. Zwar nutzt bereits die große Mehrheit die IBAN, doch bei zehn Prozent aller täglichen Überweisungen wurde bislang noch die alte Kontonummer angegeben.

SEPA-ÜberweisungAb dem 1. Februar 2016 ist bei Überweisungen die Angabe der 22-stelligen IBAN verpflichtend.© Thorben Wengert / Fotolia.com

Frankfurt/Main - Von Montag an müssen auch Verbraucher für Überweisungen und Lastschriften in Euro die internationale Kontonummer IBAN nutzen. "Kunden, die sich zum 1. Februar nicht umstellen, laufen Gefahr, dass ihre Überweisung nicht ausgeführt wird und dass das Zeit kostet", warnte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Mahngebühren drohen, wenn Rechnung nicht pünktlich bezahlt wird

"Das kann dann auch Geld kosten, wenn ein Zahlungsziel verfehlt wird" - etwa wenn ein Bußgeld nicht rechtzeitig bei der Behörde ankommt, weil bei der Überweisung alte Kontonummer und alte Bankleitzahl benutzt wurden, oder eine Rechnung nicht pünktlich bezahlt wird und in solchen Fällen Mahngebühren oder Verzugszinsen fällig werden.

IBAN dient zur Beschleunigung von grenzüberschreitenden Überweisungen

Die IBAN ("International Bank Account Number") soll dazu beitragen, Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen grenzüberschreitend zu standardisieren und so zu beschleunigen. Der Zahlungsverkehrsraum Sepa ("Single Euro Payments Area") umfasst 34 Länder. Neben den 28 EU-Staaten machen Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Monaco und San Marino mit.

In Deutschland hat die IBAN 22 Stellen. Für Unternehmen und Vereine ist das neue Format seit dem 1. August 2014 verpflichtend, für Verbraucher gab es eine Übergangsfrist bis zum 1. Februar 2016. Banken wandelten die alten Angaben automatisch in das neue Format um.

Große Mehrheit hat sich schon an die IBAN gewöhnt

Derzeit würden bei Geschäftsbanken in Deutschland noch rund zehn Prozent der täglich 24 Millionen Überweisungen mit alten Kontodaten eingereicht, sagte Thiele. "Die große Mehrheit hat sich an die IBAN gewöhnt und nutzt sie auch." Thiele betonte: "Ab dem 1. Februar muss jeder Privatkunden die IBAN nutzen. Ich habe Sorge, dass das bei allen entsprechend klappt. Nicht jeder nutzt Online-Banking, viele Kunden haben noch alte Überweisungsträger in der Schublade."

Thiele bekräftigte seinen Appell, sich die 22-stellige IBAN in übersichtlichen Vierer-Blöcken zu merken. Auch Firmen könnten ihren Beitrag leisten, dass sich Bankkunden umgewöhnten: "Die IBAN gehört auf jede Rechnung und am besten in Vierer-Blöcken."

So setzen sich IBAN und BIC zusammen

IBAN: Die internationalen Kontonummer IBAN ("International Bank Account Number") kann in den bisher teilnehmenden 34 Staaten bis zu 34 Stellen umfassen. Für eine Bankverbindung in Deutschland hat sie 22 Stellen. Sie beginnt mit der Länderkennung "DE". Es folgt eine individuelle zweistellige Prüfziffer, die vor Zahlendrehern schützt. Danach folgen die bisherige Bankleitzahl und abschließend die bisherige Kontonummer. Hat die Kontonummer weniger als zehn Ziffern, werden die fehlenden Zahlen zwischen Bankleitzahl und Kontonummer mit Nullen aufgefüllt, um insgesamt auf die 22 Stellen zu kommen.

BIC: Der BIC ("Bank Identifier Code") ist die internationale Bankleitzahl. Er identifiziert Kreditinstitute weltweit. Die ersten vier Stellen entsprechen der Bankbezeichnung, es folgen der Ländercode "DE", eine zweistellige Ortsangabe und die Filialbezeichnung. Die Bundesbank-Zentrale in Frankfurt zum Beispiel hat den BIC: MARKDEFFXXX.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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